Bestelle wie immer und nutze unseren Werbelink*
Dein Klick stärkt camper.help für unabhängige Inhalte

Schlechter Fahrkomfort beim Camper

Fast jeder Camper dürfte das Problem mit dem Fahrkomfort kennen. Gerade beim Fiat Ducato, Citroën Jumper, Peugeot Boxer und verwandten hört man fast immer Beschwerden über schlechten Fahrkomfort. Das ganze gilt aber auch für die Transporter von Mercedes, VW/MAN und was es sonst noch so gibt. Jede Bodenwelle fühlt sich wie ein Abgrund an. Ein wichtiger Grund ist natürlich das heillos überforderte Fahrwerk der Transporter. Doch auch wenn man das Fahrwerk verbessert, fahren die Vans sehr „holzig“. Tatsächlich ist der Grund meistens ein einfacher. Der Reifen, bzw. der Reifendruck macht es dem Wagen schwer, mit Unebenheiten klarzukommen.

Hoher Reifendruck schmälert nicht nur den Fahrkomfort

Wenn man in die Bedienungsanleitung unserer Campingfahrzeuge schaut, findet man für den Reifendruck die Vorgabe von 5,5 Bar. Genau das ist der Knackpunkt an der ganzen Sache.

Doch warum schreiben die Hersteller einen so hohen Reifendruck vor? Die Antwort ist recht simpel: Hoher Reifendruck senkt zuerst einmal den Spritverbrauch. Das ist natürlich für den angegebenen CO₂ Ausstoß des Fahrzeugs wichtig. Außerdem bietet ein hoher Reifendruck mehr Traglast und somit ist man immer auf der sicheren Seite.

Doch der hohe Luftdruck bringt so einige Probleme mit sich. Denn neben dem Fahrkomfort, um den es hier hauptsächlich geht, schadet der zu hohe Luftdruck auch den Reifen. Durch den hohen Nenndruck liegt der Reifen nicht vollflächig auf und nutzt sich ungleichmäßig ab.

, Richtige Behandlung und Druckluft verhindern einseitig abgefahrene Wohnmobilreifen

Bei diesem zu hohen Druck verformt sich die Lauffläche ballig. In der Theorie liegt also nur noch die Mitte des Reifens auf. Durch den in der Realität vorhandenen Sturz des Rads ist die Abnutzung zwar außermittig, aber einseitig. Somit ist eine ungleichmäßige Abnutzung vorprogrammiert.

, Reifen mit hohem Druck Grafik

Reifen mit zu hohem Druck: Links theoretisch, rechts mit „reellem“ Sturz

Die Gefahren bei zu niedrigem Reifendruck – Fahrkomfort ist nicht alles

Zuallererst ein wichtiger Hinweis:

Die folgenden Zeilen beschreiben die Sachlage bei Reifendrücken und entsprechende Veränderungen. All diese Änderungen sind ohne Abstimmung mit dem Hersteller eine Veränderung, welche gegen die Herstellerangabe verstößt. Somit ist jeder selbst dafür verantwortlich, entsprechende Änderungen abzuklären und entsprechend verantwortungsvoll mit seinen Änderungen umzugehen.

Ein zu niedriger Luftdruck kann zu schweren Schäden am Fahrzeug führen und im schlimmsten Fall einen Defekt des Reifens bei voller Fahrt verursachen. Vor jeglicher Änderung sollte man sich dessen bewusst sein!

Zu niedriger Reifendruck und die Probleme

Wichtig bei allen Änderungen am Reifendruck ist es stets zu wissen, was ein zu niedriger Reifendruck alles anrichten kann.

Zuallererst erhöht ein niedrigerer Reifendruck den Spritverbrauch. Das passiert über den ganzen Druckbereich und somit auch schon, wenn man von den empfohlenen 5,5 Bar der Hersteller abweicht. Das bedeutet also, dass wenn man den Fahrkomfort durch den Reifendruck erhöhen möchte, bereits einen höheren Spritverbrauch in Kauf nehmen muss. Über den dicken Daumen muss man hier mit einem Mehrverbrauch von bis zu 1% bei 0,2 Bar Absenkung rechnen.

