Internet im Wohnmobil 2026: 3 WLAN-Router mit 5G und eSIM im Test
Drei 5G-Router und ein iPhone im Wohnmobil getestet: im Staukasten, draußen und an der Dachantenne. Wer gewinnt bei Stabilität, Upload und Preis-Leistung?
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GL.iNet Mudi 7
Mobil mit Akku, Wi-Fi 7 und bestem Download, ganz ohne externe Antenne. Unser überraschender Gesamtsieger.
Alle Produkte auf einen Blick
Die 3 Router aus dem Test und das iPhone 17 Pro Max, das als Referenz außer Konkurrenz lief.
Für mich ist stabiles Internet im Wohnmobil fast wichtiger als der Stellplatz selbst. Homeoffice und Blogging unterwegs, die Kinder am Handy, abends ein Film und für mich als Creator obendrein der Upload vom Drehtag.
Genau deshalb haben Patrick und ich uns wieder zusammengesetzt, diesmal bei „echter“ Stellplatzromantik in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber. Der nächste Funkmast steht rund 450 Meter weg, im Vodafone-Netz, also ein realistisches Szenario und kein geschöntes Labor direkt neben dem Sendemast.
Im Test laufen 3 aktuelle 5G-Router und, außer Konkurrenz als Referenz, ein iPhone 17 Pro Max. Denn die Frage, ob du überhaupt einen Router brauchst oder ob das Handy reicht, hören wir ständig.
Noch eines vorweg. Alles selbst gekauft, kein Sponsor, keine Verpflichtung.
Welcher WLAN-Router passt zu dir? Die 4 Geräte im Kurzporträt
Bevor du auf die dickste Download-Zahl schaust, schau auf dich. Wo stehst du am häufigsten, wie weit weg vom Mast, und was machst du wirklich, surfen und streamen oder hochladen und arbeiten?
SELFSAT MWR 5550 (Festeinbau-Profi)
Willst du den robustesten, stabilsten Upload und planst ohnehin den Festeinbau samt Dachantenne, führt am SELFSAT kaum ein Weg vorbei. Starke und konstanteste Uploadleistung und 3 Kategoriesiegel. Metallgehäuse, native eSIM, bis 75 Grad spezifiziert. Der Haken: teuer, nur mit Dachantenne wirklich sinnvoll und durch den Festeinbau nicht für jedes Fahrzeug praktisch.
SELFSAT MWR 5550
Vorteile SELFSAT MWR 5550
Nachteile SELFSAT MWR 5550
Daten und Preis
GL.iNet GL-X3000 (Preis-Leistungs-Sieger)
Für rund 390 Euro ein flexibles, gut ausgestattetes Gesamtpaket. Stark draußen, schwächer beim Upload, und die externe Antenne konnte er nicht für sich nutzen. Für alle, die viel Leistung fürs Geld wollen und gern selbst etwas einstellen.
GL.iNet GL-X3000 (Spitz AX)
Vorteile GL.iNet GL-X3000 (Spitz AX)
Nachteile GL.iNet GL-X3000 (Spitz AX)
Daten und Preis
GL.iNet Mudi 7 (überraschender Gesamtsieger)
Mobil, mit Akku, Wi-Fi 7 und dem besten Download im Feld, ganz ohne externe Antenne. Achte auf die 40-Grad-Grenze, nicht nur wegen dem Akku, dann ist er ein richtig guter Allrounder zum Mitnehmen. Natürlich läuft der Mudi auch ohne Akku direkt am USB-C Port.
GL.iNet Mudi 7
Vorteile GL.iNet Mudi 7
Nachteile GL.iNet Mudi 7
Daten und Preis
iPhone 17 Pro Max (Referenz, außer Konkurrenz)
Beim Upload im Staukasten sogar das schnellste Gerät. Für einfaches Surfen unterwegs reicht ein modernes Handy weiter, als viele denken. Für Dauerbetrieb, viele Geräte und eine externe Antenne bleibt ein Router aber überlegen. Je nach Sichtweise sogar deutlich.
iPhone 17 Pro Max
Vorteile iPhone 17 Pro Max
Nachteile iPhone 17 Pro Max
Daten und Preis
So haben wir getestet
Unser Vorgehen kennst du aus dem letzten Test, wir haben es nur leicht angepasst. Jeder Router lief durch 3 Stufen, jeweils an der exakt gleichen Stelle und in 3 Durchläufen, aus denen wir den Mittelwert gezogen haben.
