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Unsere Definition von Freicamper Freiheit

Dieser Beitrag ist nun über 6 Jahre alt und war einer der ersten 5 Beiträge auf camper.help. Bis auf wenige Änderungen hat dieser noch immer seine Gültigkeit. Leider mehr denn je, wenn man die Schlagzeilen über Camper lesen muss.

Jeder Freicamper interpretiert das Freicampen natürlich anders. Das liegt in der Natur der Sache, denn es gibt keine Definition, sondern nur sehr unterschiedliche Interpretationen, was ein Freicamper oder Wildcamper ist.

Ich gebe gerne unsere Tipps zu diesem puristischen Thema weiter. Eine Rückmeldung in den Kommentaren wäre super. Ob es dir oder euch geholfen hat, dieses wunderbare Thema bei der nächsten Reise anzugehen und etwas Neues auszuprobieren.

Freicampen, Wildcampen und die Prinzipien

Für uns ist Freicampen gleich wild campen und eine superklasse Sache. Regeln und Gewohnheiten werden beiseite geschoben und Schilder und Regeln werden beachtet. Ein paar Grundregeln MUSS man aber kennen.

Ein Grundsatzgedanke

Nicht unwichtig. Dieser Grundsatzgedanke sollte jedoch jeden Freicamper, Städte- und Landtourer und im Prinzip auch den Campingplatzurlauber verbinden. Jeder legt sein positives Verhalten fest, hat die grösstmögliche Lebensfreude und bringt den grösstmöglichen Respekt gegenüber der Natur und der dort lebenden Menschen und Tiere auf. Es funktioniert sonst auf Dauer nicht.

Freiheit vs. Sicherheit

Wir hatten nie ein Problem in Bezug auf Sicherheit. Ganz im Gegenteil – wo viele Menschen sind, da sind auch viele Probleme. Wer ein Sicherheitsproblem fühlt oder sieht, dem kann im Artikel Sicherheit auf technischer Seite geholfen werden.
Ist halt dann weniger gefühlte Freiheit, aber wir kennen das selbst. Nicht immer ist man entspannt, wenn in der Nacht kuriose Menschen unterwegs sind oder seltsames Verhalten von anderen Menschen ein paar Fragezeichen im Kopf aufbringen.

Lego Wohmobil Strand Freicampen

Unsere 20 Tipps fürs Freicampen

Ohne die innerliche Zustimmung zu den ersten 5 Leitlinien fängt man das Thema Freicampen besser gar nicht an. So hart es klingt. Freicampen ist eine Einstellung und keine Selbstverständlichkeit.

  • Meine Leitlinie Nr. 1: Bauchgefühl und wohlfühlen

    Wer sich nicht wohlfühlt, fährt einfach einen Kilometer weiter. Bauchgefühl kann durch nichts ersetzt werden.

  • Meine Leitlinie Nr. 2: Sichtbar kommen – unsichtbar gehen

    Außer Reifenspuren wird nichts hinterlassen. Punkt.

  • Meine Leitlinie Nr. 3: Frei sein und Selbstverständlichkeiten einhalten

    Frei sein, heißt nicht über allem stehen. Nicht alle Camper halten sich an Selbstverständlichkeiten. z.B. Der ansässige Einheimische oder Grundstücksbesitzer hat immer recht. Den plapperden und schimpfenden Touristen, der dich entdeckt, den kann man oftmals ausblenden. Diskussionen mit dieser Art von Menschen sind allerdings auch oft umsonst und empfehle es charmant zu ignorieren.

  • Meine Leitlinie Nr. 4 – Freicamper kuscheln nicht

    Kuscheln ist nicht. Man hält Abstand zu einem anderen Freicamper. Ansonsten wählt man einen Camping- oder Stellplatz.

  • Meine Leitlinie Nr. 5 – Ohne diese Leitlinien oder Regel werden Plätze gesperrt

    Wer die Go´s und No-Go´s, Schilder, Schranken und Anstand nicht beherzigt, muss zudem damit rechnen, meist kostenpflichtig vertrieben zu werden. Derjenige trägt leider auch seinen Teil dazu bei, dass diese Spots durch Schranken oder Polizei für die Zukunft gesperrt werden. Und das kommt öfters vor, als sich so mancher Camper bewusst ist. Leider.

Weiter gehts mit den Tipps zum Freicampen

Mit den 5 Leitlinien kommt man schon recht weit, aber es gibt auch innerhalb und außerhalb des Wohnmobils weitere wichtige Themen und Tipps zu beachten.