Auch wird die Spurtreue bei zu niedrigem Druck schlechter, das Fahrzeug reagiert nicht mehr präzise und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Fahrzeug in einer Extremsituation nicht richtig zu steuern ist und damit schlimmeres passieren kann.

, Platter Reifen

Zu niedriger Reifendruck bringt echte Gefahren

Weitaus gefährlicher ist jedoch ein zu niedriger Reifendruck für den Reifen selbst. Die Lebensdauer des Reifens leidet aufgrund der thermischen Überlastung. Das führt nicht nur zu mehr Verschleiß, sondern kann und wird den Reifen auch ernsthaft beschädigen. Das Stahlgewebe des Reifens wird bei Mehrbelastung deformiert und kann sogar brechen. Außerdem erhöht sich die Reifentemperatur durch ein stärkeres Walken (verformen des Reifens) deutlich mehr.

Beide Ursachen führen zu Reifenplatzern, die während der Fahrt auftreten werden. Wem das schon einmal passiert ist, der dürfte wissen, dass das nicht nur zum Totalschaden des eigenen, sondern auch zu Schäden an anderen Fahrzeugen führen kann. Ganz zu schweigen von einem durchaus möglichen Personenschaden.

, Wohnmobilreifen defekt während der Fahrt

Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, die Druckänderungen abzustimmen, sofern man sich nicht sicher ist und regelmäßig den Reifendruck zu prüfen und zu korrigieren. Auch sollte bei allen Änderungen immer eine Toleranz für Spurwerte und Umgebungstemperaturen berücksichtigt werden.

Fahrkomfort des Campers mit richtigem Reifendruck erhöhen

Wie erhöht der richtige Reifendruck den Fahrkomfort?

Der Reifendruck hat einen extrem großen Einfluss auf den Fahrkomfort und das Fahrverhalten im Allgemeinen. Der Reifen ist schließlich die Kontaktfläche zur Straße.

Wie der Reifendruck den Fahrkomfort beeinflusst, dürfte wohl jeder vom Fahrrad kennen. Wenn weniger Luftdruck im Reifen ist, „federt“ dieser mehr und fungiert somit als zusätzliches Dämpfungselement. Bei hohem Luftdruck wird der Reifen hart und dämpft fast überhaupt nicht. Bei abgesenktem Druck jedoch federt der Reifen zusätzlich zum Fahrwerk und dämpft so bereits die ersten Unebenheiten, bevor sie das Fahrwerk überhaupt erreichen können.

Der Unterschied, den ein geringerer Druck hier ermöglicht, ist überraschend groß, wenn man es noch nie erlebt hat. Der Reifendruck ist somit ein einfaches und quasi kostenloses Tuning für den Fahrkomfort.

Dass dies aber nur in einem gewissen Rahmen möglich ist, dürfte klar sein, wenn man an den Fahrradreifen zurückdenkt. Ist der Druck zu niedrig, leidet der Reifen und die Felge.

Besserer Fahrkomfort durch den Reifendruck, aber was ist mit der Fahrstabilität?

Zwar erhöht der niedrigere Reifendruck den Fahrkomfort, jedoch hat er auch auf die Fahrstabilität einen Einfluss. Und zwar einen negativen. Durch den niedrigeren Druck walkt der Reifen mehr. Das bedeutet, die weicheren Flanken lassen ihn sich mehr verwinden, was wiederum zu einem „schwammigeren“ Fahrverhalten führt.

Nun muss man aber realistisch sagen, dass die wenigsten Fahrer:innen ihre Fahrzeuge so am Limit bewegen dürften, dass dieses (leicht) schwammigere Fahrverhalten sich negativ auswirken dürfte. Denn nein, das Fahrzeug beginnt bei korrekt eingestelltem Reifendruck nicht wie auf hoher See zu wanken. Der Unterschied ist eher in der extremen zu suchen.

