Freicamper Tipps und Vorschläge für richtiges Verhalten

Tipps & Regeln für respektvolles Freicampen. 20 Praxis-Tipps, Verhaltensregeln & Erfahrungen für nachhaltiges Reisen mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Freicampen heißt für uns: Schilder und Regeln werden beachtet. Gewohnheiten dürfen beiseite, ein paar Grundregeln muss man kennen.

  • Naturschutzgebiete sind tabu — und nicht immer erkennbar. Wie du sie erkennst, steht in einem eigenen Beitrag.

  • Die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist kein Freibrief. Über das Thema kursieren viele Falschinformationen.

  • 19 Tipps in vier Blöcken. Von der Platzwahl über das Verhalten vor Ort bis zum Aufbruch — jeder Punkt aus eigener Erfahrung.

  • Der Beitrag ist über sechs Jahre alt und wächst weiter. Er sammelt, was sich unterwegs bewährt hat.

DJI Cabo De Gata Naturpark

Unsere Definition von Freicamper Freiheit

Dieser Beitrag ist nun über 6 Jahre alt und war einer der ersten 5 Beiträge auf camper.help. Bis auf wenige Änderungen hat dieser noch immer seine Gültigkeit. Leider mehr denn je, wenn man die Schlagzeilen über Camper lesen muss.

Jeder Freicamper interpretiert das Freicampen natürlich anders. Das liegt in der Natur der Sache, denn es gibt keine Definition, sondern nur sehr unterschiedliche Interpretationen, was ein Freicamper oder Wildcamper ist.

Ich gebe gerne unsere Tipps zu diesem puristischen Thema weiter. Eine Rückmeldung in den Kommentaren wäre super. Ob es dir oder euch geholfen hat, dieses wunderbare Thema bei der nächsten Reise anzugehen und etwas Neues auszuprobieren.

Freicampen, Wildcampen und die Prinzipien

Für uns ist Freicampen gleich wild campen und eine superklasse Sache. Regeln und Gewohnheiten werden beiseite geschoben und Schilder und Regeln werden beachtet. Ein paar Grundregeln MUSS man aber kennen.

Ein Grundsatzgedanke

Nicht unwichtig. Dieser Grundsatzgedanke sollte jedoch jeden Freicamper, Städte- und Landtourer und im Prinzip auch den Campingplatzurlauber verbinden. Jeder legt sein positives Verhalten fest, hat die grösstmögliche Lebensfreude und bringt den grösstmöglichen Respekt gegenüber der Natur und der dort lebenden Menschen und Tiere auf. Es funktioniert sonst auf Dauer nicht.

Freiheit vs. Sicherheit

Wir hatten nie ein Problem in Bezug auf Sicherheit. Ganz im Gegenteil – wo viele Menschen sind, da sind auch viele Probleme. Wer ein Sicherheitsproblem fühlt oder sieht, dem kann im Artikel Sicherheit auf technischer Seite geholfen werden.
Ist halt dann weniger gefühlte Freiheit, aber wir kennen das selbst. Nicht immer ist man entspannt, wenn in der Nacht kuriose Menschen unterwegs sind oder seltsames Verhalten von anderen Menschen ein paar Fragezeichen im Kopf aufbringen.

Lego Wohmobil Strand Freicampen

Unsere 20 Tipps fürs Freicampen

Ohne die innerliche Zustimmung zu den ersten 5 Leitlinien fängt man das Thema Freicampen besser gar nicht an. So hart es klingt. Freicampen ist eine Einstellung und keine Selbstverständlichkeit.

  • Meine Leitlinie Nr. 1: Bauchgefühl und wohlfühlen

    Wer sich nicht wohlfühlt, fährt einfach einen Kilometer weiter. Bauchgefühl kann durch nichts ersetzt werden.

  • Meine Leitlinie Nr. 2: Sichtbar kommen – unsichtbar gehen

    Außer Reifenspuren wird nichts hinterlassen. Punkt.

  • Meine Leitlinie Nr. 3: Frei sein und Selbstverständlichkeiten einhalten

    Frei sein, heißt nicht über allem stehen. Nicht alle Camper halten sich an Selbstverständlichkeiten. z.B. Der ansässige Einheimische oder Grundstücksbesitzer hat immer recht. Den plapperden und schimpfenden Touristen, der dich entdeckt, den kann man oftmals ausblenden. Diskussionen mit dieser Art von Menschen sind allerdings auch oft umsonst und empfehle es charmant zu ignorieren.

