Unser Wohnmobiltrip nach Paris, Camping de Paris & Disneyland
Huch – kein Eiffelturm als Titelbild? Richtig gesehen. Denn Paris ist so viel mehr als ein ikonischer Turm aus Eisen. Es sind die kleinen Gassen, das Licht in der Dämmerung, die Geräusche auf den Boulevards. Und genau diese Eindrücke hallen noch nach, während ich als Beifahrer auf dem Rückweg im Wohnmobil sitze und unsere Reise Revue passieren lasse … und okay. Der Turm ist wahrlich eine Ikone.

In vielen Teilen war es ein Déjà vu. Es war mein drittes Mal in Paris. Aber das erste Mal mit unseren Kindern. Klar, dass auch Disneyland auf dem Programm stand, denn das bedeutet einmal Kindheit und viel Spass zum anfassen.
Frankreichs Autobahnen vermeiden – ganz entspannt mautfrei nach Paris und zurück
Die Maut in Frankreich? Haben wir einfach umfahren, denn wir haben etwas Zeit mitgebracht. Nationalstraßen (in Frankreich grün markiert) gibt es zuhauf, und einige Autobahnabschnitte sind sogar kostenfrei. Nicht für jedermann – auch klar. Wir mögen es. Wer’s ein bisschen schmaler mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Louis-de-Funès-Straßengefühl inklusive.
Mit Apple Karten oder Google Maps und der Option „Mautstraßen vermeiden“ kommt man zuverlässig ans Ziel. Etwa 1,5 Stunden länger pro Strecke waren es dann aber schon. Mit viel mehr Charme und ohne Portemonnaie-Schmerz.

Stadt-Campingplatz – Camping de Paris – mittendrin und doch weit draußen
Eine vollständige Tarifübersicht für den Pariser Nahverkehr? Wäre ein eigener Beitrag wert, aber das wird dann vielleicht viel für einen Beitrag über Paris. Denn was man hier erlebt, sprengt jede Preisliste.
Ich werde mich jedenfalls nie wieder über die Preise in München beschweren. Denn in München kostet ein Familientagesticket gerade einmal 17 Euro. Für bis zu fünf Personen, den ganzen Tag, kreuz und quer durch die Stadt. Das ist nicht nur günstig, das ist fast schon sozialromantisch.
Camping de Paris
Ganz ehrlich. Wir hatten wenig erwartet und wurden angenehm überrascht. Tagsüber etwas laut (Gas-Proleten lassen grüßen), nachts aber absolut erträglich. Die Sanitäranlagen? Top. Die Croissants am Morgen? Himmlisch. Und die Parzellen im Stadtwald sind groß genug für Wohnmobilisten mit Platzanspruch.
Für 2 Erwachsene, 2 Kinder und 1 Wohnmobil bezahlten wir pro Nacht 81,23 Euro. Ja, saftig – aber wir sind schließlich in Paris.
Camping de Paris
Vom Campingplatz in die City – Shuttle, Bus, Metro, Drama
Der Shuttleservice vom Campingplatz
Der Shuttle-Service vom Campingplatz fährt für 2 Euro (Erwachsene) bzw. 1,30 Euro (Kinder) direkt zur Porte Maillot. Praktisch, aber mit Haken. Er fährt nur bis 19:45 Uhr. Wer Paris bei Nacht erleben möchte (und das sollte man!), muss also anders planen. Denn Paris bei Nacht ist ein absolutes MUST SEE. Und das bringt uns zum nächsten Kapitel. Was kann der öffentliche Nahverkehr?

Öffentlicher Nahverkehr in Paris – eine kleine Wissenschaft
Bus 244 – unser Einstieg ins Pariser Verkehrschaos
In ca. 8 Minuten Gehzeit vom Platz fährt der Bus 244 von „Les Moulins – Camping“ zur „Porte Maillot“. Von dort geht’s per Metro oder Bus weiter. Mit einem entscheidenden Haken. Tarifsysteme und Verbindungen passen oft nicht zusammen. Manchmal braucht man für eine Strecke zwei Einzeltickets. Obwohl es 2 Busse hintereinander sind und dem bereits gelesenem Widersprach.
Ein einfaches Beispiel. Wer mit dem Bus 244 zur Metrostation fährt und dann in den Bus 82 Richtung „Luxembourg“ zum Eiffelturm umsteigen will, braucht pro Person 2 Einzelfahrscheine à 2,50 Euro. Also 20 Euro für unsere Familie. Und Kinder zählen ab 11 Jahren als Erwachsene. Merci, Frankreich!
https://www.iledefrance-mobilites.fr/de/titres-et-tarifs/detail/ticket-metro-train-rer