Aus diesem Grund ist zumindest für mich die Einbuße der Seitenführung nicht spürbar und der Fahrkomfort für mich deutlich wichtiger. Und falls die Angst bei manchem bestehen mag: Nein, der Bremsweg wird durch Druckanpassungen nicht negativ beeinflusst. Im Gegenteil, rein theoretisch verkürzt er sich sogar durch die größere Aufstandsfläche (Latsch).

Achtung mit dem Reifendruck bei langen Standzeiten

Ein wichtiger Punkt bei einem abgesenktem Reifendruck ist, den Druck bei längeren Standzeiten, z.B. beim Überwintern, zu erhöhen, um Beschädigungen zu verhindern. Das ist aber wirklich nur bei lang andauernden Standzeiten nötig. In diesen Fällen würde ich vielleicht sogar auf die vorgegebenen 5,5 Bar erhöhen.

, Bosch universal Luftkompressor für Reifendruck anpassen

Dafür empfiehlt es sich in einen kleinen Akkukompressor zu investieren, um hier schnell und einfach Änderungen vorzunehmen. Dies würde ich sowieso jedem empfehlen, um den Reifendruck regelmäßig prüfen und ggf. anpassen zu können. Die camper.help Favoriten von Flo und mir haben wir euch hier verlinkt:

Makita DMP181Z Akku-Kompressor 11,1 bar 18V (ohne Akku, ohne Ladegerät)
Angebot Bosch elektrische Luftpumpe Luftkompressor UniversalPump 18V (ohne Akku, 18 Volt System, für Auto...

Welche Daten benötigt man vorab?

Um den richtigen Reifendruck für das Fahrzeug zu finden, benötigt man zuerst zwei Informationen:

  • Die genauen Daten des Reifens
  • Die Achslast vorne und hinten

Warum man diese Werte benötigt und wie man sie ermittelt, erklären wir in den nächsten Abschnitten.

Reifendaten finden und verstehen

Zuerst ist es wichtig, die Daten des eigenen Reifens zu kennen. Die Daten für die Dimensionen des Reifens dürfte wohl jeder kennen. Die 16″ Standardbereifung unserer Ducatos und Konsorten ist der 225/75R16. Also ein 16 Zoll Reifen mit einer Breite von 225mm und einer Flankenhöhe von 75%.

Für das Ändern des Reifendrucks benötigt man aber den sogenannten Lastindex (abgekürzt LI). Dieser steht meistens etwas weniger prominent auf dem Reifen. In unserem Beispiel hier ist der Lastindex des Reifens 116 (in der roten Markierung). Das steht für 1.250kg Traglast je Reifen. Somit 2.500kg je Achse beim maximal zulässigen Reifendruck. Was das bedeutet, schauen wir uns später an, wenn es um die Bestimmung des korrekten Luftdrucks geht.

, Wohnmobil Fiat Ducato Reifen Serie markiert

Achslast ermitteln

Ein zweiter, ganz wichtiger Punkt ist die Ermittlung der Achslasten. Dafür muss man zumindest einmal mit dem beladenen und im Idealfall vollgetankten Fahrzeug auf die Waage. Allerdings nicht mit dem gesamten Fahrzeug. Manche Waagen können tatsächlich die Achslast einzeln ermitteln.

Wenn aber keine solche Waage zur Verfügung steht, reicht es auch einfach nur mit einer Achse auf die Waage zu fahren. Man sollte auch alle normalerweise mitreisenden Passagiere vergessen.

Diese Ermittlung ist recht wichtig, da im Fahrzeugschein leider bei den Achslasten lediglich die maximal möglichen Lasten stehen. Bei den 3,5t Ducatos beispielsweise sind das dann nämlich folgende Massen:

Fahrwerk Vorderachse Hinterachse
Light Chassis 3,5t 1.850 kg 2.000 kg
Heavy Chassis 3,5t 2.100 kg 2.400 kg

Wenn man sich diese Werte anschaut, wird schnell klar, dass die Massen in der Realität kleiner sein werden. Beim Light Chassis kommt man hier ja bereits auf 3,85t, beim Heavy sogar auf 4,5t Gesamtmasse. Somit werden die realen Achslasten bei einem nicht überladenen Fahrzeug eher zwischen 1.700 kg und 1.800 kg liegen.

