Das Problem mit den Campern
Wieder gibt es Strandräumungen in Spanien, und in Portugal ist es längst zu spät. Wie können wir das Problem mit den Campern lösen? Was können wir Camper tun?

Das Camperproblem in Spanien
Jedes Jahr aufs neue gibt es Berichte über die überfüllten Strandabschnitte in Spanien. Erst jetzt hat die Polizei in Elche an der Costa Blanca durchgreifen müssen. Anwohner hatten sich über die Massen an Wildcampern beschwert. Wer schonmal im Winter an den spanischen Küsten unterwegs war, der weiß, dass es wirklich Massen sind. In Reih und Glied stehen, wie z.B. auf der Landebahn in Tarifa, die Camper. Ein Unterschied zum Campingplatz ist kaum zu erkennen. Außer, dass man auf den meisten Campingplätzen und Stellplätzen noch mehr Abstand zum Nachbar halten kann.
Entsorgungsmöglichkeiten gibt es an diesen Hotspots natürlich keine und weil man seinen Platz nicht hergeben möchte, wird zur Entsorgung ungern weggefahren. Der Nachbar duscht auch mal schön im Freien und so duftet es auch gerne mal nicht so angenehm.
Dort stehen VW Busse neben dem Liner. Alle Camperschichten treffen sich scheinbar in Spanien an den Küsten und sammeln sich in Rudeln. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Menschen, die dort wirklich leben, über diese Zustände beschweren. Wer möchte schon einen illegalen Campingplatz vor der Tür haben. Ihr etwa?

In Portugal ist es schon zu spät
In Portugal ist es schon zu spät. Vor einigen Jahren sammelten sich dort die Überwinterer jedes Jahr. Die Küsten waren auch dort voll mit Campern und diese richteten sich häuslich ein. Da sahen wir manchmal Fußmatten vor der Tür, Blumen vor der Motorhaube, oder gar die ausgefahrenen Markisen.
Und wie in Spanien heute gab es verständlicherweise immer mehr Gegenwind der portugiesischen Einwohner. Ist man heute in Portugal unterwegs, werden einem die Campen verboten Schilder sofort ins Auge fallen. An fast allen Küsten empfangen einen, teils weit vor der eigentlichen Küste die Camperverbotsschilder. Teilweise kommt man nicht mal mehr an die Küste mit seinem Camper.
Das ist sehr ärgerlich, aber am Ende sind wir Camper selbst schuld. Wird etwas übertrieben, dann hat das leider meistens Konsequenzen. Und so schwinden schöne Orte für uns Camper und diese kommen vermutlich auch nicht wieder zurück. Ob daran Social Media schuld ist oder nicht, das tut letztendlich nichts zur Sache und ist eine müßige Diskussion. Es passiert und es passiert auch jedes Jahr wieder in Spanien.
Vielleicht so lange, bis es dort auch wieder so weit ist, wie in Portugal. Wir waren über den Jahreswechsel auf Sizilien und auch dort ist der Anstieg der Camperdichte bereits spürbar, auch wenn dort noch genug Platz zu sein scheint. Welches Land dann das nächste ist, kann man schonmal raten.
Aber wohin mit uns Campern?
Klar ist aber auch, dass wir Camper im Winter oft in den Süden flüchten wollen. Ist nicht das der Vorteil unserer Reiseart und was wir lieben? In der kalten grauen Zeit in den Süden zu fahren ist einfach eine schöne Möglichkeit Vitamin D zu tanken und die Akkus aufzuladen. Auch wir tun das immer wieder. Doch was soll man tun, wenn man z.B. in den Süden Spaniens möchte? Wenn man mal die Karte um Tarifa herum in P4N anschaut, wird schnell klar: Legal und kostenlos sieht es dort mau aus. Aber wenigstens gibt es einige Entsorgungsmöglichkeiten für die, die sich trauen ihren Platz allein zu lassen.

Wählt man kostenpflichtige Stellplätze an, dann sieht es an der Küste schon besser aus. Aber dort liegt ein Problem für die Überwinterer. 15€ oder mehr pro Tag sind vielen bei einer Standzeit von teils Monaten einfach zu viel. Manch ein Platz ruft auch im Winter Preise in der Region von 30€ oder gar 50€ auf. So kommen im Monat eben mal 450€ und deutlich mehr zusammen.