Bewertet haben wir in 4 Kategorien
Qualität, Handhabung, Stabilität und Preis-Leistung. Aus diesen 4 Bausteinen ergibt sich am Ende der Gesamtsieger.
Die Kandidaten im Überblick
Drei WLAN-Router mit 5G, ein Handy, vier sehr unterschiedliche Typen.
Die wichtigsten technischen Unterschiede haben wir dir kompakt zusammengestellt.
| Merkmal | SELFSAT MWR 5550 | GL.iNet GL-X3000 | GL.iNet Mudi 7 |
|---|---|---|---|
| Bauart | Festeinbau | Festeinbau, flexibel | Mobil, Akku |
| Mobilfunk (max.) | 5G, 3,3 Gbit/s | 5G NR Cat 19 | 5G, 4,67 Gbit/s |
| WLAN | Wi-Fi 5 | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 7 |
| Antennen / MIMO | 4×4 | 4×4 | 2×2 |
| eSIM | nativ |
über Zusatzkarte | |
| WLAN-Offloading | |||
| Betriebstemperatur | −40 bis 75 °C | 0 bis 40 °C | 0 bis 40 °C |
| Stromversorgung | DC und PoE | DC oder PoE-Injektor | Akku und USB-C |
| LAN / WAN | 1 × WAN, 4 × LAN | WAN 2,5G, LAN 1G | 2,5G und USB-C |
| Preis | rund 640 Euro, ohne Antenne | rund 390 Euro | rund 425 Euro |
Die Tabelle und technischen Daten sind etwas vereinfacht.
Qualität: Zwei Welten zum Anfassen
Schon beim Auspacken merkst du den Unterschied. Der SELFSAT hat ein Metallgehäuse und ist bis 75 Grad spezifiziert, die beiden GL.iNet-Geräte aus Kunststoff gehen bis 40 Grad. Das klingt nach Papierwert, ist im Wohnmobil aber entscheidend, dazu gleich mehr.
Dazu kommt der native eSIM-Support beim SELFSAT, während du beim X3000 erst eine optionale physische eSIM-Karte mit Profilen bestücken musst. Verarbeitung, Temperaturreserve und Tempo zusammengenommen holt sich der SELFSAT das erste Gütesiegel.
Handhabung: Wie schnell bist du startklar?
Hier zählt, wie zügig du loslegen kannst und wie angenehm der Alltag läuft. Eine intuitive Oberfläche, eine schnelle Ersteinrichtung und die Möglichkeit, alles bequem per Handy zu steuern. Gerade beim Campen ist das wichtig, denn nicht jeder hat ein Notebook dabei. Der SELFSAT spielt seine Bedienung voll aus und holt das zweite Gütesiegel. Auch die Handhabung der Anschlüsse und Einschübe sind beim SELFSAT geradeaus und verständlich.
Der X3000 nervte etwas mit der Connect-Karte für die eSIMs und dem PoE Injektor rum. Zum Glück ging der USB-C-Trick wie bei der Fritzbox 6850 sehr einfach. Auch die Beschriftung und Doppelfunktionen der SMA-Anschlüsse des X3000 sind komplexer als bei anderen Routern. Für die Technik-Fans: Der vierte Port DIV/GNSS ist doppelt belegt für die vierte Mobilfunk-Diversity-Antenne oder GPS/GNSS. Muss man mögen.
Stabilität: Hier wird es richtig spannend
Das ist die Königsdisziplin, und ehrlich gesagt haben wir Überraschungen erlebt, mit denen wir nicht gerechnet hätten. Wichtig vorweg: Wir schauen nicht nur auf den Download, auf den jeder zuerst guckt, sondern auch auf das Verhältnis zwischen Download und Upload.
Wer Netflix schaut, lebt vom Download. Wer Bilder und Videos in die Cloud schiebt, lebt vom Upload. Und kaum ein Camper steht direkt am Funkmast, sondern draußen in der Natur.
Die erste Überraschung kommt gleich im Staukasten
Der kleine Mudi 7 zieht mit 283 Mbit beim Download an allen vorbei, da merkst du den neuesten Chip. Der SELFSAT liegt mit fast 247 Mbit fast gleichauf, die beiden nehmen sich nichts. Und ausgerechnet das Referenzgerät glänzt beim Upload. Das iPhone 17 Pro Max liefert im Staukasten 4,39 Mbit nach oben, mit Abstand der beste Upload in dieser Stufe. Ein modernes Smartphone hat es eben in sich.
