E-Trailer Erfahrungen: 5 Sensoren und App im Test

E-Trailer Erfahrungen aus 12 Tagen im Wohnmobil: Starterpaket-Plus, E-Level, E-Volt, E-Waterlevel, E-Temperature und E-Pressure mit Noten und allen Kosten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das System geht nach dem Test wieder zurück. Die Qualität ist für die hohen Kosten bislang noch nicht stimmig, zu viele kleine Probleme und Zipperleins.
  • E-Temperature ist der unkomplizierteste Sensor. Leicht einzubauen, wenig falsch zu machen, der Preis geht absolut in Ordnung.
  • E-Waterlevel braucht ein 2 Zoll großes Loch in Wassertank oder Tankdeckel. Mit dem üblichen 3/4 Zoll Gewinde von Schaudt oder SuperSense passt er nicht, ein Reduzierstück geht auch nicht.
  • E-Level und E-Pressure nerven im Alltag. EasyLevel liegt deutlich näher an der Wasserwaage, die iOS-App steigt im Fahrbetrieb manchmal aus.
  • Rund 918,75 Euro hat mein System für 1 Jahr gekostet. Ein Gesamtpaket auf 10 Jahre mit Track&Trace liegt bei 2.158,35 Euro.
Schwarzes Gehäuse des E-Trailer Starterpaket Plus mit Typenschild auf einem Holztisch, daneben 4 Reifendrucksensoren mit L und R, der weiße E-Waterlevel XL, ein runder E-Temperature-Sensor, ein schwarzer Drehknopf, Dichtringe, Muttern und ein Schraubenschlüssel

Einzeln betrachtet ist das Ablesen von Füll- und Verbrauchswerten im Wohnmobil und Wohnwagen kein wirkliches Problem. Kommen jedoch täglich ein paar Aufgaben zusammen oder man übersieht etwas, so ist der Überblick schnell verloren. Eine App zur Anzeige aller Füllwerte klingt fast schon nach Zauberei. Theoretisch geht das mit der E-Trailer-App und den zahlreichen Sensoren von E-Trailer.

Wo fängt Komfort an und wo benötigst du tatsächlich Hilfe? Um das herauszufinden, muss jeder seinen Schweinehund erst mal kennen. Für deinen Überblick haben wir uns das allumfassende System von E-Trailer angesehen und einen ausführlichen Test mit jedem einzelnen Sensor gemacht. So findest du schnell deinen persönlichen Bedarf.

Was kann das E-Trailer-System?

Das System von E-Trailer kann durch verschiedene zusätzliche Sensoren und einer Smartphone-App die Nivellierung, Reifenluftdruck, Temperatur z.B. Kühlschrank, Batteriespannung, Frischwasserstand, GPS, Gaswerte, die Stützlast am Wohnwagen oder den Fensterstatus anzeigen.

Hauptmenü der E-Trailer-App mit den Kacheln E-Level, E-Pressure, E-Temperature, E-Volt, E-Waterlevel, E-Track&Trace, E-Trailer, Starterpackage+ und E-Find your dealer

Das Starterpaket legt den Grundstein für die optionalen Sensoren von E-Trailer. Das macht es besonders individuell, nur passende Sensoren nachzukaufen. Wir kommen gleich zum Starterpaket im Detail, aber lass uns die Features schnell durchgehen.

Nur Position #1 und #2 sind im sogenannten Starterpaket-Plus inklusive. Position #3 mit GPS und E-SIM sind zwar enthalten, aber erst im Abomodell nutzbar. Alle weiteren Sensoren sind optional zu erwerben.

  • 1
    Nivellierung des Wohnmobils
  • 2
    Batteriestand der Fahr- oder Aufbaubatterie
  • 3
    GPS Standort ermitteln
  • 4
    Wasserstand im Frischwassertank
  • 5
    Gasstand beider Gasflaschen
  • 6
    Reifenluftdruck aller Reifen
  • 7
    Temperatur z.B. Kühlschrank, Hundeplatz
  • 8
    Fenster- und Dachluken Status anzeigen
  • 9
    Stützlast beim Wohnwagen ermitteln
  • 10
    Fernabfrage aller Sensoren über E-SIM

Wie bin ich auf E-Trailer gekommen?