Doch was sollen wir Camper jetzt tun? Schaut man sich die Karte der kostenfreien Plätze an, wird schnell klar, dass es auch in Spanien einige kostenfreie Plätze gibt. Diese liegen zwar nicht an der Küste, sind dafür aber meistens leer. Das hilft zwar den Surfern nicht, da die eben an der Küste stehen wollen, aber dafür gibt es dann leider keine Lösung.
Die Ausrede, es gäbe zu wenig legale Möglichkeiten, zieht also nur bedingt. Wir selbst standen auf einem Stellplatz in Tarifa sehr nah am Strand. Dieser kostete 8€ die Nacht und war halb leer. Dieses Jahr kostet er nun wohl 15€ und ist vermutlich noch leerer. Stellplätze gibt es also schon einige. Nur kosten diese und das teilweise wirklich viel für wenig Service. Wie wir aus diesem Problem heraus kommen, das bleibt wohl noch ungewiss.
Mehr Stellplätze – Ist das die Lösung?
Gute und günstige Plätze sind meist voll und es gibt teilweise wohl Wartelisten. Auf der anderen Seite standen bei unserem oben angesprochenen Stellplatz für 8€ etliche Camper direkt vor der Tür an der Straße, obwohl es wie gesagt genug Platz gegeben hätte. Das wiederum ist dann auch von Camperseite nicht so Prestige fördernd.
Mehr legale Stellplätze wären sicherlich die Lösung. Doch wo sollen diese hin? Wer soll sie zahlen?
Viele Gemeinden, die nicht so gut besucht sind, bauen bereits gratis Stellplätze, um Touristen anzulocken. Das klappt scheinbar auch tatsächlich in wenig besuchten Gegenden. Wir sind dort auch schon des Öfteren an unerwarteten Orten gelandet. Das lohnt sich aber für Gemeinden nur, wenn sie den Tourismus anlocken wollen und dann auch davon profitieren. Sei es durch Eintrittsgelder, Verkäufe oder aber Restaurants.

Die Orte, die aber aktuell geräumt werden, haben ja das gegenteilige Problem. Sie wollen keine Touristen anlocken. Und um ehrlich zu sein, lassen die meisten dort nicht wirklich viel Geld liegen. Sollten nun also die Einwohner für die Touristen zahlen und keinen Mehrwert davon haben? Würde das jemand von euch machen wollen?
Aber kann man einen gebührenpflichtigen Stellplatz innerhalb Europa überhaupt noch für vertretbare Beträge anbieten? Sind 8€ heute einfach zu wenig, um die Kosten für Steuern, Wartung der Ver- und Entsorgung und etwaige Nebenkosten für Genehmigung und Personal zu bezahlen? Vielleicht verlangen wir Camper da auch etwas viel. Auch wenn es natürlich manche mit Kosten weit jenseits der 20€ deutlich übertreiben und sich mit einem besseren, oder schlechteren Parkplatz die Taschen füllen.
Vermutlich ist es, wie so oft. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und der Kompromiss wäre ein schönes Ziel. Ob dieser aber langfristig gefunden werden kann, ist fraglich.
Ein Appell an uns alle!
Verhindern können wir es wohl nicht. Wir Camper zerstören, was wir lieben. Vielleicht sind wir einfach zu viele? Vielleicht sind wir aber auch einfach zu viele am selben Ort?
Was soll man tun? Nicht mehr in den Süden fahren? Hotel statt Camping? Wohl eher nicht.
Wir selbst stehen oft und gerne frei. Wir campen zwar wild, haben aber unsere Grundsätze. Wir benehmen uns beim Freistehen auch entsprechend. Kein Müll und keine Entsorgung verstehen sich wohl von selbst. Stühle stehen nur vor der Tür, wenn wir darauf sitzen. Der Tisch bleibt verstaut und weder die Markise, noch andere Anbauten werden ausgefahren. Auch versuchen wir uns nicht für Wochen einzunisten, sondern fahren auch nach wenigen Tagen wieder weiter.