GL.iNet schnell, SELFSAT Uploadmeister
Draußen drehen die GL.iNet-Geräte auf. Der Mudi 7 kommt auf 655 Mbit Download, das hat uns regelrecht aus den Socken gehoben, der X3000 macht es ihm fast nach. Der SELFSAT liegt beim Download mit 325 Mbit darunter, kontert aber beim Upload mit 25,4 Mbit, und das fast jede Messung gleich. Genau hier zeigt sich der rote Faden. Der SELFSAT ist der robusteste im Feld, seine Werte schwanken kaum.
An der externen Antenne folgt die nächste Erkenntnis
Die GL.iNet-Geräte funktionieren draußen zwar super, konnten die externe Antenne aber nicht für sich nutzen. Für die Technik-Fans: Das Modem (Quectel RM520N) macht 4×4 MIMO beim Download, aber nur 2×2 MIMO beim Upload. Das erklärt in etwa auch die Testergebnisse. Das zur Erklärung auch, warum der X3000 hier einen dicken Abzug bekommen hatte.
In der Messung sah man, dass die Firmware-Logik die Antenne nicht sauber einbindet, und das warf die Leistung im Schnitt sogar zurück. Der SELFSAT dagegen spielt hier seine Stärke aus, robuste 375 Mbit im Download und satte 33,93 Mbit im Upload, wieder absolut konstant. Beim Upload liegen die GL.iNet-Geräte teils unter der Hälfte.
Am Ende zählt der Mittelwert, und der bringt zwei klare Aussagen
Beim Download führt überraschend der Mudi 7 mit 475,8 Mbit das ganze Feld an, und das ganz ohne externe Antenne. Beim Upload ist der SELFSAT mit 20,7 Mbit im Schnitt souverän, obwohl er im Staukasten nur 2,8 hatte. Diese Robustheit und das enge Verhältnis von Up- und Download sind sein Alleinstellungsmerkmal, deshalb geht auch das Gütesiegel Stabilität an den SELFSAT.
Übersetzt auf die Entfernung. Wir waren hier bei 450 Metern. Im Szenario vom letzten Jahr mit 1,4 Kilometern würdest du wieder die Grenzbereiche streifen, und dann zählt jeder stabile Mbit doppelt.
Preis-Leistung: Die Überraschung für den schmalen Geldbeutel
Hier kommt der Geldbeutel ins Spiel, denn nicht jeder braucht das teuerste Gerät oder eine externe Antenne. Gerade wenn man die externe Antenne aus seiner eigenen Betrachtung ausschließt, sind die negativen Aspekte, dass X3000 (SMA-Anschluss) und Mudi 7 (TS-9 Anschluss) nur zwei externe Antennenanschlüsse haben, eher zu vernachlässigen.
- 1Der GL-X3000. Für rund 390 Euro liefert der GL.iNet GL-X3000 (Spitz AX) ein starkes Gesamtpaket mit guter Ausstattung. Er ist unser Preis-Leistungs-Sieger und holt sich das vierte Gütesiegel.
- 2Der Mudi 7. Der landet mit rund 425 Euro auf dem zweiten Platz. Er braucht keine externe Antenne, läuft mobil im Akkubetrieb, hat Wi-Fi 7 und liefert den besten Download. Nur die 40-Grad-Grenze solltest du im Kopf behalten.
- 3Der SELFSAT. Kostet als reiner Router rund 640 Euro, und sinnvoll wird er erst mit Antenne. Rechne also noch einmal ca. 300 Euro für die Dachantenne dazu. Wer den Aufwand nicht scheut, bekommt echte Vorteile, landet bei Preis-Leistung aber zu Recht auf Platz drei. Solide Leistung, aber teuer.
- 4Das iPhone 17 Pro Max. Läuft mit 1449 Euro außer Konkurrenz. Der Preis ist hier anders zu bewerten, es ist eben deutlich mehr als nur ein Router.
Die Ergebnisse und unsere Gütesiegel
Drei der vier Kategorien gehen an den SELFSAT. Qualität, Handhabung und Stabilität. Ein starkes Stück. Das Preis-Leistungs-Siegel schnappt sich der X3000.