Marc, der immer mal wieder gute Gastbeiträge auf camper.help veröffentlicht, hat mich auf das System von E-Trailer gebracht. Es war nicht leicht, die hohe Investition zu tätigen, ohne diese eigentlich zu benötigen. Aber die Neugierde war geweckt. Aus Kostengründen habe ich mir „nur“ die Komponenten aus #1, 2, 4, 6, 7 gekauft und getestet. So gut wie gedacht und erwartet lief es aber nicht.

Bewertung aller Sensoren im Überblick

Jeder Sensor bekommt 4 Noten von 1 bis 5, 5 ist das Beste. E-Track&Trace läuft nur im Abo, darum gibt es dort keine Bewertung.

Sensor Handhabung Qualität Stabilität Preis / Leistung
Starterpaket-Plus 3 4 4 3
E-Level 3 4 5 3
E-Volt 3 2 5 3
E-Track&Trace – – – –
E-Waterlevel 1 4 5 3
E-Temperature 4 5 5 5
E-Pressure 4 4 3 4

So haben wir getestet

Zeitraum: 14. Februar bis 25. Februar 2024 im Wohnmobil.

Getestet: Starterpaket-Plus mit E-Level und E-Volt, E-Waterlevel XL, E-Temperature und E-Pressure, das sind die Positionen #1, 2, 4, 6 und 7. E-Track&Trace ohne Abo nicht nutzbar.

Bewertung: Handhabung, Qualität, Stabilität und Preis / Leistung, je Sensor von 1 bis 5.

Beschafft: alles selbst gekauft, keine Leihgaben.

Starterpaket-Plus: Grundlage für alle Sensoren

Teil des Starterpaket-Plus sind E-Level und E-Volt, GPS und Fernabfrage gibt es optional gegen Aufpreis im Abo. Optional gegen Aufpreis kommen Sensoren für Gaswerte, Frischwasserstand, Reifenluftdruck, Stützlast, Kühlschranktemperatur, Wohnmobiltemperatur oder Fensterstatus dazu.

Schwarzes Gehäuse des E-Trailer Starterpaket Plus mit grüner Leuchte und eingestecktem Kabel, davor 2 Reifendrucksensoren mit R und L

Einstiegspreis

349 Euro für das Starterpaket Plus

Einsatzmöglichkeiten

Smartphone-App, Nivellierung, Batteriespannung

Im Abo

Auch GPS und Fernabfrage aller Werte

Vorteile und Nachteile Starterpaket-Plus

Vorteile 7
  • Eine App für alle Werte

  • Vielfältige interessante Sensoren

  • Teile der Sensoren mit guter Qualität

  • Ausbaufähiges System für weitere Sensoren

  • Reichweite mit Bluetooth rund 10 Meter

  • Optionale Fernabfrage

  • Unbedingt die Plus-Variante nehmen, da die Bluetooth-Reichweite nicht schlechter sein dürfte

Nachteile 7
  • E-Waterlevel mit irreversiblen Fräsarbeiten

  • Aufpreis für zusätzliche Sensoren teilweise hoch

  • Inbetriebnahme im Vergleich teilweise seltsam

  • Handhabung per Batteriebetrieb über Einwegknopfzelle nicht nachhaltig

  • Sehr teures Abomodell für Fernabfrage

  • GPS ohne Abo nicht nutzbar

  • Smartphone-App nicht für alle Anwendungsgebiete sinnvoll, z.B. Stabilität für Anzeige des Reifendrucks

E-Level gegen EasyLevel: Nivellierung per App

Teil des Starterpaket-Plus ist E-Level mit einem integrierten Nivellierungssensor. Die angezeigten Werte liefern den Ausgleich der Unebenheiten pro Rad in Zentimeter. Der Weg zum Ziel ist über die Inbetriebnahmeprozedur mit Wasserwaage, mit Anheben des Wohnmobils und weiteren Messungen möglich.