  • Meine Leitlinie Nr. 4 – Freicamper kuscheln nicht

    Kuscheln ist nicht. Man hält Abstand zu einem anderen Freicamper. Ansonsten wählt man einen Camping- oder Stellplatz.

  • Meine Leitlinie Nr. 5 – Ohne diese Leitlinien oder Regel werden Plätze gesperrt

    Wer die Go´s und No-Go´s, Schilder, Schranken und Anstand nicht beherzigt, muss zudem damit rechnen, meist kostenpflichtig vertrieben zu werden. Derjenige trägt leider auch seinen Teil dazu bei, dass diese Spots durch Schranken oder Polizei für die Zukunft gesperrt werden. Und das kommt öfters vor, als sich so mancher Camper bewusst ist. Leider.

Weiter gehts mit den Tipps zum Freicampen

Mit den 5 Leitlinien kommt man schon recht weit, aber es gibt auch innerhalb und außerhalb des Wohnmobils weitere wichtige Themen und Tipps zu beachten.

  • Jeder Mitreisende sollte mitbestimmen

    Es spielt eine Rolle, ob ihr alleine, zu zweit oder mit Familie unterwegs seid. Mitreisende bestimmen gleichwertig mit. Jeder muss Spaß daran haben.

  • Loslassen des Alltags

    Es dauert 1-x Tage Zeit aus dem Arbeitsalltag in den (Frei-) Camper Modus umzuschalten. Gerade wenn man als Familie unterwegs ist, muss jeder „ankommen“. Also etwas Zeit nehmen und nichts über das Knie brechen. Du kannst mit diesen Reiseführern France Passion oder Landvergnügen einsteigen, bevor du dir frei etwas selbst sucht.

  • In der Satellitenansicht liegt der Clou

    Lerne durch Erfahrung, die Satellitenansichten von Google Maps zu lesen. z.B. ob Straßen oder Feldwege befahrbar sind. Park4Night ist keine Freicamper-App. Das sollte man nicht verwechseln.

  • Sickerwasser am Strand

    Zu nah an der Brandung am Strand ist gefährlich wegen Ebbe und Flut. Sickerwasser unterm Sand kann Reisemobile einsinken lassen. Weit bevor der Höchststand erreicht wurde.

    Man sieht es einem Strand bei guten Bedingungen jedoch deutlich an, wo der Höchststand des Wassers in der Regel endet. Klare Empfehlung ist es den Tidenhub, die Wellen und Unwetter im Auge zu behalten. Unsere beste Empfehlung ist Windfinder. Es gibt hierzu einen kleinen App-Artikel unter camper.help/apps-wetter.

Detailansicht der Windfinder App mit Wind- und Wetterwerten
  • Die Suche ist Teil des Abenteuers

    Nach einem Platz ist Teil des Urlaubs und der Reise und keine Arbeit.

  • Tagsüber Platz aufsuchen

    Vor Sonnenuntergang sollte der Nachtplatz feststehen. Nachts ist das echt schwierig. Vor allem, wenn dann in der kalten Jahreszeit noch unvorhergesehen Nebel oder schlechtes Wetter aufkommt. Private Straßen, private Grundstücke sind immer tabu. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. D.h. Bei Unsicherheiten weiterfahren.

  • Unentspannte Nächste durch Verliebte oder Neugierige

    So manche Nacht kann durch Besucher unentspannt werden. Zum Glücks sind es meistens nur verliebte Menschen, die auch die geheimen und guten Spots kennen ;-)

  • Höflichkeit und Respekt siegt immer

    Man ist höflich und respektvoll zu den Menschen, die in der Nähe wohnen und baut sich nicht raus wie auf einen Campingplatz. Die Markise ist tabu – versteht sich von selbst. Außer es ist die Einsamkeit pur.

  • Herausbauen – aber anders

    Tische und Stühle. Schwieriges Thema. Ich erzähle dir einfach wie wir es machen. Zum Essen heraus bauen und danach wieder aufräumen. Eine zweite leichte Garnitur aus Hockern und eine Plastikbox mit Tischdecke ist unser Tisch. Das reicht und ist herrlich minimalistisch und Luxus genug. Meist lächeln einen die Einheimischen noch an. Mit einem lächeln zurück sind wir noch NIE vertrieben worden.

