Ursachen und 12 kleine Lösungen zur Schimmelvermeidung im Wohnmobil

Schimmel im Wohnmobil und Wohnwagen. 12 einfache kleine Ursachen und Lösungen. Warum Schimmel entsteht, bis hin zu den alltäglichen Wintercamping-Tipps.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schimmel entsteht ab 70 % relativer Luftfeuchtigkeit, die meisten Arten ab 80 % — im nasskalten Winter ist das im Wohnmobil schnell erreicht.
  • In 23 m³ Innenraum stecken bei 80 % und 20 Grad über 300 Gramm Wasserdampf. Der muss wieder heraus, sonst kondensiert er an den kalten Flächen.
  • Luftentfeuchter helfen kaum. Ihre Wirkung ist punktuell und für den ganzen Innenraum ungeeignet — als Hauptmaßnahme rausgeworfenes Geld.
  • Es geht ums Vorbeugen, nicht ums Beseitigen. Sperrholz, Polster, Matratzen und Zudecken nehmen Feuchte auf und müssen sie wieder abgeben können.
  • Zwei technische Lösungen warnen und zeichnen auf, damit auch ein abgestelltes Fahrzeug im Auge behalten werden kann.
Entfeuchter-Wohnmobil-Wohnwagen-Kondensierte-Feuchtigkeit-am-Morgen-an-der-Scheibe

Die kleinen Lösungen zur Vermeidung von Schimmel- und Stockflecken

In diesem Beitrag geht es nicht um die Beseitigung, sondern um die alltäglichen und vorbeugenden Maßnahmen. Kleine Tipps und Maßnahmen, um das Thema Schimmel und Stockflecken im Wohnwagen und Wohnmobil gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Dies betrifft vor allem Wohnmobile und Wohnwagen im Freien. Gerade im Winter wird durch die ständige Überschreitung des Gefrierpunkts und des nasskalten Wetters viel Wasser-Kondensat im Inneren freigesetzt. Im Regelfall wird dieses durch die Zwangslüftungen (im unbewohnten) Zustand durch den Wechsel der äußeren Wetterverhältnisse meist selbstständig wieder abgebaut. Was, aber wenn nicht?

Schimmel-und-Stockflecken-im-Wohnmobil-und-Wohnwagen-vermeiden-Beispiel-camper-help-Leser

Schimmel entsteht ab 70% relativer Luftfeuchtigkeit

Einige Schimmelarten treten bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % auf. Die meisten anderes Schimmelarten sind entsprechend ab 80% relativer Luftfeuchte in jedem Wohnmobil oder Wohnwagen am Wachsen.

Schimmel-Stockflecken-vorbeugen-Wohnmobil-Wohnwagen-Ursache-Hohe-Luftfeuchtigkeit

Das Bild zeigt am 07. Dezember 2020 deutlich über 80% an. Nasskaltes Wetter im kleinen Plusbereich von im Mittel 4 Grad führte daher zu einer überdurchschnittlichen Luftfeuchte im Wohnmobil.

Die Sperrholzplatten der Möbel, sowie die Materialien aus Wolle wie Sitzpolster, Matratzen und Zudecken nehmen natürlicherweise viel Luftfeuchtigkeit auf und sollten es problemlos wieder abgeben können. Damit das auch gelingt, helfen sicherlich ein paar Tipps weiter.

Übrigens geht der letzte Tipp im Beitrag auf 2 technische Warn- und sogar Aufzeichnungslösungen ein, um auch abgestellte Wohnmobile und Wohnwagen zwecks Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.

Luftentfeuchter – Viel Werbung und rausgeschmissenes Geld um fast nichts

Die in den sozialen Medien beschriebene Massnahme Luftentfeuchter ist nicht dabei. Der Luftentfeuchter und seine Wirkung, ist dabei punktuell und in einem sehr kleinen Wirkungsbereich geeignet. Somit niemals zum primären Einsatz geeignet. Das glauben die wenigsten, bis sie schliesslich meinen Beitrag gelesen haben.

