Kochen, Dachzelt und Schubladen: Outback Abenteuer in Australien, Teil 5
Billy über dem Feuer, dünne Bratpfannen, Dachzelt und Dune-Schubladen: So kochten und schliefen wir 7 Wochen und 17.000 km lang im australischen Outback.

Auf unserer unvergesslichen Outback Abenteuerreise fast rund um Australien durften wir einige spannende und wichtige Top Tools und Ausrüstung kennenlernen und auch verwenden. Zum Glück mussten wir nicht alle einsetzen, da wir auf der Reise keine kritischen Situationen im Outback erlebten.
In diesem und den folgenden Reiseberichten werden wir nicht spezifisch auf die atemberaubenden Landschaften und Abenteuer eingehen, welche uns auf dieser Reise erwarteten, sondern die entscheidenden Tools und Ausrüstungen vorstellen, die unser Outback-Erlebnis unvergesslich und sicher gemacht haben. Die Ausrüstung in diesem Teil hat uns auf der Strecke von Broome nach Albany begleitet, beide Orte liegen in Westaustralien.
Bevor wir tiefer in diese aufregende Reise eintauchen, ist es wichtig zu verstehen, dass viele der von uns verwendeten Produkte und Tools in Europa nicht immer 1:1 verfügbar sind. Von der effizienten Routenplanung bis zur Campingausrüstung, die uns im entlegenen Gelände unterstützte, stellen wir die Tools vor, welche vielleicht auch für Camper, Wohnmobilisten und Offroadfans in Europa hilfreich sein könnten.
Die weiteren Teile der Serie findest du in Teil 1 zu den Apps, Teil 2 zu Bergung und Reifendruck, Teil 3 zu Starlink, Funk und Karten, Teil 4 zu Toilette, Klappspaten und Licht und Teil 6 zur Nullarbor-Ebene. Was sonst noch in den Camper gehört, steht in der Packliste von A bis Z.
Essen und Tee aus Emaillegeschirr
Kochen im Outback: Pfannen und Billy
Die richtige Campingausrüstung war von großer Bedeutung, um leckere Mahlzeiten in der freien Natur zuzubereiten und das einzigartige Outback-Esserlebnis zu genießen. Dies trug maßgeblich zur Qualität unserer Reise bei.
Frühstück auf der Grillplatte
Australische Pfannen aus dünnem Blech
Pfannen waren so ein Thema und ich habe wirklich unser Stoneline Set vermisst! Australische Bratpfannen sind nicht der Rede wert und bestehen aus billigem und dünnem Blech. Meistens haben diese noch einen Kunststoffgriff, was das Ganze nicht so lagerfeuertauglich macht. Anstatt diese dann aufwendig zu reinigen (keine Teflon-Beschichtung), haben wir uns schnell eine neue gekauft.
Bei unserem Stoneline Pfannenset sind die Griffe nicht aus Kunststoff, sondern direkt mit dem Alu gegossen, darum kann es sogar in den Ofen. Die Antihaftbeschichtung mit Steinpartikeln lässt eine Zubereitung ohne Bratfett oder Öl zu, vielfach reiben wir die Pfannen nur aus.
Töpfe am Feuerplatz eines Camps
Der Billy: Wasser kochen am Feuer
Sehr häufig kam der Billy (ein Wassertopf) zur Anwendung. Egal ob Wasser für den Tee, Abwasch oder Dusche benötigt wurde. Der Wasserpot war ständig auf dem Feuer. Gelegentlich wird zum Wasser erwärmen auch eine alte Konservendose, versehen mit einem „Griff“ aus Draht, verwendet.
Der Billy auf dem Feuer
Im eigenen Camper erwärmen wir Wasser ohne Feuer mit einem 12V Wasserkocher, auch während der Fahrt. Von 6 auf 75 Grad braucht er in unserem Test rund 20 Minuten.
Schlafen und Stauraum im Nissan Patrol
Unser Fahrzeug, Modell Nissan Patrol, verfügte über ein Kings Dachzelt, welches wir ausleihen durften. Es erfüllte den Zweck sehr gut! Jedoch haben wir dieses mit einer weiteren Matratze ausgestattet, um etwas bequemer zu liegen.
Liegefläche im Fahrzeug
Im Fahrzeug selber konnte mit Hilfe eines Brettes, welches heruntergeklappt werden konnte, eine gerade Fläche geschaffen werden. Auf dieser konnten links und rechts je eine Person schlafen. Dabei musste jedoch einiges an Material auf die Frontsitze verschoben werden. Trotzdem war es erstaunlich, wie in (und auf) diesem Fahrzeug maximal 4 Personen schlafen konnten.