Fahrrad? Eher nicht – zumindest nicht mit Kindern
Was auf der Karte „ums Eck“ aussieht, ist in Paris schnell mal ein 45-Minuten-Marsch. Mit dem Fahrrad? Möglich, aber eher ein Abenteuer als eine Empfehlung. Zwischen hupenden Taxis und fahrradfeindlichen Straßen fühlten wir uns nach überlegen mit Kids schlichtweg nicht sicher.
Tarife – Paris Visite Pass vs. Navigo vs. Planlosigkeit
- Die Pauschalpreise sind meist ein schlechter Witz. Paris Visite Pauschale Zonen 1-5 kostet für 3 Tage pro Person 70,90 Euro. Für Familien? Eher teuer. https://parisjetaime.com/ger/tickets/paris-visite-pass-unbegrenzte-fahrten-m9001083
- Bei Navigo hängt es vom eigenen Fahrverhalten ab. 12 Euro + 5 Euro Bearbeitungsgebühr kostet die aufladbare Tageskarte, die uns eine Informationsdame erst mal verweigerte.
- Unterstützung Smartphone-Ticket. Erster Gedanke – Mega und gleicht ausprobiert. Was für ein Reinfall. Auf dem Smartphone gebuchte Tickets können immer nur für eine Person entwertet werden. Also 4 Personen – 4 Konten anlegen – 4 Smartphones. Wer denkt sich sowas aus? Ich hoffe ich war einfach zu doof dafür.
Die Lösung heißt Uber
Hier kommt unser Gamechanger namens Uber. Für 16 Euro für 4 Personen von Montmartre zum Camping de Paris. Schnell, bequem und ohne Tarifverwirrung. Besonders nachts war es Gold wert. Wer schon mal mit Kindern durch dunkle, leere Straßen gewandert ist, weiß, was ich meine.