Die alltäglichen Wintercamping-Tipps die weiterhelfen

Daher müssen andere kleine und großen Tipps her, die weitaus wirkungsvoller sind. Denn eines ist klar. Sofern genügend trockene Luft in die mobilen vier Wände kommt, kann auch kein Schimmel entstehen. Denn wie wir nun wissen. Schimmel entsteht erst ab einer relativen Luftfeuchte von 70 %. Dies gilt für den bewohnten als auch unbewohnten Zustand.

Wie viel Wasserdampf ist eigentlich in einem Wohnmobil?

Nehmen wir mal eine nicht unübliche Luftfeuchtigkeit von 80 % und 20 Grad beim Wintercamping an. Unser Wohnmobil hat rund 23 m³ (Kubikmeter) Innenvolumen. Das macht mit folgender Tabelle über 300 Gramm (= Milliliter) Wasserdampf aus. Stelle ich das Wohnmobil einfach nach dem Wintercamping zu Hause ab, dann kondensieren bei 0 Grad schlagartig über 200 ml Wasser an Scheiben, Möbel, Polster und Matratzen ab.

Die Luftfeuchtigkeit wird dann über viele Tage auf hohem, ungünstigen Niveau bleiben. Der Nährboden für Schimmel und Stockflecken ist gelegt.

Raumtemperatur Luftfeuchtigkeit Wasser(dampf)
20° Grad 80% 13,83 Gramm
0° Grad 80% 3,88 Gramm
-20° Grad 80% 0,70 Gramm

Die 4 Möglichkeiten für weniger Wasserdampf beim Wintercamping

Im Herbst und Frühjahr schon wichtig, aber beim Wintercamping essenziell.

  • Isolation der Wohnmobil Front- und Seitenscheiben im Fahrerhaus

    Ist die Leuchtfeuchtigkeit erst mal zu Wasser kondensiert, ist wieder einiges an Energie und lüften notwendig um dem entgegenzuwirken. Warme feuchte Luft im Innenraum und eine kalte Fensterscheibe und schon setzt die Kondensation ein. Je höher der Temperaturunterschied, desto schlimmer wird es. Beim Wintercamping sollten daher die Echtglasscheiben eines Wohnmobils mit einer Thermomatte isoliert werden.
    Eine Thermomatte vermindert diesen Effekt deutlich. Tagsüber gibt es Matten, welche sich zwecks Aussicht per Klettverschluss öffnen lassen. Nachts, wo die Temperaturunterschiede am höchsten sind, lässt sich diese wieder schnell schließen.

  • Alle nassen Fenster abwischen

    Trotz Isolation wird sich Kondensation nie ganz vermeiden lassen. Beim Wintercamping sollten außerdem alle feuchten Fenster am Morgen mit einem Tuch abgewischt und das Tuch draußen aufhängt werden. Das Trocknen funktioniert sogar am besten bei Minusgraden. Glaubst du nicht?

    Das Stichwort dazu heißt Sublimation. Das gefrorene Wasser verdunstet aus dem Stoff, ohne vorher flüssig werden zu müssen. Probiert das dann mal beim nächsten Wintercamping aus. Es sollt allerdings nicht euer Lieblingshandtuch sein. Wir haben dazu immer einen extra saugfähigen Lappen an Bord.

  • Querlüften ist die beste Lösung gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit

    Nur die Kälte durch die Wohnwagen oder Wohnmobiltür kurz hereinlassen machen keinen Sinn. Es muss auch die warme, mit Wasserdampf gesättigte Luft hinaus und kalte trockene Luft hinein. Das geht nur mit echter Luftbewegung.

    Allerdings strahlt beim öffnen von nur einer Türe oder Fensters mehrheitlich nur Kälte ins Fahrzeug. Um einen echten Luftaustausch handelt es sich dabei nicht. Das geht am besten mit quer lüften. Also zwei Fenster oder Türen in entgegengesetzter Richtung gleichzeitig zum lüften verwenden.

  • Heizung auf Raumtemperatur nach Wintercamping nachlaufen lassen

    Schließlich kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu. Du kommst von einem Skiurlaub oder Winterurlaub nach Hause zurück. Dann muss die Heizung noch mindestens einen Tag leicht reduziert nachlaufen. Damit die Feuchtigkeit des Urlaubs entweichen kann.