E-Level in der App, Wohnmobil von oben mit dem Ausgleich je Rad von 0,1, 0,0, 0,8 und 0,8 Zentimetern, alle mit grünem Haken

Preis

Im Starterpaket-Plus enthalten

Einsatzmöglichkeiten

Nivellierung Wohnwagen und Wohnmobil

Vorteile und Nachteile E-Level

Vorteile 3
  • Anzeige des Ausgleichs in Zentimeter pro Rad

  • Qualität der Anzeige schön gemacht, dennoch Erstinbetriebnahme zu komplex

  • Stabile Verbindung zwischen App und Sensor

Nachteile 3
  • In gewisser Weise hoher Grundpreis des eingebauten Sensors

  • Erstinbetriebnahme mit unnötigen Hindernissen. Das geht z.B. bei EasyLevel ohne Kalibrierung.

  • Laut Wasserwaage waren die Werte von EasyLevel etwas besser

Erstinbetriebnahme ist ungewöhnlich

  • 1
    Mit einer normalen Handwasserwaage sicherstellen, dass das Wohnmobil gerade steht.
  • 2
    Dann das Wohnmobil um 15 Zentimeter anheben, wo doch die Auffahrkeile in der Regel bei netto 11 Zentimeter aufhören.
  • 3
    Nun noch die Breite zwischen den Reifen ausmessen.
  • 4
    Nun noch die Länge zwischen den Achsen ermitteln.
Erster Schritt der E-Level-Einrichtung in der App mit dem Hinweis, das Wohnmobil gerade zu stellen, und einer Wasserwaage auf dem Dach der Zeichnung
Nächster Schritt der E-Level-Einrichtung mit der Aufforderung, die Vorderseite des Wohnmobils um 15 cm anzuheben, und einem Auffahrkeil unter dem Vorderrad

Okay, im Idealfall passiert das nur ein einziges Mal. Kann man machen, hat bei mir aber nicht funktioniert. Easylevel liegt immer noch deutlich näher an der Wasserwaage.

Wunschdenken: App aufrufen, fertig

Hier wäre der Modus gut gewesen. Easymodus und Expertenmodus. Einmal als digitale Wasserwaage und einmal als digitale Wasserwaage und Zentimeterangaben. Easylevel geht den ersten Weg. Und der reicht ja auch.

E-Volt: Batteriespannung nur für Blei und AGM

Teil des Starterpaket-Plus ist ein integrierter Sensor zur Anzeige der Spannung für die Aufbau- oder die Starterbatterie. Je nachdem, wo das Starterpaket angeschlossen wird. Die Interpretation, was dabei 13,3 Volt sind, kann unterschiedlicher nicht laufen.

E-Volt in der App mit grüner Batterieanzeige, 92 Prozent, 13,3 Volt und 138 Ah
Liontron-App zum Vergleich zur selben Uhrzeit mit 42 Prozent, 63,53 Ah, 10,05 A, 13,34 V und 134,07 W

Preis

Im Starterpaket-Plus enthalten

Einsatzmöglichkeiten

Spannungsanzeige Batterie

Vorteile und Nachteile E-Volt

Vorteile 3
  • Die Messungen sind in der Praxis nur für Blei- oder AGM-Batterien geeignet. Die sind aber korrekt und richtig.

  • Anzeige an sich schön gemacht, Schwellwerte anlegen ist möglich

  • Stabile Verbindung zwischen App und Sensor

Nachteile 4
  • Nur für eine einzige Batterie geeignet. Entweder Fahrzeug- oder Aufbaubatterie.