Warum eigentlich Paris – Unsere 5 MUST-Sees?
Natürlich färbe ich den Bericht subjektiv ein, denn selbst erlebtes ist immer individuell. Meine Rangliste der Top 5 für 2025, der Sehenswürdigkeiten, welche mir am meisten im Kopf bleiben werden. Angelesen haben wir uns die Tipps aus meiner neuen Lieblingsbuchreihe TOP10.
Kompakte Maße und leichtes Mitnehmgewicht, nicht überflutet an Informationen und herausnehmbare Karte in dicker robuster Papierqualität.
Montmartre & Sacré-Coeur – wunderschönes Paris
Mein ganz persönlicher Favorit. Der erste Abend in Paris hielt für mich eine echte Überraschung bereit. Ich kannte die Sacré-Coeur natürlich. Aber das umliegende Künstlerviertel war mir neu. Sophie kannte es schon und es hat mich sofort gepackt. Ein quirliges Treiben, zugegeben auf hohem touristischen Niveau, aber mit einer Atmosphäre, die sofort unter die Haut geht. Es war laut und lebendig und trotzdem erstaunlich gemütlich. Die Stimmung war echt klasse.
Auf dem höchsten natürlichen Hügel der Stadt reihen sich Restaurants aneinander von Mittelklasse bis gehoben. Apéritif – oder Aperöli – wie meine Kinder sagen? Gibt’s hier im Dauerbetrieb. Dazwischen kleine Galerien, Souvenirshops und liebevoll geführte Läden mit allerlei kunstvollen Fundstücken. Dazu Straßenmusiker, die den Moment mit Leben füllen. Oft so gut, dass eines meiner Kids ein paar Münzen dagelassen hat. Und das alles in einem Viertel mit überraschend wenig Autoverkehr.
Wer nicht gut zu Fuß ist, kann auch bequem mit dem Bus – zum Beispiel der Linie 40 – direkt nach oben fahren. Aber der Spaziergang lohnte sich. Wer am späten Nachmittag kommt, erlebt die Sacré-Coeur & Montmartre in der goldenen Dämmerung. Und wer bleibt, wenn das Licht ausgeht, taucht ein in eine fast magische Stimmung. Abendessen im Freien, der Blick auf das abendlich glühende Paris, irgendwo spielt Musik, da ein krachendes Moped dazwischen – und plötzlich weiß man, warum man diese Stadt nie vergisst.
Stille und Trubel wechseln sich hier in kurzen Abständen ab. Und genau das macht den Reiz aus. Für jeden ist etwas dabei. Für uns war das reichlich.
Der Eiffelturm – mit Spartipp
Mein Tipp. Unbedingt runterlaufen, sonst verpasst ihr sehenswertes wie die Sicht auf:
- Die Konstruktion des Eiffelturmfuß,
- Den „Garten“ in der 1. Etage.
- Auch auf einer Glasscheibe in 57 Meter Höhe nach unten sehen und stehen. Das hat was.
Man kann viel Geld im Paris lassen, oder die vielen Haken und Ösen lassen sich auch vermeiden. Für uns machte es deutlich Sinn, die erste Angebote mit teuren Tickets links liegen zu lassen. Hier im Anschluss meine Tipps und Tricks für günstigeren Eintritt in und auf den Eiffelturm.
Die Googlezocker
Wer per Google sucht, wird oft in die Fänge überteuerter Anbieter gelockt. Ein Ticket auf die 2.te Etage für 49 Euro und zur Spitze für 99 Euro pro Person? Ja, wurde uns tatsächlich angeboten. Für 4 Personen also fast 200 bzw. 400 Euro? No, Merci.
Der Spartipp ausserhalb von Ferien und Saison oder mit etwas Zeit
Vor Ort (aber nur ausserhalb der Ferien) oder über die offizielle Website der Tour Eiffel buchen.
https://www.toureiffel.paris/de/eintrittspreise-offnungszeiten
Vorausbuchen im Tourismusbüro
Als Kombiticket mit Bootsfahrt über das Tourismusbüro. 2 Erwachsene + 2 Kinder inklusive Eiffelturm auf die 2.te Etage und Seine-Bootstour für 129,20 Euro. Allerdings, haben wir zum Glück früh gebucht. Die Tickets kamen mit Verzögerung von über einem Tag per Mail. Das stand aber bei der Buchung mit dabei, insofern geht spontan buchen nicht wirklich.
https://parisjetaime.com/ger/tickets/best-of-paris-passlib-seine-eiffelturm-bootsfahrt-m9001022
Seine – 10 Sehenswürdigkeiten vom aus Fluss sehen
Die Bootstour auf der Seine war ein echtes Highlight und haben das am ersten Tag gemacht. In einer Stunde sahen wir:
Eiffelturm, Grand Palais, Palais Bourbon, Musée d’Orsay, Institut de France, Pont-Neuf, Notre-Dame, Île Saint-Louis, Louvre. Alles für einen ersten Blick und ganz ohne Fußmarsch. Der perfekte Einstieg ins Sightseeing.
Wir waren übrigens kurz davor, das Restaurant auf dem Pont-Neuf zu besuchen. Falls ihr dort wart, erzählt doch in den Kommentaren, was wir verpasst haben.
Alles – was in Paris herumsteht :-)
Nein. Doch. Oh.
Ich verrate euch ein Geheimnis. Was man in Paris verpasst, ist gar nicht wichtig. Denn dafür entdeckt man anderes. Ob Notre-Dame von innen, den Arc de Triomphe, ein Blick von der Galeries Lafayette oder einfach ein genialer Crêpe oder Chiche an der Straßenecke. Paris funktioniert immer.
Disneyland – MUST SEE für Jung und Alt
Ich kannte Disneyland schon, aber für unsere Kinder war es eine echte Premiere. Der eigentlich ursprüngliche Grund unserer Reise. Denn bald ist diese Welt vielleicht nicht mehr cool genug für sie. Also los. Ein Tag voller Kitsch, völlig überdrehte Kinder (die anderen natürlich) und jeder Menge Fastfood. Und … ein Tag voller Magie.
Country Park Crecy la Chapelle
Ein irgendwie perfekter Stellplatz für den Besuch im Disneyland. Der Country Park Crécy-la-Chapelle. Ruhig gelegen, zwei Pools, ausreichend große Stellplätze. Die Sanitäranlagen? Okay, reicht aus. Der Expressbus fährt in ca. 8 Minuten zu Fuß erreichbar für 2,50 Euro pro Person etwa 20 Minuten bis zum Parkeingang und das bis Mitternacht.
Kosten: 2 Erwachsene, 2 Kinder, 1 Wohnmobil – 57,12 Euro pro Nacht. Absolut fair.
Country Park Crecy la Chapelle
Fazit – Paris mit dem Wohnmobil? Unbedingt!
Paris mit dem Wohnmobil zu erkunden, war für uns ein echtes Abenteuer. Nicht immer einfach, manchmal chaotisch, aber dafür umso eindrucksvoller. Zwischen Croissants am Campingplatz, Metro-Tickets, die uns zur Verzweiflung brachten, und magischen Momenten auf dem Montmartre, haben wir die Stadt der Liebe auf unsere ganz eigene Weise erlebt.
Unsere Kinder schwärmen noch heute vom Disneyland, wir Eltern eher von der Seine bei Sonnenuntergang. Und dass ein Uber mehr als einmal unsere Fußsohlen gerettet hat – geschenkt.
Wer bereit ist, sich auf die Stadt einzulassen, wird belohnt. Mit tollen Erlebnissen, die im Kopf bleiben. Mit Begegnungen, die durchaus berühren. Und mit Geschichten, die man gerne weiter erzählt.
Paris im Wohnmobil? Jederzeit wieder.
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Letzte Aktualisierung am 17.03.2026 um 15:39 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


























