Messe · Caravan Salon

Caravan Salon 2026: die Neuheiten von SELFSAT und sonsor

Zwei Stände, fünf Neuheiten und zweimal ein Preis, bei dem ich zweimal hinhören musste. Was auf dem Caravan Salon 2026 wirklich neu ist.

About the Author: Flo

Published On: 29. Aug. 26
Last Updated: 29. Aug. 26
5,3 min read

Das Wichtigste in Kürze

  • SELFSAT bringt drei neue Streaming Displays. Das SSD 27 mit Sat-Empfang für 599 Euro, dazu MSD 22 für 379 und MSD 24 für 449 Euro.
  • Eine Klimaanlage zum Einhängen ins Fenster. Aircon PAK 2400, 799 Euro, fünf Kilo, kein Einbau. Ein fest verbautes Gerät kostet mit Montage rund 3.000.
  • sonsor bringt einen Hub für den Festeinbau. 270 statt 499 Euro, weil die Raumsensoren wegfallen. Das komplette Zubehör passt trotzdem.
  • Ehrlich dazu: Der sonsor Hub kann kein GPS, und alle Preise sind Ankündigungen von der Messe. Getestet habe ich noch nichts davon.
Flo von camper.help am ersten Messetag des Caravan Salon 2026 in Düsseldorf vor einem schwarzen Malibu-Kastenwagen

Ich war am ersten und am zweiten Messetag auf dem Caravan Salon in Düsseldorf und habe mir zwei Stände genauer angesehen, die für uns Camper handfest etwas Neues gebracht haben. Bei SELFSAT ging es um Fernsehen und, ziemlich überraschend, um Kühlung. Bei pironex um das Thema, das mich seit zwei Einbrüchen nicht mehr loslässt: Sicherheit im Wohnmobil.

Alles, was hier steht, stammt aus den Gesprächen am Stand. Es sind Ankündigungen und Herstellerangaben, keine Testergebnisse. Getestet wird bei camper.help wie immer erst, wenn die Geräte hier stehen.

Unser Besuch am SELFSAT-Stand

Der neue sonsor Hub bei pironex

SELFSAT: drei neue Displays und eine Klimaanlage fürs Fenster

Die zweite Generation der Streaming Displays wird breiter. Das größte ist das SSD 27, ein 27-Zöller, der Streaming und Sat-Empfang in einem Gerät vereint und 599 Euro kosten soll. Darunter kommen zwei reine Streaming-Modelle: das MSD 22 für 379 Euro und das MSD 24 für 449 Euro. Das bekannte MSD 27 bleibt bei 499 Euro im Programm, wird also nicht ersetzt, sondern eingerahmt. Zur Akkulaufzeit kann ich ausnahmsweise aus eigener Erfahrung reden: Beim WM-Finale saßen zwölf Leute auf unserer Terrasse, ich habe sechs Stunden am Stück gestreamt, und danach zeigte das Display noch 36 Prozent. Geladen wird per USB-C, was unterwegs den Unterschied macht, weil du keinen eigenen Adapter brauchst.

Flo von camper.help im Gespräch am SELFSAT-Stand auf dem Caravan Salon 2026, dahinter mehrere Streaming Displays mit Landschaftsmotiven

Am SELFSAT-Stand liefen die Displays nebeneinander. So sieht man die Größenunterschiede sofort.

Die eigentliche Überraschung stand aber zwei Schritte weiter. SELFSAT zeigt eine mobile Klimaanlage, die nicht eingebaut, sondern schlicht in die Fensterscheibe gehängt wird. Die Aircon PAK 2400 wiegt fünf Kilo, bringt 2.400 BTU Kühlleistung und zieht dabei 340 Watt. Ausgelegt ist sie auf rund 15 Kubikmeter Luft, was auf die meisten Kastenwagen und Wohnmobile passt. Betreiben kannst du sie über Landstrom, über einen Wechselrichter oder direkt am Bordnetz. Und der Preis: 799 Euro als UVP, gegen rund 3.000 Euro, die ein fest eingebautes Gerät mitsamt Montage kostet. Dafür trägst du sie eben selbst ans Fenster, und wenn du losfährst, lässt du die Scheibe herunter und hebst sie heraus.