Nicht zuletzt deshalb sollte man also wirklich seine reale Achslast ermitteln, um den Reifendruck optimal einzustellen.

Den richtigen Reifendruck finden

Mit den beiden Daten aus den vorhergehenden Punkten kann das forschen nach dem richtigen Reifendruck beginnen. Dazu benötigt man sogenannte Reifendrucktabellen. Diese bieten leider nicht alle Hersteller an, weshalb man bei manchen Herstellern leider nachfragen und auf Auskunft hoffen muss.

Vorbildlich sind aber Continental und Michelin. Diese beiden Hersteller bieten komplette Reifenguides inkl. der Drucktabellen öffentlich zugänglich an. Diese findet man auf den jeweiligen Homepages, muss manchmal aber auch beim Hersteller anfragen.

Mit den beiden Daten aus den vorhergehenden Punkten kann das forschen nach dem richtigen Reifendruck beginnen. Dazu benötigt man sogenannte Reifendrucktabellen. Diese bieten leider nicht alle Hersteller an, weshalb man bei manchen Herstellern leider nachfragen und auf Auskunft hoffen muss.

Vorbildlich sind aber Continental und Michelin. Diese beiden Hersteller bieten komplette Reifenguides inkl. der Drucktabellen öffentlich zugänglich an. Deshalb haben wir diese oben für euch bereitgestellt.

Hier nehmen wir nun beispielhaft den oben bereits gezeigten Reifen Continental VancoCamper 225/75R16 CP mit dem LI von 116. In der Continental Reifentabelle erscheinen die folgenden Werte für den Reifen:

, Reifendrucktabelle Continental VancoCamper

Auszug aus dem Continental Reifen Ratgeber 2023-2024

Hier sieht man nun, dass der Reifen generell einen zulässigen Maximaldruck von 5,5 Bar hat und dort die maximale Traglast von 1.250kg je Reifen (entspricht dem LI 116) erreicht. An der Vorderachse erreicht er diesen Wert bereits bei 4,75 Bar. Das heißt also, dass man bei Nenndruck bereits eine Gesamttraglast von 5 Tonnen für die Reifen annehmen kann.

Den neuen Reifendruck festlegen

Jetzt ermitteln wir einmal den neuen Reifendruck. Zuerst einmal exemplarisch für ein Light Chassis mit 3,5t. Wenn wir hier einmal von einer Achslast von vorne 1.700kg und hinten 1.800kg ergibt sich laut Tabelle bereits ein Druck von vorne 3,0 Bar und hinten 3,75 Bar. Bei einem Heavy Chassis mit zulässigen 4t steigt der Druck dann natürlich laut Tabelle. Gehen wir mal von 1.900kg an der Vorderachse und 2.100kg hinten aus, so kommen wir auf 3,5 Bar vorne und 4,5 Bar hinten.

Diese Werte hören sich doch schon deutlich anders, als die 5,5 Bar an, die der Hersteller gerne in den Reifen pumpen möchte. Allerdings sollte man diese Werte mit bedacht wählen, denn sie stehen für den rechnerischen Optimalwert. Schwankungen der Umgebungstemperatur, ein leichter Druckverlust und eventuelle Spur-/Sturzwerte werden hier noch nicht betrachtet.

Deshalb sollte man den Druck doch noch etwas erhöhen. Auch wenn die Tabellenwerte die vom Reifenhersteller vorgeschriebenen Werte angeben und diese somit ausreichend sind, würde ich persönlich einen 0,2 Bar Sicherheitszuschlag hinzufügen. Dann würde man beim Beispiel des 3,5t Chassis auf einen Druck von 3,20 Bar vorne und 3,95 Bar hinten kommen. Das macht schon einen riesigen Unterschied zum Seriendruck und somit ein großer Sprung im Fahrkomfort.