Eigentlich stehen wir doch frei, weil wir die Freiheit genießen wollen. Die Natur spüren und sehen und etwas anderes suchen, als einen Camping- oder Stellplatz. Warum stellen sich die Camper dann dicht an dicht an eine bereits überfüllte Stelle? Etwas weiter im Landesinneren gibt es meist Platz ohne Ende und niemand würde sich an einem stören, wenn man sich benimmt. Wir sollten einfach auch anfangen uns besser zu verteilen und keine großen Rudel zu bilden, wenn wir unterwegs sind.
Generell sollten wir alle einfach mehr Rücksicht auf die Menschen nehmen, die dort leben, wo wir unseren Urlaub machen wollen. Benehmt euch, wie ihr es auch vor eurer Haustür erwarten würdet. Denkt daran, dass dieses Stück Land nicht euch gehört und als Bonus Tipp (wenn es geht) lasst auch etwas Geld bei der lokalen Bevölkerung. Sei es beim Einkauf im kleinen Laden, oder im Restaurant nebenan. Auch das kann die Akzeptanz deutlich steigern.
Abschließende Worte
Abschließend möchte ich noch einmal anmerken, dass dieser Beitrag zum Nachdenken anregen sollte. Er stellt sicherlich nicht die eine Wahrheit dar und soll keinen angreifen. Wir alle haben unsere Ziele und Wünsche. Das Ziel dieses Beitrags ist es beide Seiten etwas zu beleuchten und mal kurz die Camper Brille abzulegen.
Fühlt euch also nicht angegriffen, aber überdenkt vielleicht auch gelegentlich unser und euer Verhalten. Die Außenwirkung ist manchmal anders, als man es selbst wahrnimmt. Denkt an andere und genießt trotzdem eure freie Zeit.
Auf ein gutes Miteinander!



Hallo, ich glaube wir alle finden uns irgendwo in diesem Artikel wieder. Wir sind in den Masse das Problem. Die „paar“ schwarzen Schafe werden mit der Masse auch mehr und sorgen für das teilweise miese Camper-Image. „Unsere“ Erwartungshaltung ganze öffentlich Strände zu „besetzen“ für schön Selfie oder den Instagram-Post sind auf einem Allzeithoch. Ich weiß keine Lösung und kann als Camper jede Seite verstehen. Ich selbst fahre einen VW-Bus und campe nahezu unsichtbar auf kleinstem Platz… oft umreiht von den weißen Schiffen die im Kern nur noch wenig mit campen zu tun haben. Der Trennt unterwegs auf nichts wirklich verzichten zu wollen, gepaart mit Erwartungshaltung im hier und jetzt sein zu dürfen ist leider der schleichende „Tod“ für viele Stellplätze egal wo und Europa. Wir alle sollten uns an die eigene Nase fassen und wieder alte Räume für Bewohner, Anwohner, Natur und Mitmenschen zu schaffen. In dem Sinne… ich wünsche achtsames campen. Markus
Wohnmobil für 1 Jahr kaufen oder mieten?
Hallo. Ich bin ein Auto-Schlafer und war das schon vor 20 Jahren, als das noch kein Trend war wie heute. Mit einem Auto stört man nicht und blockiert nicht alles. Das soll keine Kritik sein, aber manche WoMos sind schon ziemlich groß! Ich stehe irgendwo über Nacht, hole mir mein Frühstück beim Bäcker, koche mir meinen Kaffee, sitze im oder neben dem Auto und frühstücke und dann fahre ich wieder. Mit Einheimischen hatte ich trotz wild stehen noch nie Probleme. Ich überwintere natürlich nicht im Süden, mit einem Auto geht das nicht, aber ich bin sehr gerne außerhalb der Hauptreisezeit unterwegs.
Was mich aber immer wieder überrascht: ab und zu, wenn ich mich als Frau unwohl fühle, dann würde ich gerne auf einem WoMo Stellplatz stehen, und ich würde auch dafür bezahlen. Weil es sich manchmal einfach sicherer anfühlt, wenn noch jemand dabei steht. Aber ich darf nicht. Um sechs Uhr morgens klopft der Platzwart ans Fenster und obwohl ich bezahlt habe, niemanden störe und keinen Dreck mache (dafür gibt es Trenntoiletten und Mülleimer), werde ich weggeschickt. Weil ein Auto mit Matratze kein Womo ist. Ich wurde in solchen Fällen schon mehrfach weggeschickt. Das finde ich ziemlich schade.
