Von der Blei- zur Lithium Batterie im Camper – Vor- und Nachteile

Alles über Lithium-Batterien im Wohnmobil. Vorteile, Kaufberatung & Tipps zur optimalen Nutzung. Finde die beste Batterie von Liontron für deine Camper-Power!

Das Wichtigste in Kürze

  • Wechsel von einer defekten Blei-Gel- auf eine Lithium-Batterie (LiFePO4) im Camper.
  • Unter 0 °C lädt die Batterie weder über Landstrom noch über Solar — das BMS regelt auf 0,0 Ampere ab.
  • Vor- und Nachteile, Entscheidungskriterien und drei Bezugsquellen, davon eine negative.
Liontron_Lithium_LiFePO4_Smart_Bluetooh_BMS_128V_150Ah

Die Lithium-Batterie auf einen Blick

LIONTRON LiFePO4 12,8V 150Ah LX; 1920Wh;  3000 Zyklen bei 90% Entladungstiefe (DOD) mit BMS und...

Von der Blei- zur Lithium-Batterie. Fakten, Fallstricke und Überblick

Alle wichtigen Daten und Fakten von meinem Wechsel einer defekten Blei-Gel-Batterie zu einer neuen Lithium-Batterie. Meist auch LiFePO4 bzw. Lithium-Eisenphosphat Akku genannt. Inklusive einer negativen und zwei positiven Bezugsquellen. Der Review sowie die Vor- und Nachteile der Lithium-Batterie dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Um genau zu sein, waren sogar 2 Lithium-Batterien notwendig, um einem Problem meines Fahrzeugs auf die Spur zu kommen. Hier meine Entscheidungskriterien und Erfahrungswerte, um den richtigen Batterie-typ oder gar die richtige Batterie zu wählen.

Wichtige Fakten zur Blei-, Gel-, AGM- und Lithium-Batterie

  • Lithium-Batterie – Der Wechsel lohnt sich prinzipiell immer

    Vielleicht noch ein Tipp zu Anfang, da es immer wieder zu mürrischen Meinungen zu Lithium-Batterien kommt. Wer eine Lithium-Batterie ohne BMS – Batterie Management System – oder einem Mess-Shunt kauft, muss sich im Winter über einen Blindflug beim Ladevorgang nicht wundern. Die Details dazu kommen im Beitrag noch ausführlicher.

  • Lithium-Batterie – Der Wechsel lohnt sich prinzipiell immer

    Der Wechsel von der Blei- zur Lithium-Batterie hat überwiegend positive Aspekte. Im Nachgang betrachtet hätte ich diese Entscheidung schon früher treffen sollen.

  • Das Wissen der Details ist wichtig

    Dennoch ist es nicht ganz so einfach wie es auf vielen Kanälen erzählt wird. Wer sich nicht richtig damit auseinandersetzt wird Lehrgeld bezahlen. Gerade im Beitrag des Batteriewechsels sind absolut notwendige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

  • Der Beitrag hat Limitierungen

    Damit der Beitrag nicht zu weit führt, beinhaltet dieser nicht alle möglichen Werte wie Ladecharakteristik oder Serien- oder Parallelschaltung. Dennoch sind alle wichtigen Charakteristika in dem Beitrag zusammengefasst. Gerade die Vergleichstabelle wird dir viele Information auf einen Blick verschaffen.

  • Um diese beiden Batterien wird es im Beitrag immer wieder gehen

    DeepCPower CSX12100-BMS120C

    LIONTRON Lithium LiFePO4 LX 12,8V 150Ah

Die wesentlichen Unterschiede und Problemzonen bei Blei- und Lithium-Batterien

  • Blei-, Gel-, AGM-Batterien sind unkomplizierter im Batteriemanagement

    Diese benötigen kein separates Batteriemanagementsystem. Kurz BMS. Die normalen eingebauten Ladegeräte übernehmen die Überwachung der sogenannten Ladeschlussspannung. Umkomplizierter heisst jedoch nicht besser. Dies geht deutlich zu Lasten der Lebensdauer.

  • Was ist die Ladeschlussspannung bei Batterien?

    Das ist die Spannung, welche von der Batterie maximal aufgenommen werden kann. Danach wechseln die Geräte in die Aufrechterhaltungs-Spannung, um die Batterie nicht zu überladen. Ladegeräte ab Werk haben in der Regel nur Ladeprogramme für Blei- oder Gel-Batterien. Die Ladeschlussspannung von Lithium-Batterien liegt bei 14,6 Volt. Das ist oft kompatibel mit der von Blei-Batterien, welche ebenfalls bei 14,6 Volt liegt.

  • Was bedeutet die 0% Batterie-Anzeige im EBL

    Zeigt euch das Panel des EBL (Elektroblock) 0% Kapazität an, ist die maximale sinnvolle Entladungtiefe der Blei-, Gel- oder AGM-Batterie erreicht. Der EBL schaltet automatisch die Stromzufuhr zu allen Verbrauchern ab. Es verbleiben jedoch 50% ! nicht nutzbare Kapazität in der Blei-, Gel- bzw. AGM-Batterie. Der Grund ist die Verhinderung der Sulfatierung.

  • Wie verhindert man Schäden bei der Bleibatterie durch Sulfatierung?

    Es verbleibt eine Restkapazität von 50% in Bleibatterien, um einen dauerhaften Schaden (Sulfatierung) der Batterie zu verhindern. Es empfiehlt sich bei Erreichen dieser Restkapazität die Blei-Batterie umgehend wieder zu laden. Eine Sulfatierung lässt nur mit sehr speziellen Ladegeräten teilweise rückgängig machen.

  • Die Lithium-Batterie ist komplexer

    Eine Lithium-Batterie ist jedoch technisch komplexer. Die 4 x 3,2 Volt Zellen aus der jede Lithium-Batterie besteht müssen z.B. gegen Über- oder extremer Entladung geschützt werden. Auch müssen alle 4 Zellen homogen geladen werden und das in der Batterie eingebaute BMS überwacht zudem die Ladeschlussspannung und auch die Temperatur.

  • Tipp für Frost bzw. 0 Grad Grenze

    In der Regel lädt ein BMS zum Schutz der Lithium-Batterie nicht unter 0 Grad Celsius. Manche Hersteller verlangsamen dann auch den Ladevorgang. D.h. anders ausgedrückt, dass die Batterie in der kalten Jahreszeit bei einer Aufladung über 0 Grad haben muss. Im Praxisteil dazu mehr.

  • Neue LIONTRON LX Arctic lädt bis -30 Grad Celsius

    Dieser Update vom September 2020 relativiert die vorherigen Punkt und vieles was in dem Beitrag als negativ Punkte aufgelistet ist. Ich lasse diesen vorerst so stehen, da Werbeaussagen ohne persönliche Prüfung nur als Informationen von uns bereit gestellt werden.

