WikiCamps, Petrol Spy und Notruf-App: Outback Abenteuer in Australien, Teil 1

Petrol Spy, WikiCamps, Emergency Plus und Hörbücher: Diese Apps nutzten wir im Outback Australien zum Tanken, Übernachten, im Notfall und auf langen Fahrten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Petrol Spy vergleicht die Dieselpreise. Bei rund 100 Litern pro Tankvorgang und 0,30 AUD Unterschied je Liter lohnt der Blick, der Sub Tank überbrückt bis zur günstigeren Tankstelle.
  • WikiCamps ist das park4night Australiens. Versteckte Campingplätze und Raststätten abseits der Pfade, vielfach kostenlos, dazu Punkte mit Mobilnetz und Sehenswürdigkeiten.
  • Emergency Plus zeigt im Notfall den genauen Standort. Ob der Notruf bei ganz fehlender Netzabdeckung hält, was er verspricht, mussten wir zum Glück nicht ausprobieren.
  • Hörbücher vor der Fahrt herunterladen. Wir waren 2 bis 3 Tage ohne Empfang unterwegs. Lismio gibt es nicht mehr, Audible lädt die Bücher ebenfalls herunter.
Umgestürzte Zapfsäule von Puma auf einem Tankplatz, abgesperrt mit orangen Pylonen und gelben Pollern, dahinter Wohnmobile unter Bäumen

Auf unserer unvergesslichen Outback Abenteuerreise fast rund um Australien durften wir einige spannende und wichtige Top Tools und Ausrüstung kennenlernen und auch verwenden. Zum Glück mussten wir nicht alle einsetzen, da wir auf der Reise keine kritischen Situationen im Outback erlebten.

In diesem und den folgenden Reiseberichten werden wir nicht spezifisch auf die atemberaubenden Landschaften und Abenteuer eingehen, welche uns auf dieser Reise erwarteten, sondern die entscheidenden Tools und Ausrüstungen vorstellen, die unser Outback-Erlebnis unvergesslich und sicher gemacht haben.

Warnschild Be Crocwise mit dem Satz Croc danger is real am Rand einer Landstraße, dahinter trockenes Buschland mit Eukalyptusbäumen unter Schleierwolken

Krokodilwarnung am Straßenrand im Outback

Bevor wir tiefer in diese aufregende Reise eintauchen, ist es wichtig zu verstehen, dass viele der von uns verwendeten Produkte und Tools in Europa nicht immer 1:1 verfügbar sind. Von der effizienten Routenplanung bis zur Campingausrüstung, die uns im entlegenen Gelände unterstützte, stellen wir die Tools vor, welche vielleicht auch für Camper und Wohnmobilisten in Europa hilfreich sein könnten.

In diesem ersten Teil geht es um die Apps. Folgende Apps erwiesen sich als von entscheidender Bedeutung, da sie uns halfen, unsere Reiseroute durch das oft abgelegene und unerschlossene Outback zu planen.

App Wofür Preis
Petrol Spy Spritpreise vergleichen kostenlos, Premium ohne Werbung im Abo
WikiCamps Australia Stellplätze und Campingplätze, auch offline iPhone 6,99 €, Android gratis mit In-App-Käufen
Emergency Plus Notruf 000 mit Standort kostenlos
Audible Hörbücher herunterladen Abo

Preise laut App Store und Google Play, Stand November 2026. Die Lismio App aus unserem Bericht gibt es nicht mehr.

Spritpreise vergleichen mit Petrol Spy

Da heute und morgen aufgrund der riesigen Distanzen ein Elektroantrieb noch kein Thema für australische Verhältnisse ist, haben wir zur Befüllung unserer „Dieselheizung mit Rädern“ die App „Petrol Spy“ verwendet. Mit dieser können die Preise der einzelnen Tankstellen verglichen werden.

So bot sich uns mehr als einmal die Möglichkeit, den Sub Tank in Anspruch zu nehmen, um bei der nächsten Tankstelle 0,30 AUD pro Liter günstiger zu tanken. Bei rund 100 Liter Diesel pro Tankvorgang rentiert es sich durchaus, die Preise zu vergleichen.