Wie wäre es, wenn die Spanier mehr Stellplätze einrichten würden. Der Wohnmobilist gibt bei seinen Reisen viel Geld aus und ist ein Wirtschaftsfaktor im spanischen Tourismus. …..aber, wenn man nicht alles selber macht. .
Wer so ein womo fährt hat doch wohl genug Geld zu, Hause die Eigentumswohnung und dann knausern um die Platzmiete.
Sorry aber das ist echt arm.
Hallo, bin genau deiner Meinung. Waren heuer auch 7 Wochen in Spanien. Es ist schlichtweg schlimm wenn man mit einen riesigen Camper, Anhänger mit Smart an den Stellplatz in La Pobla de farnals valencia reinfährt, den ganzen Service benützt und dann wenn man diese ‚Camper‘ darauf aufmerksam macht, dass seit 2025 ein Unkostenbeitrag von 6 Euro für 3 Tage zu bezahlen wären (wurde im Jänner und Februar noch nicht kontrolliert), genau DIESE vor dem Platz an der Straße ihre Camper parken um sich die 6 Euro zu sparen. Und genau diese Verhaltensweisen haben wir sehr häufig beobachtet. Auch wure des öfteren Grauwasser am Strand oder Straße abgelassen, sowie die Toiletten in die Büsche entsorgt. Ich verstehe die Spanier, Italiener oder alle Betroffenen vollkommen, wenn sie sich dagegen wehren und bleibe doch noch positiv und hoffe, dass diese Leute einmal ihr schlechtes Verhalten überdenken um als Naturliebhaber weiter diese schönen Länder zu besuchen und den schlechten Ruf für uns Camper (der immer häufiger entsteht) wieder zu ändern.
Was ich nicht verstehe ist das viel Camper alles haben. Einen großen Wagen, im Anhänger der Roller, eine mobile Küche, Möbel, Räder meist teure E bikes und sich dann über die Preise beschweren in dem Land das sie für einige Monate bewohnen und die Gastfreundschaft genießen. Es sollte doch eine selbstverständlichkeit sein dieses ohne groß zu klagen zu akzeptieren und sich zu benehmen. Wer so ausgestattet für Monate ins Ausland reisen kann sollte auch mit einem Lächeln ihm Gesicht sich das leisten können.
Ich weiß zwar nicht was der Platz gekostet hat bzw.hätte, aber wo meine Toleranzgrenze ist dass Jemand der von mir aus ein großes Wohnmobil mit Hänger und evtl sogar noch einen Hubschrauber hinten drauf hat da deswegen angegangen wird. Mir Persönlich geht es um Abzocke ,und sonst nichts.
Ich fahre seit 8 Jahren nach Spanien (seit 2019 immer ca.6 Monate).
Aber was ich hier und in Portugal überhaupt nicht verstehe,warum die die ganzen letzten 30 Jahre ganz einfache und gegen Bezahlung jeweils eine Ver und Entsorgungsstation immer irgendwo ausgewiesen haben.
Natürlich geht es garnicht in der Pampa oder woanders den Dreck zu hinterlassen.
Aber dass was ich geschrieben habe ist mir von Anfang an schon immer aufgefallen.
Das würde in den meisten Fällen vieles beruhigen.
Ich würde 1000€ Strafe für verbotenes campen erheben.
Hallo liebe Leser,
es freut mich, dass ihr hier angeregt, diskutiert und eure Standpunkte schreibt. Das zeigt sehr schön, wie unsere camper.help Community zu dem Thema steht und es freut mich, dass die meisten sowohl den Beitrag verstehen, wie er gemeint ist und vor allem, wie viele vernünftige Leser wir haben.
Ich möchte aber alle vor dem Schreiben eines Beitrags bitten, noch einmal tief durchzuatmen.
Bleibt sachlich und beleidigt niemanden. Unsachliche oder beleidigende Beiträge werden kommentarlos gelöscht.