DJI Cabo de Gata Freicamper Ausrüstung
2 Mädels Beim Sonnenuntergang
  • Mehr Essen – mehr Wasser

    Etwas mehr Essen und Wasser bunkern. Wenn es schön ist, bleibt man gerne länger. Doch hier liegt oftmals das Problem, denn oft wird man Abends für eine Übernachtung geduldet und nicht um hier den Anker zu werfen.

  • Entsorgung – nein. Niemals.

    Aufgrund Regel Nr. 2. An diesen Plätzen wird nie entsorgt! Es gibt immer Möglichkeiten, aber die sind in diesem Beitrag nicht das Thema ;-)

  • Entspannen am richtigen Platz

    Entspannen in der Einsamkeit ist verpflichtend. Angst ist absolut fehl am Platz, sonst habt ihr den falschen Platz ausgesucht. Es gab aber schon Plätze, da ging es uns nicht anders, da andere vorbeiziehende Menschen einfach blöde Fragen stellen können. Da muss man durch.

  • Plätze werden nicht verraten

    Man verrät geheime Plätze nicht in einer App oder sonst wo im Internet. Sonst ist es kein Geheimnis mehr. Der Freicamper geniest und schweigt.

  • Viel Spaß

    Was Besseres gibt es nicht. Schaut selbst.

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10 Kommentare

  1. Ruth Maria 21.06.2026, 7:37 UhrAntworten

    Was bedeuten genau die Symbole, bei den Stellplätzen rot, grün, blau usw. bei Park for Night?

    • Flo 21.06.2026, 8:09 UhrAntworten

      Hallo Ruth,

      Tippe rechts oben auf den Filter (Trichtersymbol). Etwas weiter unten sind die Infos welche du angefragt hattest.

      Liebe Grüsse. Flo

      • Ruth Maria 21.06.2026, 8:41 UhrAntworten

        Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

        Mein Mann und ich sind Neulinge.

        Daher habe ich noch eine Frage.
        Können wir auf einen
        roten Kostenpf. WoMo-Platz und
        blauen Privater WoMo Stellplatz unseren Tisch und die Stühle hinstellen?

        • Flo 21.06.2026, 8:49 Uhr

          Hallo Ruth,

          Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Es ist eigentlich ganz einfach – das regelt immer die lokale Platzordnung, denn der Eigentümer bestimmt.

          Du wirst im Netz jedoch 10 Antworten auf deine Frage in alle Richtungen bekommen und alle werden sie Recht haben. Man findet für jede Antwort einen Stellplatz.

          Viele Grüsse und gutes erforschen.

          Flo

  2. Hans Beyhs 11.05.2022, 0:54 UhrAntworten

    >>> „Man verrät geheime Plätze nicht in einer App oder sonst wo im Internet.“
    Wie egoistisch ist das denn. MUSS denn nun JEDER Zeit und Sprit verschwenden, um ein ‚geheimes‘ Plätzchen zu finden???
    Warum teilt man so einen Tip nicht einfach. Das nützt doch letztendlich allen.

    • Flo 11.05.2022, 8:23 UhrAntworten

      Hallo Hans,

      wie nennt man die Forderung das andere Menschen ihre geheimsten Plätze preisgeben sollen?

      Was passiert, wenn Influencerschwärme irgendwo einfallen, lässt sich prominent wöchentlich in den Negativschlagzeilen lesen.
      https://www.google.com/search?q=influencer+zerst%C3%B6ren+natur&rlz=1C5CHFA_enDE930DE930&oq=influencer+zerst%C3%B6ren+natur

      Du hast anscheinend noch nicht die Erfahrung gemacht, wenn neue Verbotsschilder und Schranken entstehen, weil einsame Plätze in Apps zu finden sind. Diese werden reihenweise geschossen, denn Massentourismus durch Camper an einsame Plätze kann es naturgemäss nicht geben.

      Viele unserer alten Plätze gibt es nicht mehr. Sobald diese in einer App auftauchten war es bald vorbei.

