Endlich „smart“: Wie der geniale, aber „dumme“ MaxxFan fernsteuerbar wird
Der MaxxFan Deluxe ist in der Camper-Community nicht ohne Grund die unangefochtene Nummer eins: Selbst bei Regen sorgt er für ordentlich Durchzug im …
Gastbeitrag von Markus Ploner aus der camper.help Community. Markus schreibt über die eigene Erfahrung, die Meinung muss nicht die von camper.help sein. Redaktionell bearbeitet von Flo.

Der MaxxFan Deluxe ist in der Camper-Community nicht ohne Grund die unangefochtene Nummer eins: Selbst bei Regen sorgt er für ordentlich Durchzug im Fahrzeug, ohne dass Wasser eindringt. Doch so grandios seine Wirkung im Alltag ist, so grandios dumm ist das Gerät ab Werk. Es gibt keinerlei smarte Einbindung, keine Statusrückmeldung und keine Möglichkeit, den Lüfter aus der Ferne zu steuern.
Wer nicht direkt mit der Infrarot-Fernbedienung vor dem Lüfter steht, hat keine Kontrolle. Genau diesem Ärgernis hat sich der Entwickler von VanTurtle gewidmet, und eine Erweiterungsplatine gebaut, die den MaxxFan endlich ins heimische Netzwerk holt.
Die Lösung von VanTurtle: Welche Version passt?
Der Entwickler nutzt einen cleveren Kniff: Auf der Originalplatine des MaxxFan befindet sich bereits ab Werk eine ungenutzte Netzwerkbuchse (RJ45). An genau dieser Schnittstelle setzt das Zusatzmodul an.
Bei der Bestellung muss man sich für eine Variante entscheiden:
Ich habe mich ganz klar für die WLAN-Version entschieden, denn der eigentliche Mehrwert entsteht erst, wenn man das Fahrzeug verlassen hat. Die Bestellsituation auf der Webseite ist etwas tricky, bei Unklarheit einfach den Entwickler kontaktieren.
Leichter Einbau, aber eng beim RJ45 Port
Für jeden halbwegs versierten DIY-Schrauber ist der Einbau absolut kein Hexenwerk:
- 1Anbindung: Die VanTurtle-Platine wird in die 12V-Stromversorgung des MaxxFan eingeschliffen und über ein kurzes Netzwerkkabel direkt mit dem RJ45-Port der Originalplatine verbunden.
- 2Herausforderung RJ45 Port: Der Platz zwischen Netzwerkport der originalen Platine und Abdeckung ist extrem begrenzt. Man benötigt zwingend ein Netzwerkkabel mit einem extrem flachen bzw. kompakten Stecker, damit das Gehäuse später wieder sauber und ohne Spannungen einrastet.
- 3Platinensitz: Ist das passende Kabel verlegt, findet die kompakte Zusatzplatine problemlos hinter der Abdeckung ihren Platz.
Großer Pluspunkt: Das System arbeitet völlig parallel. Die originale Folientastatur am Rahmen sowie die klassische Fernbedienung funktionieren weiterhin wie gewohnt.
Der Praxisnutzen: Nie wieder Ungewissheit unterwegs
Vor dem Umbau gab es regelmäßig typische Situationen, die genervt haben:
Wichtig zu wissen: „MaxxFan bleibt MaxxFan“
Der Programmierer Lem leistet erstklassigen Support und ist extrem bemüht, alle Anfragen aus der Community schnell und hilfsbereit zu beantworten. Trotzdem muss man ehrlich bleiben: Aus einem MaxxFan wird kein Raumschiff.
Die Platine holt das Maximum aus der Basishardware heraus, stößt aber an die Grenzen der originalen Mechanik:
Mein Zusatz-Hack: Der Fensterkontakt
Weil ich unterwegs die absolute Gewissheit haben wollte, ob die Haube bei herannahendem Unwetter wirklich mechanisch zugefahren ist, habe ich das System ergänzt: Ein gewöhnlicher, günstiger WLAN-Fenster-/Türkontaktsensor sitzt direkt am Rahmen und an der Haube. Sobald die Haube schließt oder öffnet, erhalte ich eine saubere Statusmeldung über den tatsächlichen, physischen Zustand. Die Kombination aus VanTurtle-Steuerung und Sensor liefert die finale Absicherung.
Mein Fazit
Wer einen Router im Camper betreibt und den MaxxFan gerne vorausschauend nutzt, findet in der VanTurtle-Platine das fehlende Puzzleteil. Nach den ersten heißen Sommertagen und unbeständigen Übergangswochen möchte ich das System im Reisealltag definitiv nicht mehr missen.
vanturtle.com/de