  • Für LiFePO4 / Lithiumbatterien nicht geeignet. Werte nicht sinnvoll.

  • Erstinbetriebnahme bei der Handhabung eher schwierig. Felder wie Typ nicht eindeutig.

  • Hilfetexte wenig hilfreich

Schwächen bei Lithium-Batterien

BMS (Batteriemanagementsysteme) halten die Spannung bei Lithium-Batterien künstlich hoch. Eine Messung ist daher nur bedingt sinnvoll und gibt nur sehr rudimentär Aufschluss über den Füllstand. Bei Blei- und AGM-Batterien ist ein kontinuierlicher Spannungsabfall tatsächlich messbar und auch gut darstellbar.

E-Track&Trace: GPS und Fernabfrage nur im Abo

Optionaler Teil des Starterpaket-Plus. Anzeige des Standorts von Wohnmobil und Wohnwagen. Keine Bewertung oder Details möglich, da Test nur als Option über Abo-Modell möglich ist. 100 Euro für nur 1 Jahr Laufzeit wollten wir nicht investieren.

Hinweis in der E-Trailer-App, dass das Starterpaket Plus für die Internetverbindung ein Abonnement braucht, mit den Knöpfen Später und Besuche die Website
Aboseite von E-Trailer mit 100 Euro pro Jahr bei 1 Jahr, 80 Euro pro Jahr bei 3 Jahren und 70 Euro pro Jahr bei 5 Jahren Laufzeit

1 Jahr Laufzeit

100 € pro Jahr

3 Jahre Laufzeit

80 € pro Jahr

5 Jahre Laufzeit

70 € pro Jahr

Einsatzmöglichkeiten

GPS Standort ermitteln und anzeigen

Vorteile und Nachteile E-Track&Trace

Vorteile 2
  • GPS-Werte und Werte aller anderen Sensoren per Internet in Europa und Nordafrika anzeigen lassen

  • Anzeige des Standorts von Wohnmobil und Wohnwagen

Nachteile 2
  • Mindestens 700 Euro auf 10 Jahre gerechnet

  • Preise des Abonnements erst nach dem Kauf in der App sichtbar

Versteckte Preislisten

Weder auf der Preisseite noch auf der Produktseite werden die Preise des Abonnements gelistet. Erst nach Kauf über die Smartphone-App kommt man über das persönliche Profil auf die Aboseite, wo die Preise aufgelistet werden.

E-Waterlevel: Füllstandsanzeige für den Wassertank

Den Wasserstand im Frischwassertank auf den Liter genau prüfen. Auch als Limit beim Auffüllen des Wassertanks gut geeignet. In der Regel nicht für Grauwassertanks, da für den Einbau ein Zugang von oben benötigt wird. Essenzielle Frästhemen werden auf der Produktseite nicht erwähnt.

Weißer Tankdeckel des E-Waterlevel XL mit großem Außengewinde, darunter 2 Messstäbe

Preis

109 € pro Sensor bis 40 cm Tiefe, 119 € pro Sensor bis 80 cm Tiefe

Einsatzmöglichkeiten

Wasserstand in Liter anzeigen

Vorteile und Nachteile E-Waterlevel

Vorteile 5
  • Sensor in 2 Längen erhältlich

  • Anzeige des Wasserstands

  • Anzeige an sich schön gemacht, Schwellwerte möglich

  • Stabile Verbindung zwischen App und Sensor

  • Handhabung verbessert sich, wenn man bereits ein 2 Zoll großes Gewinde im Wassertank hat

Nachteile 4
  • E-Waterlevel-Sensor mit 2 Zoll nicht kompatibel mit z.B. dem De-facto-Standard M600 von Schaudt oder auch SuperSense. Beide haben ein übliches 3/4 Zoll Gewinde.

  • Fräsen eines 2 Zoll Lochs in Wassertank oder Tankdeckel notwendig. Hersteller und Versandhändler erwähnen das nicht.