Und noch ein paar allgemeine Worte:
Wir bei camper.help stehen für Vielfalt und Weltoffenheit. Wir nehmen Rücksicht auf andere Menschen, egal welcher Herkunft. Und ja auch Tiere liegen uns durchaus am Herzen.
Vielen Dank an alle, die sich konstruktiv und rücksichtsvoll beteiligen. Ihr seid super!
Beste Grüße
Patrick
Ich möchte auf dieser freundlichen und weltoffenen Seite keine unappetitliche Hetze lesen. Bitte benehmen Sie sich.
Es ist völlig egal, ob mich Ihre Meinung anwidert oder antörnt: Sie gehört hier einfach nicht hin.
Ist ja verständlich wenn camper mit wohnmobilen die im 6 stelligen preissegment liegen sich keine 8 Euro pro Nacht leisten mögen aber dafür ihre Hinterlassenschaften bei unseren spanischen Freunden hinterlassen.
Ja genau jetzt geht es schon wieder weiter mit der Spirale.
Gerade war von 1 bis 2 €uro geschrieben und 2 Beiträge weiter 8 €uros und wahrscheinlich beim 5.Beitrag 30 …
Und genau dazu der Neid weil der eine des?Hat und der andere dass nicht und und….
Die sind alle auf pump und können sich das nicht leisten. Die armen womöglich fahrer
Ich bin von Oktober 2024 bis März 2025 mit meinem Van 5,40 m allein auf Lanzarote gewesen. Hier gibt es nur Parkplätze, Camping ist verboten. Allerdings sind hier auch viele Einheimische wegen der Wohnungsknappheit auf das Campingfahrzeug umgestiegen. Hier gibt es für die Ver- und Entsorgung Tankstellen, wo man gegen geringes Geld entsorgen kann. Es gibt auch immer wieder Camper, die dort entsorgen, wo sie stehen. Aus allen Ländern.
Gottseidank hat die Policia Lokal und Guardia Civil ein Auge drauf. Dickschiffe mit festem Fäkalientank können hier nicht entsorgen. Aus meiner Sicht sollten die Balearen gegen eine Gebühr von jedem Touristencamper Stellplätze einrichten und mit Ver- und Entsorgung bestücken. Das käme den Inseln und den Gästen zugute.
Sehr gute Bericht, wobei sich mir die Frage stellt, ohne es zu verallgemeinern:“ In unserem schönen Deutschland liest und schimpft jeder Zweite über Ausländer, warum benehmen wir uns als Ausländer, nicht nur in Spanien, wie die Axt im Walde und gehen nicht mit guten Beispiel voran?“
Ich habe volles Verständnis für die Kritik der einheimischen Menschen. Es gibt genügend zugelassene Stellplätze und Wildcampen, geht gar nicht. Wir sind Gast in dem Land und haben das , zu respektieren. Nur zur Auffrischung der Fahrtüchtigkeit und nicht für Wochen oder Monaten.
Warum sollte ich da nicht stehen bleiben wenn eine Entsorgungsstation vorhanden ist.
Das ist doch genau meine Freiheit.
Der eine geht für billiges 💰 auf dem Stellplatz und auch evtl.billigen Campingplatz.
Und der andere geht auf den teuren Campingplatz wo er auch von mir aus ein Vorzelt und eine Sauna hat.
Ich stelle hier eine massive Neudkultur in dem Forum fest obwohl ich gerade 15 Minuten drin bin.
Das?Hat für mich nichts mit Toleranz zu tun.
Meine bezieht sich auf Leben und Leben lassen.
Und nicht was bin ich ,was hab ich.
Muss man eigentlich immer unterwegs sein? Ständig in der Karre sitzen und fahren. Dann auch noch darin wohnen können,ja das ist genau das richtige für uns Deutsche. Wenn man sieht,was auf unseren Autobahnen auch am Wochenende so los ist,graust es einem.
Habe selbst in der Verwandschaft und Bekanntschaft diese Leute,die hier von Hannover ,von Freitag bis Sonntag in die Schweiz fahren. Oder in der Woche! nach Feierabend zum Timmendorfer Strand zum Kaffetrinken fahren. Bekannte Hotspots fahren meine Frau und ich seit Jahren nicht mehr an. Viel zu voll. Und zwar zu jeder Jahreszeit! Einfach nur Krank sowas? Vielleicht.