App-Symbol von Petrol Spy, eine blaue Zapfsäule mit Hut, Sonnenbrille und Lächeln

Petrol Spy, App-Symbol aus dem App Store

Laut App Store zeigt Petrol Spy die Preise in Echtzeit auf der Karte für Queensland, South Australia, New South Wales, Western Australia, Tasmanien und das Northern Territory. Die App ist kostenlos, eine Premium-Version ohne Werbung gibt es als In-App-Kauf, Stand November 2026. Petrol Spy gibt es für das iPhone und für Android.

Besonders wichtig ist das auf der Nullarbor-Ebene. Dort vergleichst du die Preise vorgängig auf Petrol Spy, solange du Handyempfang hast, und solltest die Reichweite deines Fahrzeugs kennen. Mehr Tipps zum Tanken auf der Strecke stehen in Teil 6 zur Nullarbor-Ebene.

WikiCamps für Stellplätze im Outback

WikiCamps war für uns in Australien unverzichtbar, da sie uns ermöglichte, versteckte Campingplätze und Raststätten abseits der ausgetretenen Pfade zu finden. Diese Orte waren oft idyllisch und abgelegen, was unsere Reise im Outback unvergesslich machte. Vielfach auch kostenlos oder zu einem sehr günstigen Preis.

Blauer Geländewagen mit zusammengeklapptem Dachzelt auf roter Erde, am Reserverad ein brauner Staubsack von Bushranger, darunter eine Kiste auf dem Heckträger

Unser Geländewagen mit Dachzelt auf roter Erde

Neben den Stellplätzen zeigte die App auch Punkte mit Mobilnetz und Sehenswürdigkeiten auf. WikiCamps ist quasi das Pendant zu unserer park4night App in Europa.

App-Symbol von WikiCamps Australia, ein schwarzes Känguru in einer grünen Australienkarte auf gelbem Grund

WikiCamps Australia, App-Symbol aus dem App Store

Laut App Store kennt WikiCamps über 60.000 Plätze in Australien, mit Bewertungen, Gebühren und Fotos der Community. Im Offline-Modus lädst du alles vorher herunter. Flo schreibt im Test der Camping-Apps über den Offline-Modus bei park4night: „Gerade fürs Ausland oder schlechten Empfang immer wieder hilfreich.“ Im Outback gilt das erst recht.

Im deutschen App Store kostet WikiCamps Australia einmalig 6,99 €, bei Google Play ist der Download gratis mit In-App-Käufen, Stand November 2026. Die App gibt es für das iPhone und für Android.

Notruf in Australien mit Emergency Plus

Die App „Emergency Plus“ war von äußerster Wichtigkeit für unsere Sicherheit. Im Outback mit begrenzter Handyabdeckung konnten wir unseren genauen Standort bestimmen und im Notfall schnell Hilfe herbeirufen. Diese App gab uns ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit.

Startseite der App Emergency Plus mit den Knöpfen 000 Emergency, SES und Police, darunter der eigene Standort mit Koordinaten und dem Hinweis No internet connection

Emergency Plus zeigt den Standort auch ohne Internetverbindung

Ob diese Notruffunktion bei absolut fehlender Netzabdeckung jedoch so funktioniert wie angepriesen, mussten wir zum Glück nicht ausprobieren.

Laut App Store haben die australischen Notdienste die App entwickelt. Sie wählt die Notrufnummer Triple Zero (000), der Anruf ist kostenlos. Den Standort gibt sie über GPS und what3words an, und what3words funktioniert laut Beschreibung auch offline. Dazu kommen die Nummern der SES und der Police Assistance Line für Fälle, die kein Notfall sind. Emergency Plus gibt es kostenlos für das iPhone und für Android, Stand November 2026.

Für abgelegene Strecken ohne jedes Mobilnetz hatten wir 2019 ein Satellitentelefon und einen Notrufsender dabei, mehr dazu in Teil 3 zu Funk und Notruf.

Hörbücher für Tage ohne Empfang

Wenn wir abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs waren, kam es durchaus mal vor, dass wir 2 bis 3 Tage ohne jeglichen Mobilfunk- oder WLAN-Empfang unterwegs waren. Gerade für Menschen, die viel unterwegs sind, sei es auf langen Autofahrten oder beim Campen in der Natur, bieten Hörbücher spannende Unterhaltung.

Hörbücher auf Spotify mit Lismio

So waren Spotify und die „Lismio“ App tolle Möglichkeiten, auf den langen Fahrten ein heruntergeladenes Buch zu hören. Dafür wird jedoch ein Spotify Abo benötigt!