  • Keine Reduzierstück-Adapter von 2 Zoll auf 3/4 Zoll anwendbar, da Stäbe des E-Waterlevel weiter als 3/4 Zoll auseinander

  • Des Weiteren sehr genaue Justierung über Absägen der Metallstangen notwendig

Fräsen in den Tank wollte ich nicht

Achtung, das Folgende ist große Subjektivität, durch die gemachten Erfahrungswerte und den Praxisbezug. Andere Erfahrungen sind natürlich jederzeit zugelassen.

Warum der Durchmesser nicht bei technischen Daten genannt ist? Größenangaben sind leider Mangelware.

Ich habe werkseitig für Wassersensoren einen 3/4 Zoll Zugang mit eingeklebtem Gegengewinde im Wassertank. Das fräst selbstverständlich niemand weg. Auch wollte ich nicht in den Tankdeckel fräsen, denn es geht um etwas Grundsätzliches.

Wassertank mit blauem Deckel und Messinggewinde, davor der E-Waterlevel mit breitem weißem Gewinde und 2 schmalere schwarze Wassersensoren mit 3/4 Zoll Gewinde im Größenvergleich

Wenn Hersteller nicht zu Ende konstruieren. Als Hersteller aus den Niederlanden schaut man sich die Hersteller im Ausland an und passt sein Produkt ggf. für den lokalen Markt an. Die Sensorenmarke Schaudt ist in vielen Wohnmobil-Reihen der De-facto-Standard bei den Wassersensoren. In diesem Bereich ist nun mal 3/4 Zoll der Standard. Der Hersteller antwortet wie folgt.

Ich muss Ihnen ehrlich sagen, dass dies das erste Mal ist, dass wir diese Frage erhalten. In all den Jahren, in denen wir den E-Waterlevel verkauft haben, ist die Breite des Gehäuses gleich geblieben. (z.B. 56mm) Wir haben kein Adapterstück von 56mm auf 3/4″

E-Trailer auf meine Anfrage

Das hat sicherlich seine Richtigkeit, aber es bleibt ein Nachgeschmack. Bis jetzt hat wohl jeder andere Camper seinen Tank oder Tankdeckel zerfräst?! Dazu gehöre ich einfach nicht. Ein so essenzieller Sensor sollte keine unnötigen Sägearbeiten am Wassertank bedeuten. Dass es auch anders geht, zeigen Hersteller wie Schaudt selbst oder auch Supersense von Comworks. Die nehmen 3/4 Zoll für ihre Gewinde an den Sensoren her.

Wenn Hersteller und Versandhändler sich die Konstruktion noch schönreden. Hersteller und Versandhändler erwähnen auf ihren Produktseiten keine Fräsarbeiten beim Einbau. Den Marketingsatz lasse ich mal einfach wirken.

Die Installation ist schnell und einfach. Alles was Sie tun müssen, ist den E-Waterlevel in Ihren Wassertank zu hängen.

Marketingsatz auf den Produktseiten

Reduzierstück von 2 Zoll auf 3/4 Zoll geht nicht. Eine durchaus legitime Bastellösung mit einem Reduzierstück aus PP-Kunststoff ist leider fehlgeschlagen. Bedauerlicherweise ist die Anordnung der Stabsensoren vom Waterlevel XL größer als 3/4 Zoll.

Die eingesetzte Einweg-Knopfzelle. Diese habe ich gar nicht mehr moniert. Aber auch hier zeigen andere Hersteller, dass es anders geht. Es zeigt sich, dass die Summe der Batteriewechsel in unserem Wohnmobil nicht nur deutlich ins Geld geht, sondern auch alles andere als nachhaltig ist. Zudem schlägt Murphys Law gerne im Urlaub zu. Daher immer ein paar Knopfzellen im Wohnmobil oder Wohnwagen auf Lager legen.