Und der Gesamtsieger? Der war für uns ein Stück weit unerwartet. Aus der Summe der vier Kategorien fährt der GL.iNet Mudi 7 den Gesamtsieg ein, das Gerät mit den meisten neuen Erkenntnissen. Keine externe Antenne nötig, mobil, Akku, neuester Chip. Wichtig ist uns dabei, dass das Ganze knapp ist, und genau das macht die Entscheidung so persönlich.
Speedtest im Wohnmobil: alle Messwerte im Detail
45 Messungen an einem Vormittag (20. Juni 2026, 7:59 bis 10:08 Uhr), alle im Vodafone-Netz, rund 450 Meter vom Funkmast entfernt. Je Router und Position zählt der Mittelwert aus 3 Läufen, Werte in Mbit/s.
| Router | Position | Download | Upload | Ping Ø | Uhrzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| SELFSAT MWR 5550 | Staukasten | 246,66 | 2,78 | 34,3 ms | 9:27 |
| SELFSAT MWR 5550 | Draußen | 325,33 | 25,36 | 29,0 ms | 10:00 |
| SELFSAT MWR 5550 | Antenne | 375,00 | 33,93 | 32,0 ms | 8:55 |
| GL.iNet GL-X3000 | Staukasten | 91,76 | 2,54 | 36,7 ms | 9:06 |
| GL.iNet GL-X3000 | Draußen | 650,00 | 19,30 | 30,3 ms | 8:28 |
| GL.iNet GL-X3000 | Antenne | 591,33 | 19,03 | 29,0 ms | 9:54 |
| GL.iNet Mudi 7 | Staukasten | 283,00 | 1,68 | 31,0 ms | 9:01 |
| GL.iNet Mudi 7 | Draußen | 655,00 | 10,63 | 29,3 ms | 8:45 |
| GL.iNet Mudi 7 | Antenne | 489,33 | 15,76 | 26,3 ms | 10:06 |
| iPhone 17 Pro Max (Referenz) | Staukasten | 77,10 | 4,39 | – | – |
| iPhone 17 Pro Max (Referenz) | Draußen | 509,00 | 13,20 | 33,0 ms | 8:37 |
So haben wir getestet
Messungen: 22 Werte für Download und Upload, dazu 10 Ping-Werte. Bei den Routern ist jeder Wert der Mittelwert aus 3 Läufen.
Testserver: Rockenstein AG in Würzburg.
Ping: 24 bis 38 ms, Mittelwert 30,0 ms über alle 45 Messungen.
Netz: Vodafone, derselbe Standort für alle Geräte.
Auswertung: Alle Messwerte stammen aus dem CSV-Export von Speedtest.net. Stabilität, Preis-Leistung, Gesamtwertung und die Vergabe der Gütesiegel rechnet unsere Excel-Tabelle automatisch per Formel. Qualität und Handhabung bewerten wir nach Punkten von 1 bis 5, weil sich Verarbeitung und Bedienung nicht messen lassen. Die Zahlen sind in den Grafiken kaufmännisch gerundet.
Lohnt sich eine externe Antenne?
Das Smartphone ist gut, ohne Frage. Wird aber immer wieder überschätzt. Selbst, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt, kann es mit einem Router meist nicht mithalten. Seit Jahren wiederhole ich mich da und mir ist es schleierhaft, warum in Foren und Facebook punktuell immer wieder klare Fakten ignoriert werden. Es ist eigentlich relativ leicht erklärbar.
Aber nun zur Frage. Kurze Antwort, es kommt darauf an, wofür dein Router gebaut ist. Beim SELFSAT, der für den Festeinbau mit Dachantenne gedacht ist, bringt die externe Antenne genau das, was zählt, nämlich einen spürbar besseren und stabileren Upload auf Distanz.
Bei den GL.iNet-Geräten dagegen brachte die Antenne im Test keinen Vorteil, weil die Firmware sie nicht sauber eingebunden hat. Wenn du also dauerhaft an einem Stellplatz stehst, weit vom Mast weg bist und Wert auf stabilen Upload legst, lohnt sich der Aufwand.
Bist du viel in Bewegung und brauchst es unkompliziert, fährst du mit einem mobilen Gerät ohne Antenne oft besser. Wie die Montage einer externen Antenne abläuft, zeigen wir dir in eigenen Beiträgen. Einmal für Kastenwagen und einmal für GfK-Wohnmobil.