Die Lismio App ist seit Oktober 2026 eingestellt und im App Store und bei Google Play nicht mehr zu finden, Stand November 2026.

Hörbücher von Amazon Audible

Eine weitere Möglichkeit zum Abspielen von Hörbüchern bietet Audible von Amazon. Mit dieser App können Hörbücher und Audioinhalte gestreamt und auch heruntergeladen werden. Eine gute Alternative zur Lismio App, für welche Spotify benötigt wird.

App-Symbol von Audible, ein weißes aufgeschlagenes Buch mit Schallwellen auf orangem Grund

Audible, App-Symbol aus dem App Store

Über diesen Link kommst du zum aktuellen Probeangebot von Audible: Amazon Audible Probeabo*

Flo hört unterwegs Camping-Podcasts. Im Wohnmobil laufen sie bei ihm über CarPlay und Android Auto, am Platz über einen Bluetooth-Lautsprecher. Seine 4 Empfehlungen stehen bei den Podcasts für Camper.

Mein Fazit

Zum Glück mussten wir nicht alle Tools einsetzen, da wir auf der Reise keine kritischen Situationen im Outback erlebten. WikiCamps war für uns in Australien unverzichtbar, und mit Petrol Spy bot sich uns mehr als einmal die Möglichkeit, 0,30 AUD pro Liter günstiger zu tanken. Emergency Plus gab uns ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Für die Tage ohne Empfang lohnt es sich, Hörbücher vorher herunterzuladen.

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Flo im Hoodie mit dem Motiv Camperlove Herz vor dem Wohnmobil
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Häufige Fragen

Welche App zeigt Stellplätze in Australien?

WikiCamps Australia. Sie zeigt versteckte Campingplätze und Raststätten abseits der Pfade, vielfach kostenlos, dazu Punkte mit Mobilnetz und Sehenswürdigkeiten. WikiCamps ist quasi das Pendant zu park4night in Europa.

Was kostet WikiCamps Australia?

Im deutschen App Store einmalig 6,99 €, bei Google Play ist der Download gratis mit In-App-Käufen, Stand November 2026.

Wie vergleiche ich Spritpreise in Australien?

Mit der kostenlosen App Petrol Spy. Bei rund 100 Liter Diesel pro Tankvorgang und 0,30 AUD Unterschied je Liter rentiert es sich, die Preise zu vergleichen, solange du Handyempfang hast.

Welche Notrufnummer gilt in Australien?

Triple Zero (000). Die App Emergency Plus der australischen Notdienste wählt die Nummer und gibt deinen Standort über GPS und what3words an.

Funktioniert Emergency Plus ohne Mobilnetz?

Die Standortangabe über what3words funktioniert laut App Store auch offline. Ob der Notruf bei ganz fehlender Netzabdeckung klappt, mussten wir zum Glück nicht ausprobieren.

Wie höre ich Hörbücher ohne Empfang?

Lade sie vor der Fahrt herunter, zum Beispiel mit Audible. Wir waren 2 bis 3 Tage ohne jeglichen Empfang unterwegs.

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2 Kommentare

  1. Dirk 25.09.2023, 9:38 UhrAntworten

    Wo ich gelesen hatte -> Broome NT nach Albany WA <- dachte ich: das sind ja nur ein paar Kilometer :-) (wir waren selbst schon in WA). Aber ihr seid ja 1x ganz rum, oder? Wow, da würde ich gerne mehr lesen! Besonders auch die Strecke Adelaide nach Esperance, durch das große Nichts!

    • Michael 25.09.2023, 10:01 UhrAntworten

      Hallo Dirk! Ich freue mich sehr über deine Rückmeldung! Ja, dass waren 17’000 KM. Der Teil Albany- Broome und Albany- Perth haben wir nicht gemacht. Es folgen noch 4 weitere Berichte, jedoch mit Fokus auf die Tools die wir mitgeführt haben.
      Den Nullabor (das grosse „Nichts“ ;-)) habe ich in 48 Std. (+ ca. 2 Std. Zeitverschiebung durchquert. Ich bin gerade am überlegen und denke, dass dies ein Bericht sein könnte mit ein paar Tipps und Tricks, danke für den Hinweis! Du hörtst über camper.help von mir.
      Viele Grüsse, Michael

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