    Der plötzliche Temperaturverlust ist sonst gleich wieder das Problem, dass die Feuchtigkeit kondensiert und viele weitere Tage im Fenstergummi zum Trocknen benötigt.

Vor der Winterpause oder auch im Alltag

Die 8 Möglichkeiten für grundsätzlich weniger Wasserdampf im Innenraum zu sorgen

Weiterhin gibt es natürlich Möglichkeiten, die sowohl im Alltag als auch im unbewohnten Zustand das Problem Leuchtfeuchtigkeit verkleinern. Diese Möglichkeiten sind grundsätzlicher Natur und sollten vor allem bei langen Pausen im unbewohnten Zustand beachtet werden. Ziel muss es schließlich sein, idealerweise dauerhaft unter 70 % Luftfeuchte zu bleiben.

Der letzte Tipp geht auf 2 technische Lösungen ein, um die Werte der Luftfeuchtigkeit abrufen zu können. Auch wenn das Wohnmobil weit entfernt zum Überwintern abgestellt ist.

  • Türen, insbesondere die Badtür bleibt offen

    Gerade an der Dachluke im Bad fehlt gewöhnlich der komplette Dichtungsgummi. Das entspricht in den meisten mobilen Fahrzeugen der größten Zwangsbelüftung. Also einer kleinen Belüftung, auch wenn die Dachluke geschlossen ist.

    Vielmehr ist das die beste Quelle für einen natürlichen Luftaustausch. Daher alle Türen und erst echt die zum Bad unbedingt geöffnet lassen. Im bewohnten Zustand sträubt man sich manchmal dagegen, aber es sollte als gute Möglichkeit erwähnt werden.

  • Polster zum Hinterlüften aufstellen

    Bei einer längeren Winterpause. Alle Polster aufstellen, sodass möglichst viel Luft dran kommt.

  • Matratzen zum Hinterlüften aufstellen

    Noch wichtiger bei längerer Winterpause. Stockflecken bilden sich zudem am schnellsten unter der Matratze. Daher Matratzen aufstellen bzw. Hinterlüften. Einfach einen kleinen Gegenstand unterlegen und dadurch eine gute Lüftungsöffnung unter die Matratze schaffen. Dauerhaft hilft ein belüfteter Lattenrost, mehr dazu im Lattenrost-Vergleich.

  • Fehler bei Fliegengitter und Jalousien

    Der Fehler vieler Saisoncamper. Die Fliegengitter und vor allem die Jalousien an allen Dachfenstern müssen weiterhin unbedingt geöffnet bleiben. Hier werden sonst Zwangsbelüftungen fast zugeschlossen.

    Jeder kennt das übrigens aus dem Sommer, wenn die Fliegengitter die Hitze im Wohnmobil stauen. Im Winter ist es ähnlich. Der Luftaustausch wird vermindert und Wasserdampf würde im Innenraum verbleiben und fängt das Muffen an.

  • Fenster untersuchen

    Wer an weiteren Fenstern eine Belüftung hat, muss dort ebenfalls die Jalousien und Fliegengitter geöffnet lassen. Feststellen lässt sich das durch fehlende oder künstlich unterbrochene Dichtungsgummis.

  • Alles an Schränken offen lassen

    Wenn das Wohnmobil oder Wohnwagen länger leer stehen bleiben. Bitte obendrein noch Hochschränke, Schubladen und Klappen für den schnellen Luftaustausch geöffnet lassen.

  • Das Wohnmobil oder Wohnwagen über den Gefrierpunkt halten

    Wo geheizt wird, fällt automatisch die Leuchtfeuchtigkeit. Die neusten Heizlüfter im Test und Vergleich, um stromsparende 5 Grad im Wohnmobil zu halten, gibt es hier.

  • Mit Technik lässt sich vieles besser lösen

    Ein pi mal Daumen – wird schon passen – ist einfach nicht meins. Im folgenden Beitrag werde ich meine eigene Lösung mit Hilfe der NetAtmo Wetterstation darstellen.

    Die umfangreiche Lösung mit Aufzeichnung aller Werte sowie Luftfeuchtigkeit

    Die personifizierten Meldungen sind für Luftfeuchte, Temperatur und vielen weiteren Möglichkeiten sind vorhanden. Bei einer Meldung der App bei Luftfeuchte > 70 %, wird auch (meistens) entsprechend von uns reagiert. Seitdem ist Schluss mit Muff im Wohnmobil.

