Starlink, Funk und Karten: Outback Abenteuer in Australien, Teil 3
Starlink, Telstra-SIM, CB-Funk und Hema-Karten: Diese Tools nutzten wir im Outback Australien für Internet, Notruf, Roadtrains und die Navigation auf Tracks.

Outback-Tools auf einen Blick
Ein Satelliten-Messenger für den Notfall und die Hema-Karten für die Orientierung abseits der Straßen.
Auf unserer unvergesslichen Outback Abenteuerreise fast rund um Australien durften wir einige spannende und wichtige Top Tools und Ausrüstung kennenlernen und auch verwenden.
In diesem und den folgenden Reiseberichten werden wir nicht spezifisch auf die atemberaubenden Landschaften und Abenteuer eingehen, welche uns auf dieser Reise erwarteten, sondern die entscheidenden Tools und Ausrüstungen vorstellen, die unser Outback-Erlebnis unvergesslich und sicher gemacht haben.
Bevor wir tiefer in diese aufregende Reise eintauchen, ist es wichtig zu verstehen, dass viele der von uns verwendeten Produkte und Tools in Europa nicht immer 1:1 verfügbar sind. Aus diesem Grund haben wir eine Auswahl der besten und für das Outback (und vielleicht auch Offroad) geeigneten Produkte auf Amazon getroffen.
Von der effizienten Routenplanung bis zur Campingausrüstung, die uns im entlegenen Gelände unterstützte, stellen wir die Tools vor, welche vielleicht auch für Camper, Wohnmobilisten und Offroadfans in Europa hilfreich sein könnten. Die weiteren Teile der Serie findest du in Teil 1 zu den Apps, Teil 2 zu Bergung und Reifendruck, Teil 4 zur Campingausrüstung, Teil 5 zu Kochen und Fahrzeugausbau und Teil 6 zur Nullarbor-Ebene.
Unser Geländewagen auf einem Track im Outback
Internet im Outback: Starlink und Telstra
Starlink für Wohnmobile und Camper
Für die Unterhaltung und die Kommunikation ersetzt Starlink in Australien definitiv die Satellitenschüssel. Starlink ermöglicht den Zugriff auf wichtige Informationen und Kommunikation, was sich gerade bei sehr vielen Reisenden in Australien bereits durchgesetzt hat. Interessant ist die noch sehr teure Variante, welche auf dem Dach installiert wird und auch während der Fahrt verwendet werden kann (Flat High Performance Starlink).
Starlink auf dem Dachträger, Australien 2023
Wie viel Strom die kleine Schwester braucht, hat Flo im Test der Starlink Mini gemessen, im Normalbetrieb nur 18 bis 24 W.
Starlink auf dem Campingplatz
SIM-Karte für Australien: Telstra
Was jedoch beachtet werden muss, ist der Verbindungsabbruch, wenn man sich mit dem Handy (z. B. bei einer Besichtigung einer Stadt) vom Starlink-Empfänger entfernt. In unserem Fall benutzten wir eine Prepaid-Simcard mit Datenabo von Telstra, welche im Vergleich zu den anderen Anbietern die beste Netzabdeckung bot. Weitere Haken beschreibt der Beitrag Die negativen Seiten von Starlink.
Flo kennt das aus dem Test der Starlink Mini genauso: „Aber ich brauche halt Internet nicht nur im Wohnmobil, denn wir sind im Prinzip immer in Bewegung. Egal, ob am Strand, beim Wandern oder in den Städten.“
Netzabdeckung von Telstra, Karte von Telstra Wholesale, Stand 17.09.2023
Die Karte zeigt den Stand vom September 2023. Sein 3G-Netz hat Telstra Ende 2024 abgeschaltet, die aktuelle Abdeckung zeigt Telstra auf seiner Netzkarte.
Funk und Notruf im Outback
CB-Funk und Roadtrains
Unser Fahrzeug war mit einem CB-Funk ausgestattet. Dieser ermöglichte die Kommunikation, z. B. bei einem Überholvorgang mit einem Roadtrain. So konnte vor dem Überholen der rund 53 m langen Ungetüme kurz mit dem Fahrer gesprochen werden, und diese meldeten dann auch, wenn ein Passieren möglich ist.
Grundsätzlich war es aber häufiger der Fall, dass wir am Straßenrand einen Roadtrain passieren ließen. Als der Fahrer rückmeldete, dass in seiner Staubwolke noch ein weiteres Fahrzeug sitzt, war dies eine sehr nützliche Information für uns, bevor wir wieder auf die Straße fuhren.