    Die neue Version LIONTRON LX Arctic ist die erste LiFePO4 Batterie, die bei Umgebungstemperaturen bis -30°C ohne Einschränkungen geladen und entladen werden kann. Somit entfällt dieses Problem der 0 Grad Grenze. Das LIONTRON Arctic Upgrade kann nach Angaben des Herstellers ohne Probleme bei LIONTRON Akkus der LX Serie umgerüstet werden.

Lithium_Batterie_Liontron_App

Warum und wann eine App für Bluetoothverbindung Sinn macht

Der Absatz ist etwas trocken, aber nicht uninteressant. Warum sich eine App Anbindung durchaus lohnt wird in diesem Abschnitt beantwortet. Bis vor dem Wechsel auf die Lithium-Batterie mit App war mir nicht klar, welche Unsinnswerte die Bedienpanels im Wohnmobil anzeigen können.

  • Blei-, Gel-, AGM-Batterie

    Es Ist mir nicht bekannt, dass es eine Blei-Batterie mit Appanbindung gibt und das ist auch nicht notwendig. Denn bei Blei-Batterien fällt die Spannung mit dem Verbrauch von Batteriekapazität messbar ab. Das geht relativ proportional und kann im Wohnwagen oder Wohnmobil an der externe Anzeige des EBL (Elektroblock) abgelesen werden.

    Beispiel: 13,3 Volt = 100% und 12,0 Volt = 50% und 10,9 % für 0%.
    Für die Werte gibt es keine allgemein gültige Regel, sondern hängt vom Alter der Batterie, des Herstellers und der Temperatur und anderen Werten ab.

  • Die Anzeige des Ladezustands bei einer Lithium-Batterie

    Im Gegensatz zur Anzeige des EBL mit Blei-, AGM oder Gelbatterien können die viele ältere EBLs den Ladezustand einer Lithiumbatterie nicht anzeigen. Der Grund. Der EBL hält die Spannung „künstlich“ hoch.

    Somit ist man faktisch im Blindflug unterwegs. Wer seine Geräte und den Stromverbrauch wirklich kennt, der kann damit umgehen und benötigt keine App-Anbindung. Moderner geht es mit der App und Bluetoothverbindung.

    Wer tatsächlich eine andere Lithium-Batterie ohne App wählt, der sollte jedoch intensiv über einen Mess-Shunt und einen Batterie-Monitor nachdenken. Wir sind nachts um 2 Uhr am Camping-Stubai ohne Strom in der Batterie gestanden, da wir den Blindflug unterschätzt hatten. Ohne Batteriestrom auch keine Heizung.

  • Die Bluetoothverbindung und die App ist auf jeden Fall lohnenswert

    Wenn man über den Strombedarf seines Fahrzeugs nicht weitreichend genug informiert ist.
    Dauerhaft in Betrieb genommene Geräte wie USB-Netzteile, Gasmelder, iNet Box, Router oder Videoüberwachung hat. Diese können schon mal ordentlich Strom verbrauchen. Bei uns sind das – je nach Sicherheitsstufe – zwischen 8 bis 18 Ampere pro Tag. Ohne Licht und ohne Heizung ! Bei einem so hohen Verbrauch sollte man besser Lithium-Batterie mit App-Unterstützung wählen.

  • Ein grosses Problem – Falsche Anzeige der Verbrauchswerte am EBL

    Zusätzlich kam ein mir unbekanntes Problem hinzu. Traut eurer Anzeige erst, wenn ihr selbst nachgemessen habt. Der Stromverbrauch wurde um über 50% zu niedrig angezeigt.

    Die Anzeige im nächsten Bild wird später noch erklärt. Es zeigt die mobile App der Batterie und die Anzeige des EBL, welche nicht übereinstimmt. Das führte in unserem Wohnmobil zu vollkommen falschen Annahmen beim Stromverbrauch und zur vorzeitigen Abschaltung des EBL.

Lithium_Batterie_Liontron_App_EBL_Stromverbrauch_differenz_über_50_Prozent

Nutzkapazität und Zyklendauer = Lebensdauer

Der Depth of Discharge (DoD), beschreibt die Entladungstiefe. Bei Blei-Batterien und bei Lithium-Batterien ist der optimale DoD unterschiedlich.

  • Blei-, Gel-, AGM-Batterien haben nur 50% Nutzkapazität

    Der DoD liegt bei 50% mit ca. 500+ Ladezyklen. Mehr als 50% Nutzkapazität dürfen nicht verbraucht werden. Eine Blei-Batterie wäre bei einer Kapazitätsentnahme von deutlich über 50% so tiefentladen, dass die Batterie dauerhaft durch Sulfatierung beschädigt ist und auch deutlich und dauerhaft die Kapazität verliert.

    Lithium-Batterien haben 90% Nutzkapazität

    Der DoD liegt bei 90% mit ca. 3000+ Ladezyklen. Damit ist der grösste Vorteil klar. Die Kapazität von Lithiumbatterien ist fast bis zum Ende nutzbar, ohne das die Batterie einen grossen Schaden davon trägt. Das heisst nicht das dies der Regelfall sein sollte, aber es ist möglich auf Kosten der Zyklen das zu machen. Die Kapazität schränkt sich nicht wie den Blei-Batterien ein.

Lithium_Batterie_nicht_unter_0_Grad_laden

Temperatur und Selbstentladung

Der Temperaturbereich für die Selbstentladung ist für meine Verhältnisse kein Aspekt, welcher mir allzu wichtig war. In frostigen Unterkünften kann es ggf. wichtig sein, sich auch die Werte für Entladung und Lagerung sich noch anzusehen. Bei Bleibatterien erst recht.

  • Selbstentladung bei Blei-, Gel-, AGM-Batterien

    Die Selbstentladung bei Bleibatterien liegt in der Regel bei 5 bis 10% pro Monat. Du erinnerst dich an die 50% DoD? Somit ist klar das eine Blei-Batterie nach 6-7 Monaten Winterpause bereits wieder beschädigt an den Start in die neue Saison geht. Daher bauen viele ihre Batterie im Winter aus und stecken diese an ein Ladegerät. Eine sinnvolle Sache.

    Selbstentladung bei den Lithium-Batterien

    Bei 1 bis 3 % besteht im Prinzip kein Problem der grösseren Selbstentladung. Das BMS verhindert wie schon beschrieben eine Ladung unter 0 Grad Celsius.

Kosten, Kapazität, Gewicht und Platzbedarf

Spannend wird es gleich in der Tabelle. Dort sind die realen Werte + die Werte für eine Kapazität von 100 Ah hochgerechnet. Hier mal in Zahlen verdeutlicht.

  • Die Rechnung bei der Blei-, Gel-, AGM-Batterie

    Um 100Ah netto verbrauchen zu können, muss man hochgerechnet in 2 Batterien und somit 494 Euro investieren. Diesen haben mit 62 kg an Bord einen entsprechenden voluminösen schwergewichtigen Platzbedarf.

