In den letzten 10 Jahren hat uns unser Wohnwagen an vielen schönen Flecken dieser Erde behaglichen Unterschlupf gewährt. 10 Jahre verbrachten wir wunderschöne Sommer- und Pfingsturlaube in Italien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Kroatien und Österreich. 8 Jahre stand unser Wohnwagen im Winter im Zillertal auf dem Campingplatz Hell. Mal eben übers Wochenende in die Berge fahren, Wellness und Skifahren … es war eine traumhafte Zeit.

Unsere Kinder sind größer geworden und die Zeit mit den Eltern in den Urlaub zu fahren, geht langsam dem Ende entgegen. Ein natürlicher Prozess, der uns nun auch ereilt. Trotzdem wollen wir der Art Urlaub zu machen treu bleiben: ungezwungen, spontan, sich treiben lassen, Entdecker zu sein, die Nähe zur Natur zu genießen.

Da wir die nächsten Jahre eher zu zweit unterwegs sein werden, lagen in unserer Prioritätsliste Kompaktheit, Komfort und Mobilität ganz weit vorne. So schieden große Wohnmobile für uns eher aus, da wir unser neues Fahrzeug auch gerne mal für Städtetouren und als Zweitauto nutzen wollen. Letztendlich wurde es ein Pössl 2Win Plus auf Citroën Jumper Basis … und mit einem Jahr Erfahrung kann ich sagen: Die für uns perfekte Wahl.

Unser Pössl 2Win Plus

Im Internet stießen wir auf die Firma Schrempf & Lahm in der Nähe von Rosenheim, der eine Kastenwagen-Herbstmesse veranstaltete. Eine große Auswahl an verschiedenen Kastenwagen-Modellen und kompetente Beratung überzeugten uns. Bei einem italienischen Mittagessen ließen wir uns das Ganze nochmal durch den Kopf (oder war es der Magen ;-)) gehen und fuhren kurzentschlossen nochmal hin. Was soll ich sagen … Modell ausgewählt (wir hatten 2 in der engeren Auswahl), Ausstattung und Sonderzubehör ausgesucht und die Finanzierung klar gemacht … so schnell kann es gehen ;-).

Folgendes Modell und Zubehör haben wir gewählt:

Ausstattung Fahrzeug

  • Pössl, D-LINE, 2WIN PLUS

    Dieser Grundriss hat uns letztendlich am meisten zugesagt:

    • Abgeschlossener Badbereich mit Außenfenster (praktisch im Sommer die Dusche nach außen führen zu können)
    • Querbetten bei einer Fahrzeuglänge von 6 Metern schaffen mehr Platz in Küche und Wohnbereich (unbedingt probeliegen, ob die Bettlänge ausreichend ist, auch der Einstieg ins Querbett ist nicht jedermanns Sache)
    • Kleiderschrank ist im Gegensatz zu den Summit-Modellen leichter erreichbar
  • Plus Paket

    Jedes für sich vielleicht nicht zwingend erforderlich, im Paket dann aber doch mehr Komfort und Sicherheit … wir würden es wiederbestellen:

    • Klimaanlage im Fahrerhaus
    • Softlock Schliesshilfe Schiebetür
    • Fahrerhausverdunklung
    • Sicherheitssysteme (ESP, ABS, elektr. Wegfahrsperre, Traktion+), Zentralverriegelung
    • Tempomat
    • Seitenspiegel elektr. verstell- und beheizbar
    • LED-Tagfahrlicht
  • Heavy-Paket

    Da wir südlich von München wohnen und wir bei unseren Reisen regelmäßig über oder in die Alpen fahren fühlen wir uns mit dem Heavy-Fahrwerk wohler … ist aber eine sehr subjektive Einschätzung

    • Stärkere Bremsen
    • Möglichkeit der Auflastung auf 4,2 Tonnen (höhere Achslast), höhere Reserven
    • aber auch: ca. 40 kg höheres Gewicht als Light-Version
  • Schiebefenster hinten auf Beifahrerseite