E-Temperature: Kühlschrank und Wohnmobil

Gut als z.B. Kühlschranksensor nutzbar, um im Sommer zu hohe Temperaturen zu bemerken und z.B. für mehr Abwärmetransport beim Absorberkühlschrank zu sorgen. Völlig unproblematisch lässt sich dieser in das System per App einbinden.

Runder schwarzer E-Temperature-Sensor mit E-Trailer-Logo neben einer 1-Euro-Münze auf Holz
E-Temperature in der App mit Kühlschranksymbol, 29 °C und 57 Prozent Luftfeuchtigkeit, letzter Datenempfang am 25.02.2024 um 15:01 Uhr

Preis

69,95 € pro Sensor

Einsatzmöglichkeiten

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Vorteile und Nachteile E-Temperature

Vorteile 3
  • Anzeige von Temperatur und Luftfeuchtigkeit

  • Anzeige an sich schön gemacht, Schwellwerte sind möglich

  • Stabile Verbindung zwischen App und Sensor

Nachteile 2
  • Keine Nachhaltigkeit über Einweg-Knopfzellen. Hätte auch über aufladbare AAA-Batterien gelöst werden können.

  • Leider ohne Schrauben, aber mit Verkantung und Hebelwirkung eines Schraubenziehers zu öffnen

Gutes Konzept

Der bislang unkomplizierteste E-Sensor. Leicht einzubauen und wenig falsch zu machen. Der Preis geht absolut in Ordnung. Ein schönes kompaktes Gerät, wenn auch die Nachhaltigkeit durch Einweg-Knopfzelle schwierig ist.

Einwegbatterien sollten langsam aus der Mode kommen. Alternativen wie NetAtmo funktionieren mit wiederaufladbaren AAA-Batterien. Größter Nachteil ist der deutlich größere Platz dieser Sensoren. Aber gut, NetAtmo geht auch über den Leistungsumfang von E-Temperature hinaus und lässt sich daher nicht 1:1 vergleichen. Dennoch ist der E-Temperature aufgrund der Größe und der daraus resultierenden Leistung deutlich fortschrittlicher.

E-Pressure: Reifendruck per App

Den Reifendruck und die Temperatur am Reifen genau bestimmen. Auf 0,1 Bar und 1 Grad genau den Füllstand und die Temperatur für die eigene Sicherheit und die Lebensdauer des Reifens verlängern. Auch Sprit sparen durch richtigen Reifendruck ist nicht zu unterschätzen.

Grauer E-Pressure-Sensor mit grünem R auf dem Reifenventil in einer Alufelge
Schwellwerte für E-Pressure in der App, unterer Grenzwert 4,5 bar und oberer Grenzwert 5,5 bar für vorne und hinten
Ersteinrichtung von E-Pressure in der App, vorne rechts 0,0 bar bei 21 °C, links vorne und hinten 4,7 bar, hinten rechts noch ohne Wert

Preis

109 € pro Sensor-Paar / Achse

Einsatzmöglichkeiten

Reifendruck und Temperatur anzeigen

Vorteile und Nachteile E-Pressure

Vorteile 3
  • Sensor besonders klein

  • Luftdruck und Temperatur sehr genau messen und in der App anzeigen

  • Anzeige an sich schön gemacht, Schwellwerte möglich

Nachteile 4
  • iOS-App steigt im Fahrbetrieb mit meinem iPhone 15 Pro Max manchmal aus. Dadurch keine Schwellwerte und Alarme möglich.

  • Ersteinrichtung hat erst nach dem 3. Mal geklappt

  • Diebstahlschutz sehr fummelig anzubringen und das Öffnen für den Batteriewechsel nur mit Adapter möglich

  • Eingelegte Batterien waren bereits leer. Es liegt aber 1 Ersatzbatterie bei.

Sensor abschrauben, die App merkt nix

Wenn ich auf der Fahrt am Parkplatz einen Sensor vom Ventil abschraube und die App merkt nicht einmal was davon, dann läuft was grundlegend verkehrt.