    Die Rechnung bei der Lithium-Batterie

    Um 100Ah netto verbrauchen zu können, muss man theoretisch hochgerechnet 869 € – 1087,90 € investieren. Das Thema Zuladung fällt mit hochgerechnet 15,59 kg dazu fast schon leicht aus. Mittlerweile gibt es Lithium-Batterien mit so hohen Kapazitäten, welche im Vergleich nur noch 1/3 des Platzes oder 1/3 des Gewichtes von Blei-Batterien benötigen.

Die wichtigsten Daten für Blei- und Lithium-Batterien als Tabelle

Zum Daten und Faktenvergleich habe ich euch recht umfangreich die Datenblätter der 3 Batterien zusammengefasst.

Blei-Batterie DeepCPower Liontron
Bild
Blei_Batterie_Leooch_LPL12-100_eingebaut
Lithium_Batterie_DeepCPower_12Ah
Lithium_Batterie_Liontron_eingebaut
Batterietyp Blei-Gel Lithium LiFePO4 Lithium LiFePO4
Modell DJM12100(H) CSX12100-BMS100C LI-SMART-LX-12-100
Bezugsquelle Adria Niederlassung CS-Batteries.de Bergische-Wohnmobile.de
BMS – Batterie­management vorhanden
App für Bluetooth­verbindung
Zyklendauer bei 80% DoD (Entladungtiefe) Bei 50% DoD ca. 500+ ca. 3.500+ ca. 3.000+
Temperatur­bereich (Ladung) 0°C bis +40°C 0°C bis +50°C 0°C bis +45°C
Eingeschränkt bis -10°C
Neuerdings auch bis -30°C
Selbst­entladung je Monat nicht bekannt Ca. 1-2% Ca. 3%
Maximaler Entladestrom 1000A (ca. 5s) 400A (ca. 3-5s) 400A (ca. <20s)
Dauer Entladestrom nicht bekannt 200A 150A
Praktische nutzbare Kapazität 50Ah 90Ah 90Ah
Kosten pro Batterie 247€ 790€ 989€
Kosten für nutzbare netto 100 Ah 494€ 896€ 1.087,90€
Gewicht pro Batterie 31kg 10,9kg 14,5kg
Gewicht für nutzbare netto 100 Ah 62 kg 11,99 kg 15,59 kg
Abmessungen B x H x T 330 x 216 x 173 mm 330 x 220 x 170 mm 345 x 208 x 172 mm

Positive und negative Bezugsquellen

  • Die seltsame Bezugsquelle

    Fangen wir mit dem negativen an, um danach beim positiven zu bleiben. Aufgrund einer echt schrägen Begegnung des Schweigens mit der Firma Bosswerk und Greenakku kann ich vom Importeur und Markenerfinder von LIONTRON nur zur Vorsicht mahnen. Mehrere Anrufe und 5 E-Mails blieben komplett ohne eine einzige erwähnenswerte Reaktion. Das war sehr seltsam, denn was passiert hier im Supportfall. Somit Augen auf bei er Bestellung.

    Wenn das Ergebnis in Google „wertung bosswerk“ im Jahr 2023 zu einer 2,9 Sterne Bewertung in 236 Rezensionen führt, dann spricht das Bände. An dem importierten und sehr guten Produkt LIONTRON kann es nicht liegen.

Wertung Bosswerk Google Suche
  • Die positive Bezugsquelle für DeepCPower Lithium-Batterien

    Zu der guten Nachricht. Es gibt auch das komplette Gegenteil davon, wenn es keine LIONTRON sein muss. Das ist die Firma CS-Electronic GmbH mit Sitz bei München. Preislich, qualitativ und eine Beratungskompetenz die als sehr gut zu bezeichnen ist.

    Ich habe Anfang November 2019 die 120 Ah Lithium-Batterie auf eigene Rechnung erworben. Ohne die Beratungskompetenz des Geschäftsführers Norbert Forster, wäre ich mit meinem Wissen nicht weiter gekommen. Mir fehlte zu diesem Zeitpunkt schlichtweg das Wissen. Doch der Reihe nach.

  • Falsche Verbrauchswerte im EBL-Display

    Der bei mir eingebaute EBL Nordelettronica NE-237 zeigt über 50% falsche Werte beim Stromverbrauch an. Wie in den Werken üblich, wird kein echter Mess-Shunt eingebaut.

  • Umbau an Batterie und Verbraucher brauchte keine Verbesserung

    Selbst ein vollständiger Umbau, sodass der EBL als einzigstes an der Lithium-Batterie hängt brauchte kaum Verbesserung.

  • Der tatsächliche Verbrauch ist eine wichtige Erkenntnis

    Die Anzeige vom EBL zeigt einen Ruhestromverbrauch von 0,3 Ampere (linkes Bild – rechte Hälfte). Das neue Bluetoothmodul des BMS (linkes Bild – linke Hälfte) der später eingebauten LIONTRON zeigt aber einen Stromverbrauch von 0,7 Ampere an. Das sind auf einen Tag hochgerechnet statt 7,2 Ampere nun 16,8 Ampere Stromverbrauch. Das sind pro Tag fast 10 Ampere Unterschied von denen ich bisher nichts wusste.

  • CS-Electronic und herausragender Service

    Durch falsche Daten an der Anzeige ging die Batterie nach 3 Monaten zurück. Mein grosser Dank geht an den Norbert Forster. Ohne seine Fachkompetenz und hochprofessionelle Beratung hätte ich das nie aufgedeckt. Die Batterien DeepCPower sind preislich sehr gut. Der Service noch besser und die Firma äusserst hilfsbereit.

  • Die positive Bezugsquelle für LIONTRON Lithium-Batterien

    Auf der Suche nach einer weiteren Bezugsquelle bin ich trotz aller Vorbehalte wieder über die LIONTRON gefallen. Diesmal über die Firma Bergische-Wohnmobile, wo ich über ein Telefonat mit dem Inhaber sichergestellt habe, dass hier sowohl die Beratungs- als auch die Servicekompetenz stimmt. Der erste Eindruck war im positiven Sinne beeindruckend anders und sehr professionell. Alles passte und ich bestellte sogleich diese Lithium-Batterie.

  • Schnelle Reaktion weil DHL nicht wollte

    Kleiner verschmerzbarer Wermutstropfen. Die Lieferung dauert 4 Tage, da DHL die Batterie seltsamerweise nicht transportieren wollte. Irgendwas ist immer. Eine Mitarbeiterin von Bergische-Wohnmobile kümmert sich schnurstracks darum und die Batterie ging sogleich mit DPD raus. Gut verpackt angekommen ging es auch gleich zum Einbau. Aber erst der Review der LIONTRON.

LIONTRON LiFePO4 12V 150Ah Lithium Batterie mit Smart Bluetooth BMS

Persönliche Erfahrung und Bewertung des Autors

Positives und Vorteile der LIONTRON

Die Batterie erfüllt seit mehreren Monaten äusserst zuverlässig alle meine grundlegenden Erwartungen.

  • Software und die Werte

    Die Software bietet vielfältige und sehr nützliche Informationen an.