Roadtrain mit Tankanhängern im Outback
In Australien funkt der CB-Funk auf UHF. Kanal 40 nutzen vor allem die Lkw-Fahrer als Straßenkanal, Kanal 5 und 35 sind laut der Regeln für UHF CB für Notfälle reserviert.
CB-Funkgerät unter der Mittelkonsole
Satellitentelefon und Notrufsender
Für längere und noch abgelegenere Fahrten hatten wir auf dem Trip 2019 auch ein Satellitentelefon und einen Beacon (Personal Locator Beacon, PLB) mitgeführt.
Satellitentelefon, Notrufsender und Handfunkgerät, 2019
Ein Satelliten-Messenger wie der Garmin inReach Mini 2 aus dem Kasten oben verbindet beides. Laut Garmin sendet das kleine Gerät mit weltweiter Satellitenabdeckung im Notfall SOS-Nachrichten und verschickt Textnachrichten, dafür brauchst du ein Abo. Der Akku hält laut Garmin bis zu 14 Tage, wenn das Gerät alle 10 Minuten die Position sendet.
Der Garmin inReach Mini 2 für SOS und Textnachrichten über Satellit, mit Abo.
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Motorola Defy Satellite Link
Zukünftig könnte auch der Motorola Defy Satellite Link eine spannende Alternative für die Kommunikation in entlegenen Gebieten sein.
Stand Oktober 2026
Bullitt, die Firma hinter dem Motorola Defy Satellite Link und seinem Satellitendienst, hat im Januar 2024 den Betrieb eingestellt. Ob der Dienst dauerhaft weiterläuft, ist offen, deshalb steht das Gerät nicht mehr im Kasten.
Karten in Kombination mit Google Maps (Offlinekarte vorgängig herunterladen!) waren von entscheidender Bedeutung, da Straßen oft nicht detailliert ausgeschildert sind und GPS-Signale schwach sein können. Die Karten und Google Maps halfen uns, sicher zu unserem Ziel zu gelangen, und ermöglichten es, im Outback nicht verloren zu gehen.
Schotterpiste im Outback
Google Maps verfügte nicht immer über alle Straßen und Wege, welche auf den Karten aber als Track eingezeichnet waren. So war das Kartenmaterial nach wie vor eine wichtige Ergänzung zum Navi. Im Gegenzug haben wir auch erlebt, dass eine auf der Karte eingezeichnete Tankstelle nicht mehr geöffnet war.
Wegweiser am Savannah Way, Northern Territory
Die große Hema-Karte Australia Large Map und die Handy Map für das Northern Territory, beide auf Papier.
Mein Fazit
Für die Unterhaltung und die Kommunikation ersetzt Starlink in Australien definitiv die Satellitenschüssel. Fürs Handy bot die Prepaid-Simcard von Telstra die beste Netzabdeckung, und das Kartenmaterial war nach wie vor eine wichtige Ergänzung zum Navi. Zum Glück mussten wir nicht alle Tools einsetzen, da wir auf der Reise keine kritischen Situationen im Outback erlebten.
Häufige Fragen
Wie gut ist die Netzabdeckung in Australien?
An den Küsten und in den Städten gut, im Outback lückenhaft. Auf der Netzkarte von Telstra vom September 2023 bleibt das Landesinnere bis auf einzelne Flecken weiß. Telstra bot von allen Anbietern die beste Netzabdeckung.
Welche SIM-Karte nehme ich für Australien?
Wir nutzten eine Prepaid-Simcard mit Datenabo von Telstra, welche im Vergleich zu den anderen Anbietern die beste Netzabdeckung bot.
Funktioniert Starlink im Outback?
Ja. Starlink hat sich bei sehr vielen Reisenden in Australien bereits durchgesetzt. Die noch sehr teure Variante fürs Dach kann auch während der Fahrt verwendet werden.
Welchen CB-Funk-Kanal nutzen Roadtrains in Australien?
Kanal 40 auf UHF ist der Straßenkanal der Lkw-Fahrer. Kanal 5 und 35 sind für Notfälle reserviert.
Brauche ich im Outback ein Satellitentelefon?
Für längere und abgelegene Fahrten ja. Wir hatten 2019 ein Satellitentelefon und einen Notrufsender (PLB) dabei, denn im Landesinneren gibt es oft kein Mobilnetz.
Nein. Google Maps kannte nicht alle Tracks, die auf den Karten eingezeichnet waren. Lade die Offlinekarte vorher herunter und nimm eine Papierkarte als Ergänzung mit.
Bevor du unten fragst
Schreib dazu, welche Strecke du in Australien fahren willst und wie lange du ohne Mobilnetz unterwegs bist. Dann können wir gezielter antworten.
Letzte Aktualisierung am 5.11.2026 um 20:48 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
