Wenn die App nicht perfekt oder instabil läuft. Das wirft ein grundsätzliches Problem auf. Man bekommt vom Druckverlust beim Reifen nichts mit. Wer sich ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) anschafft, möchte eine zuverlässige Anzeige der Werte und Warnungen. Wenn die App sich im Hintergrund einfach schließt oder aufhängt, dann ist das sehr kontraproduktiv.

Der Konkurrent TireMoni hat übrigens eine ähnliche Schwäche beim App- / Bluetooth-Betrieb. Daher ist ein System mit externem Display ggf. doch wieder deutlich vorzuziehen.

Die Ersteinrichtung war zeitweise mühsam. Man hätte deutlich drastischer abwerten können, aber wenn nur Dinge ein- oder zweimal schiefgehen, muss man das nicht überstrapazieren. Bei der Ersteinrichtung reagiert das System auf anliegenden Druck am entsprechenden Sensor und springt automatisch zum nächsten Rad. Sofern alles gut läuft.

Dass die Batterien bei allen 4 Sensoren leer waren, dafür kann der Hersteller nichts. Mögliche Fehler in der Software waren allerdings nervig. Im Bild oben sieht man z.B., dass beim rechten vorderen Reifen plötzlich die Werte fehlen und eine falsche Temperatur angezeigt wurde. Zweimaliges Einrichten und nochmal eine neue Batterie fixte dieses Problem.

E-Pressure hat mich zwar nicht persönlich überzeugt, ist aber grundsätzlich eine wirklich sinnvolle Anschaffung.

Hohe Kosten von E-Trailer in der Gesamtansicht

Der Preis einmal für 1 Jahr in der getesteten Version und einmal in der eigentlich benötigten Version auf 10 Jahre gerechnet. Das ist so die gefühlte mittlere Laufzeit eines Wohnmobils.

Komponente Getestet, Herstellerpreis 1 Jahr Benötigt, Herstellerpreis für 10 Jahre
Starterpaket-Plus 349 Euro 349 Euro
E-Level inklusive inklusive
E-Volt inklusive inklusive
E-Track&Trace 100 Euro 700 Euro
E-Pressure Achse 1 109,95 Euro 109,95 Euro
E-Pressure Achse 2 109,95 Euro 109,95 Euro
E-Temperature Kühlschrank 59,95 Euro 59,95 Euro
E-Temperature Wohnmobil 59,95 Euro 59,95 Euro
E-Waterlevel XL 129,95 Euro 129,95 Euro
E-Gaslevel links – 109,95 Euro
E-Gaslevel rechts – 109,95 Euro
E-Switch 3 Dachluken – 209,85 Euro
E-Switch 3 Fenster – 209,85 Euro
Summe 918,75 Euro 2.158,35 Euro
  • Rund 918,75 Euro Erstinvestition für mein benötigtes Gesamtsystem für 1 Jahr.
  • 2.158,35 Euro für ein Gesamtpaket. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren mit 700 Euro Track&Trace wären das 2.158,35 Euro.

Alternativen zu E-Trailer

Für jeden Sensor habe ich im Test die beste Alternative notiert.

  • E-Level: EasyLevel geht ohne Kalibrierung und liegt deutlich näher an der Wasserwaage.
  • E-Volt: Lithium-Batterien nur mit eingebauten BMS und App anschaffen.
  • E-Waterlevel: SuperSense von Comworks nimmt wie Schaudt 3/4 Zoll für das Gewinde am Sensor.
  • E-Temperature: NetAtmo funktioniert mit wiederaufladbaren AAA-Batterien, braucht aber deutlich mehr Platz.
  • E-Pressure: Ein Reifendruckkontrollsystem mit externem Display ist ggf. doch wieder deutlich vorzuziehen.