    Übersicht der Ladezyklen, Spannung, aktueller Verbrauch in Ampere, Temperatur der Batterie, Ladezustand in %, Kapazität Total in Ah, Verbleibende Kapazität in Ah, Status Temperaturschutzprogramm, Historie Ladezustand, Historie Temperatur, Historie Strom, Historie Spannung, Seriennummer, Zellspannung, Herstellungsdatum.

  • Wartung und Ersatzteile der Batterie

    Aufschraubbar ist die Batterie im Falle einer defekten Zelle oder eines Problem mit dem BMS. Laut Hersteller werden bis zu 10 Jahre nach Produktion die Ersatzteile vorgehalten. Sehr positiv finde ich das die Zellen nicht verlötet und dadurch einzeln getauscht werden können. Bei einer Garantiezeit von 5 Jahren durchaus sinnvoll.

  • Energiedichte und Gewicht

    150 Ah brutto (ca. 135+ Ah netto) nutzbare Kapazität mit sehr ähnlichem Raumvolumen wie vorher bei der Blei-Batterie mit 100 Ah brutto (50 Ah netto) nutzbare Kapazität. Das ist mal ein Fortschritt. Gleiches gilt für das Gewicht. Siehe auch Tabelle oben.

  • Weitere Vorteile in der Tabelle

    Da ich euch nichts verkaufen will und auch nicht muss, möchte ich einfach auf die Tabelle oben verweisen, wo weitere Vorteile strukturiert sichtbar sind.

Negatives und Verbesserungspotenzial der LIONTRON

  • Die Software wird besser, sollte aber noch nachlegen

    Die App finde ich durchaus gelungen und funktioniert gut. In Bezug auf die Stabilität der App wurde es im Laufe des Jahres besser. Diese läuft noch nicht ganz rund.

  • Minus Temperaturen und das aufladen von Batterien passen nicht zusammen

    Achtung der folgende Absatz ist nur noch gültig, wenn es sich NICHT um die neue LX Arctic Version handelt. Siehe auch Details im Abschnitt Neue LIONTRON LX Arctic lädt bis -30 Grad Celsius

    Das folgende Problem ist nur bei Standzeiten der Batterie bei kleiner gleich 0°C zutreffend. Dieses Problem betrifft natürlich gleichermassen alle Blei- und Lithiumbatterien Hersteller. Insofern ist das ein fast schon generelles Problem der Batterie-Technologie.

    LIONTRON hält aber die eigenen Marketingaussagen nicht ein und daher ist es ihnen anzulasten. Der Hersteller gibt in der Beschreibung der Batterie folgendes an.

    Temperaturbereich (Ladung)* -10°C .. +45°C *Automatische Verringerung der Ladeleistung bei Temperaturen unter 0°C im Inneren der Batterie.

    Das ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht korrekt. Fakt nach mehrmaliger Überprüfung. Es geht unter 0 Grad weder mit Landstrom noch über die Solaranlage etwas in die Batterie. Das BMS verringert nach zuschalten des Landstroms bereits bei knapp unter 0°C binnen Sekunden den Ladestrom von 15,6 Ampere auf 0,0 Ampere.

    Positiv gesehen geschieht das alles zum Schutz der Batterie. Dennoch bleibt ein kleiner Nachgeschmack, wenn man Werbung damit macht.

Mein Fazit nach über einem Jahr im Einsatz

  • Die LIONTRON LI-SMART-LX-12-150 ist ein echtes Kraftpacket auf engsten Raum mit geringem Gewicht.

  • Bislang äusserst zuverlässig

  • Die App-Anbindung ist grundsätzlich ein Traum für die Darstellung des Stromverbrauchs.

LIONTRON LiFePO4 12,8V 150Ah LX; 1920Wh; > 3000 Zyklen bei 90% Entladungstiefe (DOD) mit BMS und...
  • Extrem Zyklenfest Sehr hohe Energiedichte Lange Lagerfähigkeit Lithium...
  • Leichtes Öffnen der Batterie durch Lösen von nur vier Schrauben. Kein...
  • Eins- zu eins mit Bleibatterien wie AGM oder Gel austauschbar, ohne Änderung...

Der Einbau der lithium Batterie im Wohnmobil oder Wohnwagen

Wie gestaltet sich der Einbau der Lithium Batterie im Detail. Vom Batterie-Poladapter, Batterie-Anschlussklemmen, dem EBL und Solarladeregler. Die Hersteller- und gelisteten camper.help Hinweise und Sicherheitsvorkehrungen sind in JEDEM Fall einzuhalten.

Letzte Aktualisierung am 6.10.2026 um 02:18 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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42 Kommentare

  1. Andrea 12.07.2025, 10:44 UhrAntworten

    Hallo. Muss man eigtl darauf achten, zwei Lithiumbatterien vom gleichen Hersteller zu nehmen? Oder ist das prinzipiell egal?

    • Flo 14.07.2025, 8:36 UhrAntworten

      Hallo Andrea,

      Vermutlich gibt es jede Menge Konstellationen, wo es andere Meinungen oder gar Fakten gibt. Ich gebe dir weiter, was ich darüber weiß.

      Im Wohnmobil ist es am besten, zwei Lithium-Batterien vom gleichen Hersteller und Modell zu verwenden. Idealerweise sollten sie auch gleich alt und gleich geladen sein. Der Grund – Unterschiedliche Batterien laden und entladen sich oft nicht gleichmäßig. Das kann zu Problemen führen, wie ungleichem Stromfluss, schnellerem Verschleiß oder sogar Fehlfunktionen.

      Auch die eingebauten Batteriemanagementsysteme (BMS) der Hersteller kommunizieren nicht miteinander. Verschiedene Zelltypen wie LiFePO4 sollten generell nicht miteinander kombiniert werden, ebenso wenig Batterien mit unterschiedlicher Kapazität oder Ladezustand. Wenn sich zwei unterschiedliche Batterien nicht vermeiden lassen, sollte man sie über ein Trennrelais, einen DC/DC-Wandler oder einen manuellen Umschalter betreiben. Aber niemals direkt miteinander verbinden. Ein Batterie-Balancer kann helfen, erfordert aber Fachkenntnis. Kurz gesagt. Gleiche Batterien sind die einfachste und sicherste Lösung und ehrlich gesagt würde ich mit dieser Anforderung immer einen Menschen mit Sachverstand hinzuziehen. Denn geschriebenes ist ganz schnell obsolet, wenn man vor Ort die Komponenten ansieht.

      Viele Grüsse

      Flo

  2. Andreas 30.03.2023, 14:37 UhrAntworten

    Hallo Zusammen.
    Der Artikel über den Austausch Blei vs. Lithium ist echt gut geschrieben – vielen Dank.