Mein Fazit
3 Router, 1 Handy, 1 Funkmast. War wieder sehr interessant. Der SELFSAT überzeugt bei Qualität, Handhabung und Stabilität, der X3000 ist der Preis-Leistungs-Tipp, und der Mudi 7 schnappt sich überraschend den Gesamtsieg.
Die wichtigste Lektion bleibt. Schau nicht nur auf den Download. Der Upload entscheidet, und der kommt vor allem über die Antennen. Such dir dein Gerät nach deinem echten Bedarf aus, dann machst du nichts falsch.
Häufige Fragen
Brauche ich im Wohnmobil überhaupt einen Router, oder reicht das Handy?
Für kurze Strecken und einfaches Surfen kann ein modernes Handy erstaunlich viel, der Upload des iPhone 17 Pro Max hat uns sogar überrascht. Sobald du aber mehrere Geräte versorgst, dauerhaft stabiles Internet willst oder eine externe Antenne nutzen möchtest, führt am Router kein Weg vorbei.
Welcher Router ist 2026 der beste fürs Wohnmobil?
Pauschal gibt es den nicht. In unserem Test holt der SELFSAT drei von vier Kategorien (Qualität, Handhabung, Stabilität), der X3000 ist der Preis-Leistungs-Sieger und der Mudi 7 der überraschende Gesamtsieger. Welcher für dich passt, hängt von deinem Einsatz ab.
Bringt eine externe Antenne wirklich etwas?
Ja, vor allem beim Upload und bei der Stabilität auf Distanz. In unserem Test profitierte der SELFSAT klar davon, während die GL.iNet-Geräte die externe Antenne firmwarebedingt nicht sauber nutzen konnten.
Warum ist der Upload so wichtig?
Weil, wenn du nicht nur konsumierst, sondern auch produzierst: z.B. Fotos und Videos in die Cloud, Backups, Videocalls. Ein Gerät mit Top-Download, aber schwachem Upload wirkt schnell, taugt im Alltag aber weniger, als die große Zahl verspricht.
Welche Rolle spielt die Betriebstemperatur?
Eine große. Router aus Kunststoff oder Akku sind oft nur bis 40 Grad spezifiziert, teilweise sogar nur bis 35 Grad. Hinter der Scheibe im Kastenwagen ist das im Sommer schnell erreicht, dann drosselt oder stört die Hitze. Die robusten Metallgeräte wie beim SELFSAT oder Teltonika sind als Kühlkörper ausgebaut und halten vom Industriedesign deutlich mehr aus.
Wie viele Messungen habt ihr pro Gerät gemacht?
Jeder Router lief pro Stufe in drei Durchläufen, daraus haben wir den Mittelwert gebildet. So fängt ein einzelner Ausreißer das Ergebnis nicht ein und du siehst belastbare Werte statt Glückstreffer.
Warum lief das iPhone außer Konkurrenz?
Weil ein Smartphone kein Router ist und sich bei Ausstattung, Antennen und Preis nicht fair mit den Routern vergleichen lässt. Als Referenz zeigt es dir aber sehr gut, was ein Handy im selben Szenario kann, und genau das ist die spannende Frage Router gegen Handy.
Bevor du unten fragst
Welches Gerät läuft bei dir im Wohnmobil, und worauf achtest du am meisten? Schreib es uns gern in die Kommentare. Fragst du zu einem Problem, nenn deinen Router, deine SIM-Karte mit Netz und wie weit du ungefähr vom Mast stehst. Dann kann ich dir gezielt antworten.
Letzte Aktualisierung am 7.11.2026 um 13:33 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
















Hallo zusammen, ich hätte eine Frage bezüglich internet im Wohnmobil. ich Habe mir ein 4g MIFI 9238 Router gekauft und eine Vodafone Sim Karte mit 150 GB in Italien gekauft. Ich kriege aber kein Internet, bzw. Am MIFI leuchtet alles grün, einstellungen passen auch, aber mit der Simkarte ist etwas. Im Geschäft in Italien dort wo ich sie gekauft habe, hat die Verkäuferin die Sim in ein Händy getan und hatte vollen Internet Empfang. Vielleicht habt Ihr Erfahrung und könntet mir bei den Problem Helfen.
Mfg Walter
Hallo Walter,
Ich kann dir leider bei Blog fremden Routern nichts konkretes sagen, denn ich kenne dein Gerät nicht.