Mein Fazit

Einmal die wichtigsten Komponenten auf den neusten Stand der Technik bringen. Mich hat E-Trailer am Anfang richtig gepackt und das ist über die Zeit mit den vielen kleinen Problemen und Zipperleins schnell wieder verflogen. Der Plan, die teils langjährigen Alternativen allesamt mit E-Trailer abzuschaffen, ist für mich gescheitert. Das System geht nun doch wieder zurück.

Hohe Kosten, viele Probleme. Die Qualität ist für die hohen Kosten bislang noch nicht stimmig. Schnäppchen ist E-Trailer bei Weitem keines.

Der ein oder andere wird die Bewertungen von mir nicht akzeptieren (wollen). Ich kann zweifelsohne sagen. Wer nur E-Trailer kennt, wird die vielen kleinen Macken einfach tolerieren oder ignorieren. Wenn man jedoch weiß, dass die Zipperleins und Schnitzer nicht sein müssen, dann macht man das einfach nicht mehr mit.

Tools und Systeme sollen im Wohnmobil und Wohnwagen helfen und nicht nerven. Ich hoffe, dass E-Trailer hier deutlich nachbessert, denn grundsätzlich sind die Ansätze richtig und E-Trailer hätte sehr großes Potenzial, den fragmentierten Campingzubehörmarkt mal aufzuräumen.

Handgezeichnet von Sophie
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Häufige Fragen

Was ist E-Trailer?

E-Trailer ist ein Hersteller aus den Niederlanden. Sein System kann durch verschiedene zusätzliche Sensoren und eine Smartphone-App die Nivellierung, Reifenluftdruck, Temperatur, Batteriespannung, Frischwasserstand, GPS, Gaswerte, die Stützlast am Wohnwagen oder den Fensterstatus anzeigen. Das Starterpaket legt den Grundstein, alle weiteren Sensoren sind optional zu erwerben.

Warum verbindet sich mein E-Trailer nicht?

Im Test lag es an 3 Dingen. Die Reichweite mit Bluetooth liegt bei rund 10 Metern. Die eingelegten Batterien der E-Pressure-Sensoren waren bereits leer. Und die Ersteinrichtung hat erst nach dem 3. Mal geklappt, zweimaliges Einrichten und nochmal eine neue Batterie fixte das Problem.

Brauche ich für E-Trailer ein Abo?

Für GPS und die Fernabfrage aller Sensoren über E-SIM ja, GPS ist ohne Abo nicht nutzbar. Das Abo kostet 100 € pro Jahr, 80 € pro Jahr bei 3 Jahren und 70 € pro Jahr bei 5 Jahren Laufzeit. Die übrigen Sensoren liefen im Test ohne Abo über die App.

Was kostet E-Trailer?

Das Starterpaket Plus kostete im Test 349 Euro. Mein getestetes System lag für 1 Jahr bei rund 918,75 Euro. Ein Gesamtpaket mit Gaslevel, Fenster- und Dachlukensensoren und 10 Jahren Track&Trace liegt bei 2.158,35 Euro.

Ist E-Level eine gute Alternative zu EasyLevel?

Bei mir nicht. E-Level zeigt den Ausgleich in Zentimeter pro Rad, die Erstinbetriebnahme verlangt aber Wasserwaage, Anheben um 15 Zentimeter und Ausmessen. EasyLevel geht ohne Kalibrierung und liegt immer noch deutlich näher an der Wasserwaage.

Passt E-Waterlevel in einen Tank mit 3/4 Zoll Gewinde?

Nein. Das Gehäuse ist 56 mm breit, der Hersteller hat kein Adapterstück auf 3/4 Zoll. Ein Reduzierstück geht nicht, weil die Stäbe weiter als 3/4 Zoll auseinanderliegen. Nötig ist ein 2 Zoll großes Loch in Wassertank oder Tankdeckel.

Bevor du unten fragst

Diese Angaben helfen mir beim Antworten. Welche E-Trailer-Module du hast, ob Starterpaket oder Starterpaket-Plus, welches Smartphone mit welcher App-Version und ob es um ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen geht.

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