Ich glaube eher,um dem alten Spruch gerecht zu werden: Es geht uns zu grossen Teilen noch viel zu gut.
Ihr sprecht mir aus der Seele. Kann es überhaupt nicht verstehen, wie man dicht an dicht stehen kann, die Anwohner nervt oder gar den Luxus wie zu Hause mit Meerblick braucht und kein Geld mehr für den CP ausgeben will. Aber wahrscheinlich machen die Masse an Weissware die Camper-Freiheiten selbst kaputt. Noch kann man ja weiter gen Süden.flüchten, in Länder in die sich derzeit viele nicht hintrauen, aber wie lange noch?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Camper die freistehen oft sich mit den Sätzen rechtfertigen, dass sie den Müll entsorgen etc.
Verboten ist verboten. Darf die Natur keine Pause haben? Wenn man mit dem Camper z.b. am Waldrand steht, zwar keinen Müll liegen lässt..aber für die Tiere steht da etwas was sie nicht kennen. Vorallem betrifft esJungtiere. Das Womo hat Licht, ev. steigt man nochmals aus um etwas zu holen, zum pinkeln.
Die Geräusche, die Lichter, das Auto und die Menschen stören sie. Darum Natur spüren und in der Natur campen ist für mich klare Augenwischerei. Meistens verlieren die Vans noch schön Öl, der den Boden verseucht…Auch von Forstarbeitern habe ich schon gehört, dass sie nicht pünktlich arbeiten können weil da noch ein Van/Camper steht der wegfahren muss und der ev. Noch schläft. Land und Verbote respektieren und Natur würdigen. Ich campe seit Jahren nur in der Nebensaison und stehe nie frei.
Freiheit bedeutet für mich Rücksichtnahme
JA, JA, JA! Genau so sind auch meine Gedanken! Erst vor kurzen hatte ich wieder mit Personen eine Diskussion genau darüber. Die stellen sich einfach in den Wald und sind so stolz weil sie „die besonderen“ Freisteher sind weil sie überhaupt nix hinterlassen und gar niemanden stören.
Verbote, die so ja eigentlich genau für sie nicht gelten, da man ohne Stühle und Markise unterwegs ist, halten sie für total dämlich und sie sind ja nicht schuld daran, nur alle anderen die sich nicht ordentlich verhalten.
Es gibt überall so tolle Campingplätze und Stellplätze die legal sind und man trotzdem an Klippen, nahe Stränden, in Wäldern, am Fluss stehen kann ohne die Natur und seine Bewohner zu stören. Denn diese, finde ich, stören Wild Camper immer!
Wir sind gerade auf dem Rückweg von Spanien und auch frisch betroffen. Wer viel frei stehen will, sollte möglichst einen 6 Meter Camper fahren. Viele Spanier verstehen nicht, wenn da Dickschiffe für 150T€ kommen und die Besitzer nicht bereit sind, 20 € für einen Stellplatz zu bezahlen. Dann ist es natürlich so, das Wetter ist im Winter und Frühling an der Ostküste am besten. Wer aber bereit ist, in dieser Zeit nicht nur auf die Mittelmeerroute zu setzen, wird keine Schwierigkeiten bekommen. Mehr Rücksicht und weniger Egoismus, das sind doch eigentlich Camperwerte.
Der Hinweis auf die Kosten und „Freisteherentsorgung“ ist absolut top. Viele Mobilisten besorgen sich auch kostenlos Frischwasser in Gemeinden, die letztendlich auf die Einheimischen umgelegt werden. Auch wir fuhren Jahrelang zum Überwintern mit Womo & PKW-Trailer nach Marokko, Portugal und Spanien. Die geschilderten Auswüchse fingen in der Tat vermehrt vor ca 4Jahren an, so dass wir unsere Überwinterungssicht stark anpassten. Wer trotz teuren Womos nicht bereit ist die Vorteile von CP‘s / Stellplätzen mit Ent-/Versorgungsmöglichkeiten zu nutzen sollte zu Hause bleiben.