Das ist ein Problem, welche sehr komplex werden kann. Ich versuche es in diese Richtung.
Smartphones haben einen grössere Providerdatenbank als Router. Am wahrscheinlichsten, dass dein Router den Weg ins Internet (den Übergangspunkt) nicht findet und die APN (Access Point Name) fehlt.
Hier ein paar Infos dazu: https://camper.help/apn/
Für Vodafone Italien könnte das dieser sein
APN: mobile.vodafone.it
Benutzername: (meistens leer lassen)
Passwort: (meistens leer lassen)
Viel Erfolg
Flo
hy ,
geile Seite , und cool das ihr sowas macht .
Dennoch ist der Test nicht schlüssig , für mich …
euer Fazit für den Mudi : externe Antenne lohnt nicht . Aber die Werte zeigen doch eine ( fast) verdoppelung 283 zu 489 …???
Und ihr habt Euch soviel Mühe gegeben mit den andren Tests ( rtux – nighthawk usw )
diese stellt ihr aber nicht gegen diesen test , wo man sich dann über die zeit mit einer guten Bibliothek versorgen könnte ( wichtig für leute die nach gebraucht geräten suchen um kosten zu sparen , oder die neuen Geräte gegen ältere zu vergleichen .
Ich z.b nutze noch einen Nighthawk m1 . Da wäre ein gr. Vergleich nützlich …
Hallo Michael,
danke dir für das Lob und den genauen Blick in die Tabelle.
Die 283 Mbit/s hat der Mudi im Staukasten geschafft. Draußen kam er ohne Antenne auf 655 Mbit/s, an der Dachantenne nur auf 489 und der Upload wurde regelmässig noch schlechter als erwartet. Der Mudi hat einen Akku, du legst ihn einfach ans Fenster oder raus und hast mehr als mit Antenne.
Dazu kommt: Beim Campen entscheidet – bei grosser Entfernung zu Mobilfunkmasten – nicht mehr der Download alleine, sondern der Upload spielt mehr eine Rolle als viele ahnen. Hast du keinen Upload mehr, hast du auch schlichtweg gar keinen Empfang mehr.
An der Antenne schaffte der Mudi 15,8 Mbit/s Upload, draußen 10,6. Der SELFSAT mit 4 SMA-Anschlüssen kam an derselben Antenne auf 33,9. Mit nur 2 TS-9-Anschlüssen bringt die externe Antenne beim Mudi längst nicht so viel. Bei teils über 300 Euro für die Antenne ist das vergleichsweise keine gute Investition.
Zu deinem Wunsch nach einem großen Vergleich. camper.help ist wieder ein Freizeitblog. Ein Test wie dieser kostet rund 30 Stunden für Beschaffung, Messen und Vergleich, Video drehen und Schnitt (und das ist in diesem Fall noch untertrieben) und die Geräte zahlen wir schon jetzt aus privaten Mitteln. Noch mehr Aufwand würde vielleicht einzelne Leser zufriedener machen, steht aber in keinem Verhältnis zur wachsenden Komplexität.
Viele Grüße
Flo
Hy Floh , das ging ja mal schnell .
Mir ist aber an ner „fest“ verbauten Lösung gelegen. Nen Router ins Fenster hängen oder im Womo den bestmöglichen Empfang ’suchen‘ , möcht ich nicht . Für nen vernünftigen SmartTV Empfang und surfen im Inet , reichen ja 10 MB locker . Aber das packt mein Nighthawk öfter nicht . Deswegen ein Upgrade . Laborwerte von 500 , 600 mb/s erreichst du unterwegs eh extrem selten .
Aber wenn mein Handy ( Samsung Galaxy S25 Ultra ) ohne Extender o.ä. auf 80 – 100 MB kommt , erwarte ich von nem Router mit Außenantenne wenigsten ähnliche Werte .
Deswegen recherchiere ich öfter nach neuheiten.
Und der Mudi könnte endlich der Durchbruch zu sein .
Deswegen gern der Vergleich mit vorherigen Tests eurer Seits . ( am liebsten wäre mir vergleichen wie Performancezuwachs gegenüber älterer Hardware )
Das man nicht alles mit allem vergleichen kann , ist mir klar . Und das das keine laborbedingungen und damit reproduzierbar, auch .