  • Jeder Mitreisende sollte mitbestimmen

    Es spielt eine Rolle, ob ihr alleine, zu zweit oder mit Familie unterwegs seid. Mitreisende bestimmen gleichwertig mit. Jeder muss Spaß daran haben.

  • Loslassen des Alltags

    Es dauert 1-x Tage Zeit aus dem Arbeitsalltag in den (Frei-) Camper Modus umzuschalten. Gerade wenn man als Familie unterwegs ist, muss jeder „ankommen“. Also etwas Zeit nehmen und nichts über das Knie brechen. Du kannst mit diesen Reiseführern France Passion oder Landvergnügen einsteigen, bevor du dir frei etwas selbst sucht.

  • In der Satellitenansicht liegt der Clou

    Lerne durch Erfahrung, die Satellitenansichten von Google Maps zu lesen. z.B. ob Straßen oder Feldwege befahrbar sind. Park4Night ist keine Freicamper-App. Das sollte man nicht verwechseln.

  • Sickerwasser am Strand

    Zu nah an der Brandung am Strand ist gefährlich wegen Ebbe und Flut. Sickerwasser unterm Sand kann Reisemobile einsinken lassen. Weit bevor der Höchststand erreicht wurde.

    Man sieht es einem Strand bei guten Bedingungen jedoch deutlich an, wo der Höchststand des Wassers in der Regel endet. Klare Empfehlung ist es den Tidenhub, die Wellen und Unwetter im Auge zu behalten. Unsere beste Empfehlung ist Windfinder. Es gibt hierzu einen kleinen App-Artikel unter camper.help/apps-wetter.

Windfinder App Details
  • Die Suche ist Teil des Abenteuers

    Nach einem Platz ist Teil des Urlaubs und der Reise und keine Arbeit.

  • Tagsüber Platz aufsuchen

    Vor Sonnenuntergang sollte der Nachtplatz feststehen. Nachts ist das echt schwierig. Vor allem, wenn dann in der kalten Jahreszeit noch unvorhergesehen Nebel oder schlechtes Wetter aufkommt. Private Straßen, private Grundstücke sind immer tabu. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. D.h. Bei Unsicherheiten weiterfahren.

  • Unentspannte Nächste durch Verliebte oder Neugierige

    So manche Nacht kann durch Besucher unentspannt werden. Zum Glücks sind es meistens nur verliebte Menschen, die auch die geheimen und guten Spots kennen ;-)

  • Höflichkeit und Respekt siegt immer

    Man ist höflich und respektvoll zu den Menschen, die in der Nähe wohnen und baut sich nicht raus wie auf einen Campingplatz. Die Markise ist tabu – versteht sich von selbst. Außer es ist die Einsamkeit pur.

  • Herausbauen – aber anders

    Tische und Stühle. Schwieriges Thema. Ich erzähle dir einfach wie wir es machen. Zum Essen heraus bauen und danach wieder aufräumen. Eine zweite leichte Garnitur aus Hockern und eine Plastikbox mit Tischdecke ist unser Tisch. Das reicht und ist herrlich minimalistisch und Luxus genug. Meist lächeln einen die Einheimischen noch an. Mit einem lächeln zurück sind wir noch NIE vertrieben worden.

DJI Cabo de Gata Freicamper Ausrüstung
2 Mädels Beim Sonnenuntergang
  • Mehr Essen – mehr Wasser

    Etwas mehr Essen und Wasser bunkern. Wenn es schön ist, bleibt man gerne länger. Doch hier liegt oftmals das Problem, denn oft wird man Abends für eine Übernachtung geduldet und nicht um hier den Anker zu werfen.

  • Entsorgung – nein. Niemals.

    Aufgrund Regel Nr. 2. An diesen Plätzen wird nie entsorgt! Es gibt immer Möglichkeiten, aber die sind in diesem Beitrag nicht das Thema ;-)

  • Entspannen am richtigen Platz

    Entspannen in der Einsamkeit ist verpflichtend. Angst ist absolut fehl am Platz, sonst habt ihr den falschen Platz ausgesucht. Es gab aber schon Plätze, da ging es uns nicht anders, da andere vorbeiziehende Menschen einfach blöde Fragen stellen können. Da muss man durch.

  • Plätze werden nicht verraten

    Man verrät geheime Plätze nicht in einer App oder sonst wo im Internet. Sonst ist es kein Geheimnis mehr. Der Freicamper geniest und schweigt.

  • Viel Spaß

    Was Besseres gibt es nicht. Schaut selbst.

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