      Für alle die eben keine Zeit und Sprit aufwenden wollen, die können
      https://camper.help/park4night/
      https://camper.help/vansite/
      https://camper.help/staybetter-farm-der-geheimtipp-in-die-natur/
      nutzen.

      Selbstverständlich steht es dir frei alle deine Geheimtipps zu veröffentlichen. Ein echter Freicamper würde das allerdings nie tun.

      Viele Grüsse

      Flo

      • Hans Beyhs 12.05.2022, 0:37 UhrAntworten

        Hallo Flo.
        Danke für die ausführliche Antwort. Deine Begründungen habe ich verstanden, auch wenn ich sie nicht teile.
        Zum Einen bestreite ich das „Eigentumsrecht“ an einen ‚geheimen Platz‘. Du schreibst: >>>“Viele unserer alten Plätze gibt es nicht mehr.“ Was verstehst Du unter UNSERE Plätze? Nur dadurch, dass Du durch Zufall oder Suchen einen schönen Platz zum Freistehen gefunden hast, gehört das Nutzungsrecht doch nicht ausschließlich Dir, oder? – Und wenn die ‚echten Freiscamper‘, wie Du schreibst, ihre Geheimtipps nie veröffentlichen, dann bleiben sie leider nur auf ihren „eigenen“ drei oder vier Geheimplätzen hängen.
        Zum Anderen macht es auch mathematisch keinen Sinn: Nehmen wir mal an, es gibt 1.000 Freisteher, von denen jeder seine 3 ‚Geheim-Plätze‘ hat. Dann existieren insgesamt 3.000 Geheimplätze. Wenn ein Freisteher die nun nutzen will, hat er lediglich die Wahl zwischen genau diesen drei Plätzen. Wenn an einem Wochenende ALLE 1.000 Freisteher einen Ausflug machen und einen ihrer Geheimplätze nutzt, dann sind von den 3.000 Plätzen genau 1.000 besetzt. – Würden aber ALLEN 1.000 Freistehern ALLE 3.000 Plätze bekannt sein; und würden sich am Wochenende ALLE 1.000 Freicamper auf die Reise machen und ganz beliebig jeder einen der 3.000 BEKANNTEN Plätze benutzen, dann… wären wiederum genau 1.000 Plätze belegt. – Oder anders beschrieben: Wenn von 1.000 Musikliebhabern jeder 3 Schallplatten besitzt, kann er immer nur eine einzige davon auf seinen Plattenteller legen und es wären 1.000 Musikstücke zu hören. Würden diese Musikliebhaber alle ihre Schallplatten „verraten“ (für jeden verfügbar machen), dann hätte jeder eine viel viel größere Auswahl und trotzdem könnten nie mehr als 1.000 Musikstücke gleichzeitig erklingen.
        Oder nochmal anders ausgedrückt: Wenn ich auf dem ‚Geheimplatz‘ eines anderen Campers übernachte, bleibt mein eigener dafür frei.

        Schöne Grüße
        Hans

        PS:
        Vorgestern habe ich im Westerwald einen schnuckeligen Wanderparkplatz entdeckt, ausprobiert, für gut befunden und ihn bei park4night reingestellt. Je mehr Leute das tun würden, desto größer würde das Angebot und desto weniger würde man sich auf (wenigen) Plätzen drängeln müssen.
        Naja, wenn es jemanden glücklich macht, dass er (ätschi-bätschi) „seine“ Plätze für sich behält… man wird den einsamen Egoisten wohl kaum daran hindern können.

        • Flo 12.05.2022, 12:32 Uhr

          Hallo Hans,

          Ich hätte mit vielem bei dem Beitrag gerechnet. Sicherlich nicht, dass mir jemand Egoismus vorwirft, wenn ich meine Plätze nicht in eine App eintrage.

          Das du Wörter wie „unsere Plätze“ gleich mit Besitzanspruch verbindest, ist durch deine Interpretation des auslegens geprägt. Wenn jemand von „meiner oder unserer Stadt“ redet ist auch kein Besitzanspruch angemeldet.

          Die Vermutung liegt nahe, dass wir aneinander vorbeireden, denn du erwähnst 4x das Wort Freisteher. Das Wort kommt in meinem Beitrag 0x vor. Du erwähnt aber in dem Zuge Wanderparkplätze. Du kannst doch jeden Wanderparkplatz in Park4Night eintragen. Wer soll da was dagegen haben. Diese Plätze sind infrastrukturell für das tägliche parken ausgelegt und alles ist gut. Der Beitrag oben geht auch nicht über Freisteher, der auf einem eingetragenen Wanderparkplatz in Google Maps verweilt und diesen einfach nach park4night kopieren.