Die Liegefläche im Nissan Patrol
Wie viele Schlafplätze ein Wohnmobil für die Familie braucht, rechnet Flo im Beitrag zur Bettenfrage vor: „Erst die Betten zählen, dann die Sitzplätze.“
Ausziehschubladen von Dune
Im Fahrzeug wurden die beiden Quersitze entfernt. Dort konnten zwei „Drawer“ Ausziehschubladen der Marke Dune eingebaut werden. Darauf entstand eine gerade Fläche, welche bei umgelegten Sitzen als Bett genutzt werden konnte. Ebenfalls auf der Ausziehschublade wurde die elektrische Kühlbox platziert. Dadurch, dass eine der Ablageflächen ebenfalls herausgezogen werden konnte, war der Zugang zur Kühlbox von der Seite her sehr praktisch.
Ausziehschublade von Dune mit Vorräten
Nachhaltig reisen: Farmen, Abfall, Solar, Pfand
Was die Nachhaltigkeit anbetrifft, waren wir bezüglich unserer Art zu reisen sicher nicht ein Vorbild. So große Strecken mit einem ineffizienten 3,0 Liter Turbodiesel Geländewagen können nie ökologisch sein. Sicherlich haben wir aber lokale Gewerbe und Stellplätze bewusst unterstützt. Viele Farmer bieten tolle Stellplätze an, was ihnen ein kleines Zusatzeinkommen ermöglicht. Stellplätze auf Bauernhöfen gibt es auch in Deutschland, Flo beschreibt sie in seinen Staybetter Erfahrungen.
In Bezug auf die Stellplätze ist festzustellen, dass Abfälle meist wieder mitgeführt werden. In unserem Beispiel mit einer Tasche am Reserverad. Wie Flo den Müll im Wohnmobil unterbringt, steht in seinem Test von 3 Mülleimern.
Auffällig war, dass viele Generatoren, welche früher gang und gäbe waren, durch Solarpanels ersetzt wurden. Bei unserem eigenen Camper haben wir uns für eine feste Solaranlage auf dem Dach entschieden.
Neu ist auf Getränkeflaschen in Australien ein Pfand von 0,10 AUD (ca. 0,06 Euro, Kurs Oktober 2026), was dem einen oder anderen fleißigen Flaschensammler ein kleines Einkommen ermöglicht und die Abfälle reduziert.
Mein Fazit
Alles in allem waren wir top ausgerüstet für die einsamen Strecken durch das Outback. Dabei haben wir in 7 Wochen 17.000 km zurückgelegt und durften alle Facetten des australischen Kontinentes entdecken. Einige der mitgeführten Tools wurden nicht sehr häufig verwendet. Es ist jedoch auf jeden Fall besser, etwas mehr Material mitzuführen als im Notfall etwas nicht dabei zu haben.
Häufige Fragen
Was ist ein Billy in Australien?
Ein Wassertopf, der bei uns ständig auf dem Feuer stand, egal ob Wasser für den Tee, Abwasch oder Dusche benötigt wurde. Gelegentlich dient auch eine alte Konservendose mit einem „Griff“ aus Draht.
Welche Pfanne eignet sich fürs Lagerfeuer?
Eine ohne Kunststoffgriff. Australische Bratpfannen bestehen meist aus dünnem Blech mit Kunststoffgriff. Bei unserem Stoneline Set sind die Griffe direkt mit dem Alu gegossen.
Wie viele Personen schlafen im Geländewagen mit Dachzelt?
In und auf unserem Nissan Patrol maximal 4. Im Fahrzeug lag links und rechts je eine Person auf der Liegefläche, dazu kam das Kings Dachzelt mit einer weiteren Matratze.
Wo bleibt die Kühlbox im Geländewagen?
Bei uns auf der Ausziehschublade von Dune. Weil sich eine der Ablageflächen herausziehen ließ, war die Kühlbox von der Seite her sehr praktisch erreichbar.
Wie weit fährt man in 7 Wochen durch Australien?
Wir haben in 7 Wochen 17.000 km zurückgelegt, fast rund um Australien und mit einem 3,0 Liter Turbodiesel. Einige der mitgeführten Tools wurden nicht sehr häufig verwendet.
Gibt es in Australien Pfand auf Flaschen?
Ja, auf Getränkeflaschen gibt es ein Pfand von 0,10 AUD, das sind ca. 0,06 Euro (Kurs Oktober 2026). Das bringt fleißigen Flaschensammlern ein kleines Einkommen und reduziert die Abfälle.
Bevor du unten fragst
Schreib dazu, wie lange du in Australien unterwegs bist und ob du mit Dachzelt oder Camper fährst. Dann können wir gezielter antworten.















Servus,
weiß nicht ob ihr dieses Thema schon hattet. Habt ihr Empfehlungen für Dashcams?
Vielen lieben Dank für eure Antworten und Tipps
Hallo Markus und Claudia
Es gibt eine Empfehlung für eine Dashcam von Flo: https://camper.help/test-einbau-dashcam-garmin-mini-2/
Viele Grüsse
Michael
Super.. Vielen lieben Dank…