    Eine Empfehlung von unserem Händler. Sonst ist dort ein Ausstellfenster und hochgradig gefährdet, wenn man die Schiebetür mit Schwung öffnet …

  • Fahrradträger STADA Atrea DL3 für Anhängerkupplung

    Unser Szenario: 2 EMTB sollen auf dem Träger Platz finden und dieser soll auch das Gewicht der Bikes verlässlich tragen können

    • Grundvoraussetzung: Anhängerkupplung ordern (in unserem Fall wurde es eine abnehmbare)
    • Der Träger lässt sich nach hinten abkippen und mit ein wenig Druck mit dem Fuss auf den Träger kann auch die Hecktüre geöffnet werden
    • Der Träger ist abnehmbar und lässt sich ggf. auch auf einem 2ten Auto nutzen (Kennzeichenwechsel!)
    • Im Vergleich zu einem Hecktürenträger
      • deutlich leichteres Aufladen der EMTB durch niedrigere Position
      • Schonung der Türschaniere, da das Gewicht von Träger und EMTB nicht auf ihnen lastet
  • Markise

    Bei uns eine Thule Omnister 3,75. Unser Händler hat diese so angebracht, dass Regenwasser nicht durch die geöffnete Schiebetür ins Wageninnere gerät. Zum zweiten ist die Markise als Schattenspender im Sommer unverzichtbar. Je nach Sonnenstand liefert die Markise nicht immer den gewünschten Schatten. So haben wir uns noch die Thule Sun Blocker G2 Front gegönnt.

  • Rückfahrkamera

    Auch ein Zubehör, welches ich nicht missen möchte. Schaltet sich in unserem Navireceiver automatisch ein, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird.

Ausstattung Innenraum

  • Bettverbreiterung für Sitzgruppe

    Kostet nicht allzu viel und hatten wir auch schon öfters im Einsatz … ab und an kommen die Kinder doch noch mit. Ist dann zwar etwas Umbauarbeit, aber 3 Leute können so bequem im Pössl schlafen … 4 Leute wäre sehr grenzwertig.

  • Elektropaket und USB-Steckdosen

    Steckdosen und USB-Steckdosen kann man nicht genug haben … unbedingt mitbestellen

Ausstattung Technik

  • Truma CP Plus und Duo-Control CS

    Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, warum wir dieses Zubehör wieder bestellen würden. Auch im Wohnwagen hat uns dies wertvolle Arbeit verrichtet

    • Ist die eine Gasflasche leer, übernimmt automatisch die 2te … ich sag nur Winter und Heizung.
    • Anzeige, dass eine Gasflasche leer ist
    • Der integrierte Crashsensor erlaubt den Betrieb der Gasanlage auch während der Fahrt, da er den Austritt von Gas bei einem Unfall verhindert. Sonst müssten die Flaschen während der Fahrt verschlossen werden.
  • Navigation & Entertainment

    Neben der Markise und der Rückfahrkamera bot uns der Händler im Paket auch ein Navigationssystem von Kenwood an: DNX 450 TR. Mit dem Gerät wurden wir aber nicht glücklich:

    • ständig abbrechende Bluetoothverbindung (auch bei dem Austauschgerät)
    • Gerät schaltete sich während der Fahrt aus und ein (auch bei dem Austauschgerät)
    • schlechte Routenführung – teils über nicht passierbare Nebenstraßen trotz Wohnmobilprofil
    • schlechter Blickwinkel … man musste den Kopf stark zur Mitte neigen, um auf dem Bildschirm etwas erkennen zu können.