Das lasse ich mir definitiv von Niemandem Vorschreiben dazuv fahre schon zu lange über 40 Jahre.
Auch nicht von Ihnen. Stellen Sie sich mal vor,seit 2019 habe ich mir sogar einen geschlossenen Anhänger mit einer gebrauchten Harley Davidson gekauft. Schhlimm oder?
Und jetzt sagen Sie mir ich muss auf einem Campingplatz.?
Geht’s noch….
Zum Thema Campen in Spanien:
Leider benehmen sich viele Camper wie die letzten Schweine.
Wir standen 2 Nächte in der Nähe von Málaga auf einem freien Parkplatz. Ein Camper, der neben uns stand, hat in der Nacht einfach sein Grauwasser auf dem Platz abgelassen. Wo hat er wohl seine Fäkal- Kassette entleert?
Wieso glauben wir Camper, dass wir in Spanien in den besten Strandlagen ein Anrecht haben, kostenlos stehen zu dürfen. Versuchen Sie das mal an der Nordsee/ Ostsee bzw. Binnengewässer in Deutschland. Wir Ausländer blockieren die schönsten Strände. Das geht so weit, dass die Einheimischen ihre eigenen Strände nicht nutzen können.
Verbotsschilder (keine Stehen mit Wohnmobil/ Wohnwagen während der Nacht) werden bewusst ignoriert. Natürlich wird dabei so getan, als ob man auf einem Campingplatz steht (Markise ausgefahren, Grillen, Feten, usw.). Man kann den Spaniern nur raten, eine hohe Strafgebühr für unerlaubtes Übernachten zu verlangen. Die Gutmütigkeit der Spanier dürfte/ ist bald aufgebraucht.
Wir haben dieses Jahr erstmals in Spanien überwintert. Ich hatte bei der Planung bereits mind. 500- 600 EUR/ Monat an Stellplatzkosten eingeplant. Damit bin ich im Durchschnitt gut ausgekommen.
Wie schon im Artikel geschrieben es kommt auf uns Camper an. Wir sollten uns so benehmen, wie wir es – hoffentlich – auch in Deutschland machen.
Sind in den Planungskosten auch die Krankenversicherungszusatzkosten für monatelange Überwinterung eingeschlossen? Die Auslandsreisekrankenversicherung deckt in der Regel nur ca 4-6 Wochen ab. Danach werden pro Tag mindestens ca €1,50 fällig. Sollte vorher abgeschlossen werden, da „Vergesslichkeit“ mangels der CP-Anmeldung auch bei „Freistehern“ teuer werden kann.
Interessant wäre mal darüber zu sprechen, was ein teilweise wenig verfügbarer Abstellplatz, Nähe der Heimat gibt und wo man die findet, was es kostet und welchen Service es gibt
Also bei uns hat jemand eine Halle gebaut für Wohnmobile oder WW abzustellen. 100 Euro im Monat incl. Strom und abgeschlossen. Selbst ein Bauernhof in der Nähe nimmt ohne alles nur Überdachung 50 Euro im Monat. Und alle waren ruck zuck weg. Aber über SP Gebühren wird sich beschwert.
Und es geht weiter mit der Neidkultur und nicht einmal einziger zumindest vernünftiger Beitrag ist dabei wo ich mich identifizieren kann.
Für mich steht fest Spanien Portugal sind Flächenländer.
Ganz einfach wenn mehr Camper da sind da muss man sich auch bewegen und nicht unbedingt die Preise rauf weil Preise rauf macht kein Platz mehr.
Sondern mehr Plätze generell anbieten. Gerade weil es viele schöne Plätze gibt sollten für wenig Geld 💰 auch welche gebaut werden.
Eine Ver und Entsorgungsstation bringt schon viel Geld 💰
Aber dazu sollten diese am besten mit Kartenzahlung ausgestattet werden, damit diese nicht von Vandalen zerstört werden , da ja kein Bargeld drin ist.
Weniger ist mehr.
So ich verlasse das Forum wieder da ich mich mit den Aussagen überhaupt nicht wiederfinden kann und Toleranz entsprechende seriöse Verschläge wie bereits geschrieben auch hier offensichtlich ein Fremdwort ist !Schade sehr Schade.!