          – Wir reden vom Freicampen und nicht um „regulär“ sein Fahrzeug parken bzw. abstellen, wo eine offensichtliche Erlaubnis erteilt wurde.
          – Wir reden von Plätzen, wo 2 Wohnmobile schon eines zu viel sein kann. (Siehe Bilder oben).
          – Dort wo 2 Wohnmobile den Einheimischen auf den Geist gehen können. (Ausser man frägt höflich, ob man hier verweilen darf.)
          – Dort wo vielleicht nicht mal 2 Wohnmobile hinpassen, weil der Platz zu klein ist.
          – usw.

          Wenn du Freicampen und gute verborgene Plätze zum Massentourismus machen möchtest ist das deine Entscheidung. Ich halte niemanden davon ab. Ich halte dieses nur nicht für richtig und habe beschlossen mich nicht daran zu beteiligen, denn die Ergebnisse sehen wir nicht zuletzt in Portugal.
          Der Bogen wurde durch uns Camper nicht nur überspannt, der ist regelrecht zerbrochen. Eines der letzten Länder Europas hat letztes Jahr gesetzlich beschossen diese Freiheit für Camper zu schliessen. Es ging den Einheimischen so auf den Zeiger, dass selbst zwischen 21 Uhr und 7 Uhr campingfähige Fahrzeuge nicht mal mehr auf normalen Parkplätzen parken dürfen.

          Aktion der Camper – und Reaktion der Einheimischen. Ich kann es vollkommen nachvollziehen. Es ist mancherorts einfach gruslig, wieviel Müll und Toilettenpapier in den Büschen hängt. Selbst die nordischen Länder verlieren längst die Toleranz der vergangenen Jahrzehnte. Und leider ist anzunehmen, dass ist es nur eine Frage der Zeit ist, bis in Deutschland irgendwann die Dauerdebatte beginnt bzw. ebenfalls nachzieht.

          Die Zahlenspiele sind in meiner Wahrnehmung nach zu theoretisch. Sobald in der App Plätze mit 4 Sterne+ gekennzeichnet sind, werden diese in der Hochsaison viel zu stark frequentiert. Die Toleranz der dort lebenden Bevölkerung sinkt. Meist reichen ein paar dicke Beschwerden und die Kommunen reagieren mittlerweile sehr schnell. Wäre dein Zahlenspiel Realität, dann würde ich dir ja fast recht geben ;-)

          Ich werde auch weiterhin meine Community (ohne Besitzanspruch) nicht dazu motivieren diese Freicamperplätze in eine App einzutragen.

          Lass dir die Laune von mir nicht verderben. Du kannst immer deine Meinung hier kundtun. Dazu sind die Beiträge schliesslich da.

          Lieben Gruss

          Florian

        • Theresa 25.07.2022, 7:58 Uhr

          Ich finde, Du hast völlig recht. Jedesmal wenn meine Tageszeitung für Wochenendausflügler die „Geheimtipps in der Region“ veröffentlicht, denke ich, so, das war’s dann jetzt mit geheim.
          Das Schöne an „geheimen Stellen“ ist ja, dass man sie selbst gefunden hat und sie etwas Rares, wenig Besuchtes sind.

          Also weiterhin viel Spaß an geheimen Plätzen … :-).

        • Flo 25.07.2022, 10:11 Uhr

          Hallo Theresa,

          danke für dein Feedback. Einen Konsens wird es dazu nie geben. Es wird immer 2 Meinungen dazu geben. Ich denke für beiden Seiten gilt. Daran festhalten ist nichts verkehrtes, solange man die Lebensweise oder Einstellungen eines anderen Menschen akzeptiert oder zumindest tolerieren kann.

          Zumindest in diesem Kontext ist die eigene Suche und der Weg zu einem Platz das Ziel. Nicht der Linie auf einem Navi zu folgen. Das machen wir schon auch oft genug, aber das Gefühl selbst ein Entdecker zu sein ist schon grossartig.

          Viele Grüsse

          Flo

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