    Ich möchte meine Blei-Gel Batterien (2x80Ah) im Wohnmobil gegen LiFePo4 austauschen (2x100Ah).
    Kann ich meinen MPPT von CBE (PRS300) weiter verwenden (er besitzt eine Einstelling „Lithium“)?
    Kann ich meinen Lade-Booster (Schaudt WA 121525) weiter verwenden (er besitz eine Einstelling „Lithium“)?
    Kann ich das Ladegerät cbe 516-3 weiter verwenden, obwohl es keine Einstellung für Lithium gibt?
    Vielen Dank für ein paar Informationen.
    Beste Grüße
    Andreas

    • Flo 30.03.2023, 14:44 UhrAntworten

      Hallo Andreas,

      Tut mir leid, wir beraten gerne über Produkte, die wir auf camper.help vorstellen oder uns sonst bekannt sind. Das wird sonst so ein Fass ohne Boden und wir machen das ausschliesslich in unserer Freizeit.

      Diese Frage musst du auf Facebook in einem Forum oder in eine Fachwerkstatt geben.

      Danke dir.

      Viele Grüsse

      Flo

      • Andreas 30.03.2023, 15:03 UhrAntworten

        Danke für die schnelle Reaktion.
        Ich kann verstehen, dass ihr das nicht machen könnt, war aber einen Versuch wert.
        CBE kommt nicht „um die Ecke“ und auch andere Händler der genannten Marken hüllen sich in Schweigen.
        Ich werde wohl nicht umhin kommen in eine „Fachwerkstatt“ zu gehen, die mir dann das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
        Nochmals Danke und einen schönen Tag.
        Andreas

        • Flo 30.03.2023, 15:47 Uhr

          Gerne. Ja leider ist der Markt so komplex und kenne dein Problem mit Hersteller nur zu gut. Stichwort „Stunden für die Katz“. Viel Erfolg und beste Grüsse. Flo

  3. Michael 07.02.2023, 16:23 UhrAntworten

    Wie immer sehr fundiert und fachlich großartig aufbereitet. Zu den genannten „Fallstricken“ wäre vielleicht noch ein Wort zum möglicherweise bereits installierten Wechselrichter zu verlieren. Es kann Dir leider passieren, dass der Wechselrichter nicht kompatibel ist und die gesamte Stromversorgung beim Einschalten zusammen bricht.

    • Flo 08.02.2023, 9:37 UhrAntworten

      Hallo Michael,

      Mir ist durchaus klar, dass du diese Erfahrung gemacht hast und dennoch kann ich den Gehalt deiner Zeilen nicht überprüfen.

      Wir versuchen bei camper.help immer eigene, oder mehrheitlich gültige Erfahrungswerte, oder zweifelsfrei validierte Eigenschaften zu dokumentieren.

      Ich habe schon dutzende Einbauten erlebt, wo Einbaufehler und nicht Komponentenfehler die Ursache waren. Daher bin ich mit allgemein gehaltenen Warnungen sehr zurückhaltend.

      Erst wenn nachgewiesen ist, dass Produkt Nr. X mit Produkt Nr. Y nicht harmoniert, ist es als Fakt auf camper.help zu finden. Das mag zwar nicht in jedem Fall zweifelsfrei zutreffen, aber ist einer unserer Grundsätze.

      Die Kommentare sind davon befreit, sodass jede Stimme auch gelesen und beachtet werden kann. Ich hoffe ich konnte dir erläutern, warum ich deine Erfahrung nicht als Fakt in dein Beitrag übernehmen kann.

      Viele Grüsse

      Flo

  4. Dieter 04.01.2022, 8:50 UhrAntworten

    Moin,

    ich möchte nochmals auf das generelle Ab und Anklemmen von Batterien hinweisen.
    Beachtet ALLE die Hinweise von Florian!!!
    Ich habe mal zum Spass eine alte, ausgesonderte Batterie kurzgeschlossen und kann froh sein, dass ich noch lebe oder nicht erblindet bin.
    Es hat damals in Sekundenbruchteilen alle Stöpsel aus der Batterie herausgeschossen und ich hatte Glück, dass sich das Kabel nicht festgeschweißt hat. Sonst wäre die Batterie mit Sicherheit explodiert.
    Das ist kein Spass! Das habe ich wirklich erlebt.
    Legt auch bitte jeden Schmuck ab. Ringe, Halsketten und Metalluhrbänder können zu lebensgefährlichen Instrumenten werden.
    Noch ein reales Erlebnis aus meiner Bundeswehrzeit:
    Feldwebel Superschlau will eine Batterie abklemmen und schraubt zuerst den Pluspol ab. Dabei kommt er mit seinem Ehering an den Fahrzeugminus und zack – war der Finger durch den Kurzschlussstrom zwischen Plus, Gabelschlüssel, Ring und Fahrzeuggehäuse bis auf den Knochen weggekokelt.
    Das Argument: Sind ja nur 12 Volt hat mit der Leistung die dahintersteckt nichts zu tun!!

    Grüße
    Dieter

    • Flo 04.01.2022, 10:26 UhrAntworten

      Hallo Dieter,

      ja das ist alles korrekt und (Lebens)wichtig was du schreibst. Ich habe sogar deine Anmerkung mit Schmuck im entsprechenden Beitrag abgedatet.

      Vorbereitungen und Sicherheitshinweise

      Ringe, Halsketten und Metalluhrbänder ablegen. (Danke für den Hinweis von Dieter)

      https://camper.help/der-einbau-der-lithium-batterie-im-camper/

      Vielen Dank.

      Viele Grüsse

      Florian

  5. Rolf 04.12.2021, 14:25 UhrAntworten

    Hallo Florian, ich bin Wohnmobilist und habe erstmals im neuen Wohnmobil 3 AGM-Batterien mit insges. 330 AH im Einsatz. Geladen werden sie entweder mit Solar oder über 220 Volt. Die Ladespannung liegt bei 14,4 Volt. Ohne Ladespannung fällt die Endspannung der AGM-Batterien immer auf 12,8 Volt zurück. Das kenne ich aus der Nutzung der Blei Säurebatterien im alten Wohnmobil nicht. Da standen dann mindestens 13,8 Endspannung zur Verfügung. Wie hoch ist die Endspannung von Lithiumbatterien? Wenn die auch bei 12,8 Volt sind, lohnt sich für mich die Umstellung nicht. Ich frage mich auch, welche Stromquellen unter 12 Volt noch funktionieren. Viele Grüße Rolf

    • Flo 04.12.2021, 17:16 UhrAntworten

      Hallo Rolf,
      Du wirst vom System keine automatische Nachricht bekommen, da dein Mailserver diese nicht zustellen konnte.
      Mit deiner Frage könnte ich einen ganzen Beitrag füllen. Ich versuche es mal kurz zu halten, weil meine Freizeit gerade echt knapp ist. Bei AGM- und Bleibatterien hast du kein grosses Batteriemangementsystem. Das BMS von Lithiumbatterien – in diesem Fall der Liontron – liefert immer andere mehr lineare Spannungswerte. Bei Blei- und AGM hast du in der Regel deutlich degressive Linien. Müsste man mal in einem Excel vergleich, aber ich habe keine Praxiswerte aus der damaligen Zeit mit der Bleibatterie. Ich habe mal schnell von der Liontron von ca. 50 Screenshots ein paar ausgewählt. Die 4 Zellen der Lithiumbatterie liefern beispielsweise insgesamt bei
      100% = 13,78V
      92% = 13,73V
      84% = 13,40V
      67% = 13,14V
      56% = 13,09V
      45% = 13,08V
      36% = 13,02V
      15% = 12,77V
      Die Werte sind ohne 220V Spannung anliegend, aber mit Sicherheit liefert bei dem ein oder anderen Wert die Solaranlage an. ggf. für dich eine Richtung, die du für dich bewerten kannst. Mehr kann ich leider zeitlich gerade nicht als Antwort geben.
      Viele Grüsse.
      Flo