Letztendlich ist das eure semiproffessionelle Subjektive Meinung . Aber darauf leg ich schon Wert , da objektiv ( zumindest glaub ich das )
Zurück zum Top und meiner Frage : Warum ist eine knappe Verdopplung der Performens ( mudi im Kastenwagen mit und ohne Externe Antenne , für euch nicht erwähnenswert ??
Lg
Hallo Michael,
du hast bereits eine klare Vorstellung, was für dich funktionieren muss.
Du merkst aber schon, dass dein Anspruch „Mir ist aber an ner ‚fest‘ verbauten Lösung gelegen.“ nicht zu einem mobilen Gerät passt, oder? Der Mudi führt nur 2 Antennenleitungen nach außen, der SELFSAT alle 4. An derselben Antenne kam der SELFSAT im Upload auf 33,9 Mbit/s, der Mudi auf 15,8. Die Antwort auf deine Frage geht aber noch weiter.
Ich hab in Rothenburg noch zum Patrick gesagt, dass wir die Botschaft „Der Upload ist wichtiger als der Download“ bei der heutigen Marktausrichtung und der Werbung dazu nicht an jeden bringen werden. Es kam, wie es kommen musste. ;-)
Ich gehe darauf noch kurz anders ein. Hier der Beitrag aus 2025: https://camper.help/4-internet-router-im-test/
Dort hatten wir ein ähnliches Phänomen mit der Fritzbox 6860 5G: Rund 1,5 Kilometer vom Mast entfernt brach ihr Upload mehrfach ab. Die Signalstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Das ist ein physikalisches Gesetz, dem sich kein Router entziehen kann.
Gegenüber dem Staukasten bringt die Dachantenne beim Mudi viel, im Download von 283 auf 489 Mbit/s, im Upload von 1,7 auf 15,8. Unser „lohnt nicht“ ist eine Geldfrage.
Rechne mal mit. Der Mudi kostet je nach Angebot 360 bis 425 Euro, die Antenne gut 300 Euro, zusammen also 660 bis 725 Euro. Der GL-X3000 mit derselben Antenne kostet rund 690 Euro und kam an der Antenne auf 591 Mbit/s Download und 19 Mbit/s Upload. Für ungefähr dasselbe Geld ist er in beidem besser. Wer den besten Upload will, nimmt den SELFSAT, der schaffte an der Antenne 33,9 Mbit/s.
Der Mudi spielt seine Stärke mobil aus, mit Akku und ohne Antenne. Für einen festen Einbau mit Außenantenne, wie du ihn suchst, würde ich ihn nicht kaufen. Dazwischen gibt es noch jede Menge Facetten und daher für jedes Produkt den passenden Camper.
Apropos Camper. Ich werde ja gerne technisch, und meine Zielgruppe vertraut meinem technischen Hintergrund. Den in einem Campingblog auszubreiten, bringt aber viele Einsteiger aus dem Tritt. Deshalb vermische ich auch keine Erkenntnisse aus Vorjahren mit den heutigen. Das bringt sonst auch die Experten langsam aus dem Tritt.
Viel Erfolg bei deiner Wahl.
Viele Grüße
Flo
Uns genügt das iPhone 17 (ohne pro Max)
als Hotspot zum Fernsehgucken und zum Internet surfen mit dem Laptop. Upload benötigen wir nicht. Und sollten wir mal keinen Empfang haben, dann ist das eben so. Aber jeder hat halt andere Ansprüche und Verhaltensweisen und muss das für sich individuell entscheiden. Ich wünsche allen eine gute Wahl der Ausstattung; verstehe aber auch die Ansprüche wenn es während der Reise mit Geld verdienen erforderlich ist.
Hallo Klaus,
kann ich sofort nachvollziehen, ich habe in der Community schon so viele unterschiedliche Anforderungen kennengelernt. Und dein Setup ist genau das, was ich vielen Lesern gerne sage, bevor sie Geld ausgeben. Ein aktuelles iPhone als Hotspot reicht für Streaming und Laptop-Surfen völlig aus, solange du „keinen Upload“ brauchst und mit einem Funkloch leben kannst.
Was mir an deinem Kommentar aber am besten gefällt, ist der letzte Satz. Du beschreibst deinen Weg, ohne ihn anderen überzustellen, und verstehst gleichzeitig, warum jemand mit Arbeit unterwegs mehr braucht. Das liest man in Technikdiskussionen viel zu selten.
Danke dafür, das hebt den ganzen Kommentarbereich.
Servus, dein Flo