Die Aircon PAK 2400 hängt im geöffneten Fenster einer Fahrzeugtür am SELFSAT-Stand

Kein Einbau, kein Loch im Dach: Scheibe runter, Gerät rein

Gerät Größe Besonderheit Preis
SELFSAT MSD 22 22 Zoll Streaming 379 €
SELFSAT MSD 24 24 Zoll Streaming 449 €
SELFSAT MSD 27 27 Zoll Streaming, bekannt 499 €
SELFSAT SSD 27 27 Zoll Streaming und Sat 599 €
Aircon PAK 2400 5 kg Klima ohne Einbau 799 €

Kaufen kannst du heute nur das bekannte MSD 27. SSD 27, MSD 22 und MSD 24 sind angekündigt, einen Liefertermin nannte SELFSAT am Stand nicht.

sonsor Hub: Alarmanlage zum Festeinbau für 270 Euro

Den sonsor kennst du aus meinem ausführlichen Test. Er ist die mobile Alarmanlage, die du überall hinstellst, mit GPS, App und Raumklima-Überwachung, und er kostet 499 Euro. Auf der Messe stand daneben etwas Neues: der sonsor Hub, gedacht für den Festeinbau. Entstanden ist er aus Kundenwünschen, wie mir Florian Osterloh von pironex erzählte. Viele wollten kein sichtbares Kästchen, sondern eine verbaute Lösung, und auf die Umweltsensoren konnten sie verzichten. Genau da setzt der Hub an: Feuchtigkeit, Bewegung und Luftqualität fallen weg, und damit halbiert sich der Preis fast. 270 Euro statt 499. Weil pironex selbst entwickelt und in Deutschland produziert, ging die Umsetzung entsprechend schnell.

Wichtig für alle, die schon ein sonsor-Zubehörset haben: Es passt komplett weiter. Fenstersensoren, Gaswarner für Propan und Butan, CO-Melder, Feuermelder, Wasserleckmelder, Gasfüllstandsensor und die Schlüsselanhänger zum Scharf- und Unscharfschalten funktionieren am Hub genauso. Fünf Jahre Mobilfunk sind wie beim großen Bruder enthalten, fast weltweit. Der Einbau ist überschaubar: einen kleinen Schraubenzieher, zwölf Volt anklemmen, drei Schrauben in die Wand, fertig. Wer will, betreibt ihn stattdessen über USB-C, und weil der Bewegungsmelder entfällt, ist der Verbrauch noch einmal niedriger als beim sonsor. Mit einer 20.000-mAh-Powerbank kommst du auf 14 bis 16 Tage.

Eine Sache kann der Hub allerdings nicht, und das gehört genauso in diesen Beitrag: GPS-Ortung gibt es nicht. Eine Antenne ist verbaut, aber fest eingebaut in einem Fahrzeug voller Metall funktioniert sie nicht zuverlässig, deshalb hat pironex sie deaktiviert. Wer sein Fahrzeug orten will, braucht weiter den mobilen sonsor.

Der sonsor Hub und der mobile sonsor nebeneinander auf dem Messetisch am pironex-Stand

Links der bekannte sonsor, rechts der neue Hub für den Festeinbau

Modell Bauform Raumklima GPS Zubehör Preis
sonsor mitnehmen ja ja komplett 499 €
sonsor Hub Festeinbau nein nein komplett 270 €

Wo du die Neuheiten selbst anfassen kannst

Beide Stände sind noch bis zum 6. September 2026 da. SELFSAT findest du in Halle 13, Stand C 53, pironex mit dem sonsor in Halle 3, Stand G27. Wenn du sowieso in Düsseldorf bist: Genau dafür lohnt sich eine Messe. Ein Datenblatt sagt dir nicht, wie schwer fünf Kilo an einer Fensterscheibe wirklich sind, und ein Foto zeigt dir nicht, wie klein der sonsor Hub tatsächlich ausfällt.

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