      • Rolf 04.12.2021, 18:27 UhrAntworten

        Hallo Flo,
        danke für deine schnelle interessante Antwort. Leider bringt sie mich nur bedingt weiter, denn mich interessiert ja die Endspannung einer vollen Lithiumbatterie ohne jede Ladung. Auch meine AGM-Batterien haben mit der Solarladung
        hohe Voltzahlen, jedoch wenn es dunkel wird, funktioniert mit den 12,8 Volt meine Sat-Anlage nicht. Deshalb möchte
        ich ja umsteigen. Aber wenn Lithium den gleichen Wert bringt, lohnt sich diese hohe Investion nicht. Nochmals danke
        für deine Mühe.
        Viele Grüße vom Rolf

        • Flo 04.12.2021, 21:04 Uhr

          Hallo Rolf,

          Dein Satz … „Aber wenn Lithium den gleichen Wert bringt..“ ist wohl ein Missverständnis. Welchen gleichen Wert? Bei 15% Restkapazität (also 85% verbraucht) bringt eine Lithium noch 12,77 Volt. Ich bin mir nicht sicher, was du aus meiner Antwort herausliest, aber 100% heisst 100% Kapazität der Batterie.
          Ich selbst würde aber erst mal die Sat-Anlage auf den Prüfstand stellen, als in 1500 Euro in eine Batterie zu investieren. Das die bei 12,8 Volt schon aussteigt, ist auch nicht normal. Viel Erfolg.

          Viele Grüsse

  6. anne jordans 27.11.2021, 16:45 UhrAntworten

    hallo florian, mein freund möchte unbedingt wissen, bis wieviel minusgraden eine agm batterie im wohnmobil kastenwagen verbleiben kann, der strom wäre durchgehend vorhanden – kannst du mir darauf vllt. eine antwort geben?
    herzliche grüße – anne

    • Flo 27.11.2021, 16:57 UhrAntworten

      Hallo Anne, eine Aussage über ALLE AGM Batterien lässt sich leider nicht tätigen. Daher musst du im Datenblatt deiner Batterie nachsehen. Bei grösseren Minustemperaturen (meist zwischen -10 Grad und -20 Grad dürfen diese nicht mehr am Strom hängen und geladen werden. Allerdings sind AGMs hier deutlich besser im Minusbereich als Blei- oder Lithiumbatterien. Bei diesen ist oft schon um den Gefrierpunkt Schluss. Alles – je nach Hersteller – anders. Viele Grüsse. Flo

      • anne jordans 27.11.2021, 17:12 UhrAntworten

        hallo florian,
        ganz lieben dank für die schnelle antwort :-)
        lg anne

  7. Sven 23.09.2021, 13:28 UhrAntworten

    Hallo Florian! Unsere Gelbatterie tritt nach 8 Jahren langsam ab und ich favorisiere die 150Ah LIONTRON als Ersatz. Meine Büttner-Geräte (MT 1260 Ladegerät und MT-MPP 225 Solarregler) haben noch keine Einstellungen für LiFePO4, wenn ich es richtig verstehe, ist das für die LIONTRON aber auch nicht nötig. Der Teufel scheint aber im Detail zu stecken. Büttner hilft nicht weiter, sie möchten lieber ihre eigenen Lithium-Akkus (und dazugehörigen Ladegeräte) verkaufen, aber immerhin finden sich in den Anleitungen die Ladekurven. Kann man mit denen und den Infos von LIONTRON eine Abschätzung machen, ob es wahrscheinlich oder wenig wahrscheinlich funktionieren wird? Alternativ: Wenn die Batterie drin ist, braucht es einen ganzen Ladezyklus oder nur ein paar Minuten um zu sehen, ob das was wird? Und wie sieht es mit der Lichtmaschine aus: Braucht es hier zwingend einen Booster oder kann man auch direkt von der Ducato-Lichtmaschine auf die Batterie? Vielen Dank für die Tipps!

    • Flo 23.09.2021, 14:16 UhrAntworten

      Hallo Sven, ja das kommt mir durchaus bekannt vor. Fernberatung würde ich gerne erst anhand dieses Beitrags machen. https://camper.help/der-einbau-der-lithium-batterie-im-camper/
      Da sind im Prinzip eine Menge deiner Fragen beantwortet. Im Prinzip hilft das Rückgaberecht nach Fernabsatzgesetz, falls wieder erwarten die Büttnergeräte nicht wollten. Habe bislang aber noch nicht einen Fall in meinem Dunstkreis, wo das Blei- bzw. Gelprogramm nicht funktioniert hätte. Du wirst aber einen vollen Ladezyklus abwarten müssen, um die Ladeentspannung zu kontrollieren.
      Viel Erfolg. Viele Grüsse. Florian

      • Sven 23.09.2021, 22:54 UhrAntworten

        Vielen Dank für deine Antwort, Florian! Dann werde ich diese Kombination mal mit gezücktem Multimeter ausprobieren. Den Absatz über Booster hatte ich völlig übersehen, unser Euro 5 müsste demnach ohne zurechtkommen. Falls nicht, hätte es aber immerhin Platz für einen Booster, da die LiFePO4 einiges kleiner als der Gelklopper ist. Ich poste meine Erfahrungen dann hier, falls später jemand mit älteren Büttner-Ladern vor derselben Entscheidung steht.

        • Flo 24.09.2021, 9:13 Uhr

          Gute Idee Sven, denn diese Frage stellen sich sicherlich viele. Es geht nichts über Praxiserfahrung. Viel Erfolg und bis bald.

        • Sven 24.09.2021, 20:50 Uhr

          Hallo Florian, ich sehe gerade diesen Hinweis von LIONTRON: „Grundsätzlich sollten nur Batterien desselben Typs … parallelgeschaltet werden. … Für die kombinierte Nutzung mit Blei-Starterbatterie empfehlen wir ein geeignetes B2B-Ladegerät (auch Ladebooster genannt). Dieser ermöglicht eine optimale Ladung der LiFePO4 Batterie durch die Lichtmaschine ohne eine direkte Verschaltung von Blei- und Lithiumbatterie.“ Ob wohl ohne Booster was übern Jordan gehen kann oder es im schlimmsten Fall einfach nicht richtig lädt?