Nichts dabei?

Jede Woche

Eine Mail, die du behalten willst

Rabatte, Tests und Praxistipps. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Wie wir deine Adresse schützen:

Lieber schauen als lesen?

Zu den meisten Tests gibt es die Folge auf YouTube.

10.000

Abonnenten

120+

Folgen

Deine Frage zum Beitrag

Patrick, Flo & Sophie helfen dir gerne weiter

Kommentare mit Links oder bestimmten Schlüsselwörtern schalten wir von Hand frei.

Hat dir der Beitrag geholfen?
Gib ihn weiter.

9 Kommentare

  1. Matthias 12.10.2022, 11:13 UhrAntworten

    Hallo zusammen, wir fahr seit März 2022 einen Fiat Ducato Adria 640 SLB und ich hätte mal eine Frage zur Luftfeuchtigkeit im Fahrzeug. Ich habe mir eine Anzeige (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) mit drei zusätzlichen Sensoren besorgt und habe diese im Fahrzeug verteilt. Einen davon habe ich in das Bodenfach neben den Frostwächter gelegt. Im Fahrzeug haben wir meistens, je nach Wetter, eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65%. Im Frostwächterfach ist diese allerdings immer ca. 10-15% höher und liegt somit oft auch zwischen 70 und 80%. Gefühlt mit der Hand ist es im Bodenfach trocken. Muss ich hier etwas unternehmen und dafür sorgen das die Luftfeuchtigkeit auch hier immer schön unter 70% liegt?
    Macht es überhaupt Sinn hier die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur zu messen? Was meint Ihr dazu und wie sind Eure Erfahrungen?
    VielenDank und Grüße
    Matthias

    • Flo 12.10.2022, 18:40 UhrAntworten

      Hallo Matthias,

      Da kann man viel vermuten. Der Frostwächter hat eine Durchbohrung nach aussen und bekommt Temperaturschwankungen mehr ab. Also auch Kälte. Dadurch steigt wie oben beschrieben auch die Luftfeuchtigkeit in diesem Bereich. Würde ich nicht als kritisch sehen, denn du lässt die Klappe zum Frostwächter ja wie beschrieben eh offen.

      „Alles an Schränken offen lassen
      Wenn das Wohnmobil oder Wohnwagen länger leer stehen bleiben. Bitte obendrein noch Hochschränke, Schubladen und Klappen für den schnellen Luftaustausch geöffnet lassen.“

      Viele Grüsse

      Flo

      • Matthias 13.10.2022, 10:14 UhrAntworten

        Hallo Flo,
        vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe nun schon einige Deiner sehr guten Berichte und Tests gelesen und finde diese äusserst hilfreich. Vielen Dank dafür!
        Das Frostwächterfach werde ich auf jeden Fall mal im Auge behalten und gegebenenfalls auch mal ab und zu die Heizung einschalten und querlüften bzw. den MaxxFan laufen lassen, dieser macht auch sehr gute Arbeit beim Luftaustausch.
        Eine Frage hätte ich aber noch. Wie sieht es mit Kleidung in den Schränken und Bettdecken und Kissen auf den Matratzen aus? Diese sollten ja sicher am besten alle aus dem Fahrzeug entfernt werden wenn dieses länger stehen bleibt, oder wie macht Ihr das so?
        Was bedeutet „wenn das Fahrzeug länger stehen bleibt“? 1 Woche, 1 Monat?

        Viele Grüße
        Matthias

        • Flo 13.10.2022, 17:34 Uhr

          Hallo Matthias,

          Das Thema Matratzen ist bereits im Beitrag.

          Matratzen zum hinterlüften aufstellen
          Noch wichtiger bei längerer Winterpause. Stockflecken bilden sich zudem am schnellsten unter der Matratze. Daher Matratzen aufstellen bzw. hinterlüften. Einfach einen kleinen Gegenstand unterlegen und dadurch eine gute Lüftungsöffnung unter die Matratze schaffen.