    So flog das Gerät nach einem halben Jahr raus und wurde durch ein Kenwood DMX7017DABS ersetzt. Da wir mittlerweile über Android-Auto navigieren, benötigten wir keine integrierte Navigation mehr. Mit diesem Gerät sind wir bisher sehr zufrieden. Auch rausgeflogen sind die Orginallautsprecher in Tür und A-Säule und wurden ersetzt durch Eton UGFIAT-F21 – Fiat Ducato Lautsprecher Upgrade – Set. Beides haben wir bei ars24 bestellt … faire Preise, guter telefonischer Service und schnelle Lieferung. Dort zu finden auch ausführliche Einbauvideos.

  • Solaranlage,  Wechselrichter und Batteriecomputer MT 5000 iQ

    Wir wollten strom-seitig möglichst autark sein und auch unsere beiden EMTB sollten unterwegs geladen werden können. So haben wir folgende Anlage installieren lassen

    • 2 Büttner MT SM 90 CIS Module (180 Wp, 720 Wh / Tag, 10,96 A): Für unsere Anforderungen die bessere Wahl als mono-kristallinen Module, zwar teurer aber weniger empfindlich bei Teilabschattungen und schrägem Sonnenstand
    • 2te AGM Aufbaubatterie 12V 95 Ah
    • Büttner Wechselrichter MT600SI-N inkl. 2 Steckdosen (wurde bei uns in dem Bodenfach unter dem Tisch montiert, das Bedienteil zum Ein- und Ausschalten kann man mit einem Verlängerungskabel auch an einer besser erreichbaren Stelle montieren, bei uns war neben den anderen Panels über der Schiebetür noch Platz). Der Wechselrichter erlaubt den Betrieb von 230V-Endgeräten, wie z.B. unsere EMTB-Ladegeräte.
    • Büttner Batteriecomputer MT 5000 iQ (auch dieser fand noch Platz über der Schiebetür)
      • Anzeige von Ah absolut und %, aktueller Verbrauch, Ladeleistung, noch verfügbare “Stromreichweite”
      • Temperaturanzeigen (aktuell, min. max)
      • Datum, Uhrzeit

    Fazit nach einem Jahr: Landstrom haben wir bisher nicht gebraucht, auch für das Aufladen der EMTB reicht die Größe der Solaranlage. Eine für uns sehr lohnende Investition.

  • Truma iNet Box und Level Control

    Diese Funktion haben wir bei unserem Wohnwagen immer vermisst. Wie schön wäre es gewesen, die Heizung von zu Hause aus zu starten und dann bei der Ankunft einen bereits mollig vorgewärmten Wohnwagen vorzufinden. Aber Truma sei Dank können wir dies jetzt in unserem Pössl nutzen und uns auch anzeigen lassen, wie es um unseren Gasvorrat bestellt ist

    • iNet Box von Truma (wurde bei uns im Hochschrank über der Küche montiert)
    • Kommunikation läuft über Bluetooth sobald man mit seinem Handy in der Nähe ist, sonst per SMS
    • Über die Truma-App lässt sich die Anlage fernsteuern bzw. man kann u.a. den Status abrufen
    • 2 Level Control sind unter den Gasflaschen montiert (Magnet) und kommunizieren mit der iNet Box bzgl. dem Füllstand
    • Wir haben eine SIM-Karte von MAXXIM eingesetzt (keine Grundgebühr, SMS kostet 0,08 Cent)
  • TV & SAT-Anlage

    Zugegeben … kein “must have” … zumindest nicht für jedermann. Wir schauen auch unterwegs mal gerne Nachrichten, Sportsendungen und den ein oder anderen Film. Wir haben uns folgende Anlage installieren lassen

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Autor des Beitrags

Christoph

Christoph

  • Wer bin ich

    Christoph, infiziert mit dem Campervirus seit Kindheitsjahren

  • Wir fahren

    einen Pössl 2Win Plus. Umstieg vom Wohnwagen in 2018.

  • Reiseziele

    Alpengebiet, Mittelmeerraum, in Norwegen Nordlichter sichten :-)

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