        • Flo 24.09.2021, 22:53 Uhr

          Hallo Sven, ich kann dir leider nicht ganz folgen. Willst du 2 Batterien parallel schalten? Vermutlich ist es mir heute einfach zu spät zum denken. Viele Grüsse. Florian

        • Sven 25.09.2021, 14:14 Uhr

          Hallo Florian, nope, mir reichen 150Ah von der LIONTRON für Verbraucher. Ich interpretiere den Hinweis so, dass ohne Ladebooster die Starterbatterie und die Verbraucherbatterie parallel an die LiMa geschaltet ist. Allerdings bin ich gerade erst daran, die Verkabelung in meiner Rollwohnung zu entschlüsseln, denn da ist eine nicht sonderlich gut dokumentierte NE 202 (Nordelettronica) verbaut, auf der auch das Trennrelais sitzt: https://ibb.co/qB6hr8y

        • Sven 29.09.2021, 15:49 Uhr

          Die Batterie ist nun eingebaut und wird geladen, soweit sieht es ganz gut aus. Gerade eben hat sie laut App 99% erreicht (161.17Ah von 161.97Ah), trotzdem pumpt das Ladegerät weiterhin um die 60A bei 13.65V rein. Warm wird die Batterie nicht, ich frage mich aber schon langsam, wo die ganze Enrgie hingeht, sind ja doch gut 800W. Kann es sein, dass bei einer neuen LIONTRON das BMS sich erst kalibrieren muss? (Ich habe einem Hinweis in der Doku folgend mal den Ladestrom auf knapp 40A gekappt – das Ladegerät hat einen „silent mode“ – und beobachte weiter.)

        • Sven 29.09.2021, 21:12 Uhr

          Kurze Zeit später hat die Batterie auf „100% geladen“ gewechselt und dann nur noch ab und zu Zellen balanced, mit immer grösseren 0A Pausen dazwischen. Sieht also gut aus soweit. Da meine Freundin nicht fährt, kann ich dank der App erstmals sehen, was während der Fahrt so passiert. Interessant ist, dass auf der Autobahn der Kühlschrank (max 170W bei 12V) manchmal an die 100W aus der Batterie zieht, dabei sollte die LiMa doch locker genug liefern. So oder so, Platz für einen B2B (Ladebooster) hat’s jetzt mehr als genug. :-)

        • Flo 29.09.2021, 21:48 Uhr

          Sorry, diese Nachricht, habe ich zu spät gelesen. Sieht so aus als hätte das BMS tatsächlich zwischen den Zellen geschifftet. Ist mir bei mir anfangs so nicht aufgefallen.

        • Flo 29.09.2021, 21:34 Uhr

          Hi Sven, Das Ladegerät hat eine Ladespannung von 13,65 V? Das wäre ganz falsch, denn das läge sogar unter der Erhaltungsspannung von 13,8 V. Die Ladeschlussspannung muss 14,4 Volt betragen, sonst wird deine Liontron nie voll. Da die Hersteller ständig am BMS drehen, wird dir kaum jemand genaues sagen können, ausser der Hersteller. Bitte wende dich mit deinen Parametern an Liontron, falls sich das Problem nicht löst. Normal klingt das nicht und ich würde die Batterie nicht unbeaufsichtigt laden lassen. Viel Erfolg. Viele Grüsse. Flo

        • Sven 30.09.2021, 0:25 Uhr

          Hi Florian. 13.65V hat die App angezeigt (entspricht der Summe der Zellen), das Ladegerät hat aber schon mit 14.4V geladen. Ich habe es eben nochmals getestet: 2h Verbraucher an der Batterie und Ladegerät aus, danach Ladegerät an. Multimeter und Batteriecomputer zeigen beide 14.4V (Spannung an den Polen), die App weist dagegen rund 13.9V aus mit dem Hinweis „the battery cells are not in balance, don’t worry…“

        • Flo 30.09.2021, 8:18 Uhr

          Hallo Sven. Aso, das war missverständlich „Ladegerät weiterhin um die 60A bei 13.65V rein“. So kommt es schnell zu Missverständnissen. Bis denne.

  8. Pedro 13.05.2021, 19:56 UhrAntworten

    Hallo Florian.
    Ich habe gerade deine Ausführungen gelesen. Habe allerdings nicht ganz verstanden, wo das Problem bei der CS-Batterie gelegen hat. Diese würden bei mir von den Massen her besser passen. (Höhe) bei 2 x 200 Ah.
    Danke für deine Info.

    Gruss Pedro

    • Flo 14.05.2021, 9:20 UhrAntworten

      Hallo Pedro,
      den Beitrag würde ich mittlerweile sogar etwas umformulieren. Ich selbst bin mittlerweile ein absoluter Fan der App-Anbindung geworden, denn wir haben keinen Mess-Shunt.
      Grund 1: Ohne Mess-Shunt oder App-Anbindungen würde ich den Blindflug mit dem Batteriefüllstand nicht mehr machen wollen.
      Grund 2: Im Winter war es sehr wichtig über den Stromverbrauch und den eingespeisten Solarertrag Bescheid zu wissen. Merke. Die Batterie geht meistens Nachts leer ;-)
      Grund 3: Bei Minustemperaturen bis knapp 2-3 Grad stoppen bzw. verzögern die BMS von Lithiumbatterien in der Regel den Ladevorgang. Das möchte ich sehen, sonst heisst es heizen beim Ladevorgang.
      Grund 4: Ob Mess-Shunt mit Batteriecomputer oder App-Anbindung ist eigentlich egal. Ich möchte schlichtweg sehen, ob die Batterie tatsächlich voll ist.
      Ich hoffe das hilft dir weiter.
      Viele Grüsse. Flo

  9. Silvio Zaccaron 26.04.2021, 9:14 UhrAntworten

    Sehr geehrter Florian
    Habe eben den Text über die Lithium Batterien gelesen. Bin total überrascht, bezüglich der Informationstiefe. Bravo !
    Es gibt leider noch eine Anmerkung. Die Brandgefahr von Lithium Ionen Batterien !
    Sehr beruhigend ist grundsätzlich die Lade- / Entladeüberwachung. So sollte eigentlich nix schiefgehen…
    In der Schweiz ist man daran ein Merkblatt zu erstellen. Hier geht es um Brandabschnitt usw., im Zusammenhang mit diesen Batterien.
    Es geht um Sicherheit bei dem Betrieb und Brandschutz.
    Vielleicht mehr später mal. Oder schon heute: Infos vom Elektronik – Kompendium.de
    Alles liebe
    Silvio

    • Flo 26.04.2021, 17:07 UhrAntworten

      Hallo Silvio, ja die Infos sind wichtig, daher etwas ausführlicher. Freut mich immer wenn es jemanden gefällt. Wenn Infos zum Thema passen kann ich diese durchaus dazu packen. Viele Grüsse. Flo

  10. Dominic 26.09.2020, 14:49 UhrAntworten

    Danke für den Einblick!
    Auf dem Markt gibt es ja mittlerweile auch einige sehr günstige Lifepo4 Akkus die von der Preis/Leistung erstmal sehr verführerisch wirken. 100AH LiFePo4 mit BMS gibts bei Aliexpress mit guten Bewertungen und teilweise EU Warehouse schon für 300-350€ und „man hört“ immer wieder das die Cellen aus den gleichen Fabriken stammen wie Liontron und Co. Was haltet ihr von solchen Akkus? Dem BMS würde ich wohl nicht trauen und da vielleicht was externes nehmen. Sind Liontron und Co so viel besser das sie den doppelten bis dreifachen Preis rechtfertigen?