Die Michelin 5,5 Bar Anmerkung

Schaut man in den Michelin Guide, findet man unter den Tabellen der Agilis llkw Reifen, zu denen auch die beliebten Agilis Camping gehören, einen Hinweis, der einen stutzen lässt:

, Michelin Zusatzhinweis Wohnmobil

In dieser Fußnote wird darauf hingewiesen, dass bei Wohnmobilen an der Hinterachse ein Fülldruck von 5,5 Bar empfohlen wird. Um zu verstehen, woher dieser Hinweis kommt (Continental bspw. führt keinen solchen Hinweis auf) haben wir Michelin kontaktiert und um eine Begründung gebeten, die uns auch blitzschnell erreichte:

Der MICHELIN Crossclimate Camping ist ein Reifen, der verstärkte Flanken hat, damit er besser die Last aushält und damit sich der Reifen bei längerem Parken nicht verformt. Deshalb ist vorne 4,5 bar und hinten 5,5 bar empfehlenswert, diese Werte immer mit Metallventilen.
Wenn es Ihnen immer noch unkomfortabel vorkommt, können Sie den Druck entsprechend der Achslast auf der Grundlage der Tabelle anpassen.
Bei den in der Tabelle angegebenen Drücken handelt es sich immer um den Mindestdruck für das angegebene Gewicht.

Somit ist der Grund klar. Bei längerer Standzeit empfiehlt es sich wie bereits erwähnt sowieso immer den Druck zu erhöhen. Während der Saison halte ich das Erhöhen des Drucks aber für überflüssig und somit kann der Druck auch bei den gekennzeichneten Reifen bedenkenlos angepasst werden.

Abschließende Worte zum reduzierten Reifendruck

Verschiedene Faktoren können die Kräfte auf den Reifen und den Druck beeinflussen. Deshalb sollte man immer etwas Toleranz im Druck berücksichtigen, da es sich bei den Tabellenwerten um rechnerische Optimalwerte handelt. Auch bei Temperaturschwankungen der Umgebungstemperatur kann der Druck deutlich abfallen. Zusätzlich haben Reifen einen normalen Druckverlust, welcher sich ebenfalls zwischen 0,1 und 0,3 Bar pro Monat bewegt.

Jeder Hersteller und jeder Reifen hat verschiedene Drücke, auch wenn die Reifendaten vielleicht gleich sein sollten. Daher sollte immer die korrekte Tabelle für die Entscheidung herangezogen werden.

Die angegebenen Werte gelten für die Nenngeschwindigkeit des Reifens. Bei unserem Beispielreifen also 170 km/h. Das spielt uns ein wenig in die Karten, da man sich normalerweise deutlich unterhalb dieser Geschwindigkeit bewegt. Somit ist wieder etwas mehr Toleranz verfügbar.

Dennoch würde ich bei den angegebenen Werten wie bereits erwähnt immer ca. 0,2 Bar über den Tabellenwert gehen.

, Fiat Ducato Reifen im Seitenlicht

Mit dem richtigen Reifendruck verlieren auch Schotterwege ihren Schrecken

Das RDKS bei geändertem Reifendruck

Bei aktuellen Fahrzeugen wird sich nach der Änderung leider das sogenannte RDKS (Reifen-Druck-Kontroll-System) melden. Dieses ist auf den serienmäßigen Druck programmiert und erkennt somit einen Unterdruck der Reifen.

Deshalb sollte nach dem Ermitteln des Werts der Wert des Systems angepasst werden. Wer dafür selbst nicht über die Möglichkeit verfügt, sollte mit der Werkstatt seines Vertrauens über das Thema sprechen. Diese kann dann auch noch einmal über die Entscheidung schauen und gibt so ein besseres Gefühl mit der Druckwahl.