          Zur anderen Frage. Das Problem ist ja besonders der Taupunkt. Wenn plötzlich viel Luftfeuchtigkeit entstehen kann. Kleidung oder andere Dinge, die dicht gepackt ist, können ggf. die Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend abgegeben und fangen das Muffeln an. Wer jedoch viele Themen der Beiträge beherzigt, der kann viele Dinge auch im Wohnmobil belassen.

          Viele Grüsse

          Flo

        • Matthias 14.10.2022, 8:13 Uhr

          Hallo Flo,
          vielen lieben Dank für Deine Antworten.

          Gruß
          Matthias

        • Flo 14.10.2022, 10:53 Uhr

          Sehr gerne

  2. Susanne 31.01.2022, 16:33 UhrAntworten

    Hallo Sophie und Flo,

    wir haben eigentlich ganz gute Erfahrungen mit Kleinraumentfeuchtern gemacht. Nicht im laufenden Reise-Betrieb, da bin ich ganz bei Euch, aber während der Abstellzeit, wenn keine neue Alltagsfeuchtigkeit dazukommen kann, weil nicht benutzt.

    In den Sammelbehältern dreier Kleinraumentfeuchtern (Bad, Garage und Wohnraum) kommt da in den ersten Tagen nach dem Abstellen allerhand Flüssigkeit zusammen. In den Tagen danach stagniert der Anstieg des Flüssigkeitspegels langsam – für uns ein Zeichen, daß die letzten Feuchtigkeitsreste jetzt in den Reservoirs der Entfeuchter gebunden sind. Dann nehmen wir die Behälter auch wieder raus aus dem Wagen und lagern sie für die nächste Runde in den Keller.

    Liebe Grüße von der Su

    • Flo 31.01.2022, 17:27 UhrAntworten

      Hallo Su,

      Ich weiss, dass wenn man einen Effekt sieht ein anderer Eindruck entsteht. Aber das ist so ähnlich wie Sand von Zuhause ans Meer bringen. Nur anderes herum. Du siehst es, nur hat es in der Masse und der dahinterliegende Physik keine nennenswerte Relevanz.

      Nehmen wir einen normalen Kastenkasten. Abzüglich der Möbel passen da rund 20 Kubikmeter Luft rein. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% z.B. bei Regen sind das bei 20 Grad rund 400ml Wasser als Dampf in der Luft gelöst.

      Durch Druckunterschiede des Wetters oder einfachem Wind, hast du mehrfach am Tag einen Luftaustausch über die Zwangsbelüftungen des Wohnmobils. Das heisst du entnimmst ein paar Milliliter durch Lüftung oder z.B. einem Entfeuchter, aber von aussen strömt wieder gesättigte Luft und Wasserdampf nach.

      Jetzt kannst du dir ausrechnen was dein Entfeuchter leistet. Ich testete das mehrfach aus. Nach ein 3 bis 4 Tagen war es nicht mehr als ein Schnapsglas voll. Ein Entfeuchter benötigt für einen 5 Liter Behälter rund 10 bis 12 Wochen, also rund 100 Tage. Das ist jedoch sehr wohlwollend gerundet, denn einmal dauerte es weiter über 3 Monate. Umgerechnet schafft ein Entfeuchter also rund 50 ml am Tag.

      Doch bis zu 400 ml durchströmen durch einfachsten Luftaustausch wieder das Wohnmobil. Daher sorgen die vielen Wetterunterschiede. (Im Winter natürlich deutlich weniger, aber da ist der Entfeuchter auch langsamer.) Daher hilft ein Entfeuchter nur sehr punktuell und das in einem sehr kleinem Umkreis.

      Genauer habe ich das hier festgehalten.

      https://camper.help/entfeuchter

      Nicht falsch verstehen. Das ist mein Versuch etwas darüber aufzuklären.

      Lieben Gruss

      Flo

      • Su Fischer 21.02.2022, 17:59 UhrAntworten

        Ja, ich hatte übersehen, daß sich die Raumluft ja immer wieder austauscht. Das ist ein wichtiger Punkt, den ich nicht auf dem Schirm hatte. Liebe Grüße, Su

Was ist deine Erfahrung?

Frag, gib einen Tipp oder erzähl, wie es bei dir war. Deine E-Mail bleibt privat.

9Stimmen