    • Flo 26.09.2020, 23:42 UhrAntworten

      Hallo Dominic,

      Das Gerücht höre ich auch immer wieder, aber wo sind die Fakten dazu? Ein Foto einer Rechnung und einer aufgeschraubten über Aliexpress bestellten Batterie und ein Bild von den Zellen mit dem Produktionsort. Dann könnte man vergleichen. Immer diese Gerüchte in den Facebook-Foren, aber niemand ist bereit diese Fakten zu liefern. Es ist eine nicht allzu grosse Chance auf Richtigkeit.

      Mit Einfuhrabgaben sind es sicherlich 430 – 450 Euro und natürlich immer noch lukrativ. Ich selbst wäre nicht dazu bereit für diese Ersparnis etwas so undurchsichtiges zu kaufen. Aber ich bin diesbezüglich nicht der Massstab, von daher rate ich dir auch nicht ab. Vielleicht bist du dann der erste, welcher genau diese Details von oben liefern kann ;-) Vorausgesetzt die Batterie ist zu öffnen.

      Ob der Preis im Vergleich gerechtfertigt ist, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Da müsstest du einen Profi aus einer Fachwerkstatt fragen, welcher die richtige langjährige Erfahrung mit vielen der unterschiedlichen Produkte hat.

      Viele Grüsse

      Florian

    • Ade 04.12.2020, 23:02 UhrAntworten

      Zuerst einmal, eine China Batterie wäre mir zu gefährlich. Man kann Glück oder auch Pech damit haben. Aber ich stand auch vor der Frage, welchen Batterie Typ ich verbaue. Da ich nicht aufs Gewicht achten mußte, war es eher eine Sache des Geldes. Eine gute LiPO Batterie mit 100Ah kostet knapp 1000€. Ein passender Solarregler kann auch noch dazu kommen, was natürlich auch bei AGM passieren kann. Meine beiden VARTA AGM Batterien zu je 95Ah kosteten zusammen ca. 320€. Die Lithium Batterien müssten also 3x solange halten, was bei schlechter Qualität und Pflege der Bleibatterien leicht passieren kann. Ich will sie gut pflegen und habe mich zu der günstigeren Anfangsinvestition entschieden.

  11. Hans Ihlenfeldt 07.07.2020, 6:54 UhrAntworten

    Hallo, aufmerksam habe ich den sehr guten Artikel über Lithium Batterien gelesen:
    Von der Blei- zur Lithium Batterie im Camper – Vor- und Nachteile | camper.help

    Vor 1 Jahr habe ich, nach vielem Ärger mit Bleibatterien, eine Lithium Batterien einbauen lassen.
    Im Vorfeld habe ich viel gelesen, war verunsichert, habe mich nicht getraut selbst einzubauen. Auch alleine schon wegen der Steuerung. 

    Zufrieden bin ich mit Camping Heller in Zülpich. Eingebaut wurde eine Liontron Lithium LiFePO4 LX 12,8V 150Ah.

    Heute weis ich, alle Bedenken waren umsonst. Sowas von einfach zu montieren – ich würde jedem raten es selbst zu machen.

    1. Ausmessen – größere Höhe beachten
    2. Blei raus Lithium Batterien anschrauben
    3. EBL muss laut Anleitung des Batterieherstellers umgestellt werden
    4. Eventuell auch der Solarregler
    5. Lithium Batterien aufladen nach Herstellerangabe
    5. Die App herunterladen

    Und siehe da ohne weitere Steuerung sendet die Lithium Batterien die Daten an das Hany. Einfach genial. 

    PS: WOMO Hersteller verlangen exorbitant hohe Preise. Finger weg bei Neukauf – Standard Bleibatterie bestellen. Ausbauen – verkaufen und 150 Ah oder größere Lithium Batterien einbauen.

    Liebe Grüße
    Hans

  12. Franz Berger 21.06.2020, 12:37 UhrAntworten

    Hallo Florian,
    auf der Suche nach Informationen für den Pössl 2Win bin ich auf deine Seite gestoßen. So ganz kommt es bei deine Artikel für mich nicht ganz raus. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du jetzt 1x 120 AH und 1x 150 AH Lithium Batterie verbaut. Meine Frage kann man 2x 150Ah Lithium in den Pössl 2 Win verbauen vom Platz her. Des weiteren würde mich Interessieren wieviel Platz am Dach eines Pössl 2 Win ist. Könnte man da 2x 150Wp Solarmodule verbauen und trotzdem noch hinten eine Dachklima und eine Sat installieren? LG Franz

    • Flo 21.06.2020, 15:20 UhrAntworten

      Hallo Franz, ich kann dir heute nur mobil antworten. Der Christoph ist unser Pössl-Fahrer. Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, hat er 2x AGM + 2 Solarmodule. Kennst Du seinen Beitrag schon? Vielleicht gehen aus seinem Beitrag viele Antworten hervor. https://camper.help/wohnmobil-christoph/ Ansonsten melde dich nochmal. Viele Grüsse. Florian

  13. Andreas 06.05.2020, 22:17 UhrAntworten

    Hallo Florian, super, vielen Dank für Deinen sehr informativen Artikel!

    ich habe in meinem neuen Wohnmobil von Nordelettronica das Ladegerät NE287 21A, und den EBL NE355_S verbaut. Einen Temperatursensor kann man ja am NE287 anschliessen, ist aber aktuell nicht vorhanden. Du schreibst dass Du auch das NE 287 hast und damit die Liontron lädst.
    Funktioniert das wirklich oder habe ich da etwas falsch verstanden? Muss man am EBL etwas umstellen, habe gelesen dass man auf Bleibbatterie umstellen soll und nicht auf AGM.

    Zudem habe ich noch ein MPPT 75/15 Solarregler. Meinst Du ob ich den an den EBL anschliessen und die Liontron laden kann?

    Vielen Dank wenn Du Deine Erfahrung teilen kannst!

    Gruss, Andreas

    • Flo 07.05.2020, 11:09 UhrAntworten

      Hallo Andreas,
      ich bin kein zertifizierter Elektriker und darf dir keine Anleitung geben. Gerade in Sachen Elektrik ist eine Validierung durch einen Fachmann verbindlich. Eine unverbindliche Meinung habe ich dennoch.
      Ich habe den NE-237 das macht aber in diesem Fall keinen wesentlichen Unterschied. Du stellst wie beschreiben auf Blei um. Prinzipiell ist der Victron MPPT 75/15 für Lithium / LiFePO4 Batterien geeignet und umschaltbar.
      Viele Grüsse. Florian

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