, Reifendruck Aufkleber 4 Bar

18-Zoll-Felgen für mehr Fahrkomfort

Schaut man in die einschlägigen Foren und Gruppen trifft man recht schnell auf etliche Camper:innen, die von dem himmlischen Fahrkomfort nach der Umrüstung auf 18″ Felgen schwärmen. Ist man mit dem Fahrkomfort des eigenen Campers unzufrieden, kommt so schnell der Wunsch auf die 18-Zoll-Felgen umzusteigen und endlich auch in den Genuss des Komforts zu kommen. Doch sind die großen Alus wirklich komfortabler?

Die Wahrheit über den 18 Zoll Hype

Natürlich sehen 18″ Felgen schick aus. Aber bringen sie wirklich den versprochenen Gewinn beim Fahrkomfort? Schauen wir uns das doch mal ganz nüchtern an: Warum soll mehr Felge den Fahrkomfort erhöhen?

Nein, 18″ Felgen erhöhen den Fahrkomfort nicht. Zumindest nicht mehr, als ein richtig gewählter Reifendruck. Die Ursache, dass so viele von dem guten Fahrkomfort bei 18″ Reifen sprechen, liegt einfach an dem Fakt, dass sie davor meist mit dem Originaldruck unterwegs waren. Nach dem Wechsel auf die großen Felgen sind die Fahrer:innen dann plötzlich mit dem niedrigen Druck, der sich nicht nennenswert von den von uns ermittelten Werten unterscheidet, unterwegs.

Wer sich also für 18 Zöller wegen des Styles entscheidet, kann das natürlich gerne tun, aber einen besseren Fahrkomfort, als ein richtig befüllter 16 Zöller bieten die Reifen nicht.

, Delta 4x4 Loder AT 18 Zoll

Fazit zur Fahrkomfortsteigerung

Mit dem richtigen Reifendruck lässt sich der Fahrkomfort deutlich steigern. Das Ermitteln des richtigen Reifendrucks ist keine Wissenschaft. Allerdings ist die eigenmächtige Änderung des Reifendrucks keine Kleinigkeit. Ein zu niedriger Reifendruck birgt große Risiken. Deshalb sollte man sich an das Thema nur alleine heranwagen, wenn man sich diesen Risiken bewusst ist und ein gewisses Verständnis mitbringt.

Allen anderen sei geraten, sich an die Werkstatt des Vertrauens zu wenden und das Thema einmal zu besprechen. Ein richtig eingestellter Reifendruck ist vermutlich eine der günstigsten Methoden den Fahrkomfort zu steigern. Deshalb lohnt es sich, das Thema anzugehen.

In allen Fällen sollte man aber regelmäßig den Druck der Reifen prüfen, denn spätestens nach der Absenkung hat man nicht mehr die große Toleranz, die die 5,5 Bar noch boten. Das sollte einem ein besserer Fahrkomfort aber durchaus wert sein.

🔘 Suche deine Campinglösung

Finde deine Stichworte in über 560 Beiträgen

🔘 Empfehlungen für dich

Die Tipps zum Thema

🔘 camper.help NEWSLETTER

JEDEN MONTAG – PER E-MAIL

  • Alle Blogupdates im Newsletter

  • Camping Rabatt- und Vouchercodes

  • Exklusive Informationen und Inhalte

  • Eine Abmeldung ist jederzeit möglich

camper.help Grundsätze

  • Keine Werbebanner, keine festen Sponsoren

  • Nur eigene Inhalte & Bilder – Keine Stockfotos

  • Echte Grundsätze – Community | Hersteller

  • Deine Unterstützung hält uns werbefrei

    Alle Links sind *Werbelinks, dein Preis bleibt unverändert. Als (Amazon-) Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über Werbelinks. Dein Kauf unterstützt uns direkt. Danke.

🔘 BITTE UNTERSTÜTZE UNS

Hat dir der Beitrag gefallen? Unterstütze unser Herzensprojekt – teile camper.help im Netz.

🔘 Camping Forum und deine Fragen

Michael, Patrick, Flo & Sophie helfen dir gerne weiter

, camper help team
Links oder schwierige Schlüsselwörter müssen immer auf eine Freigabe warten.

Letzte Aktualisierung am 17.03.2026 um 10:04 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API