Sonnenschutz an der Markise selber machen mit Magneten
Sonnenschutz an der Markise selber machen, ohne Kederleiste und ohne Bohren. Eine leichte Decke hält mit Neodym-Magneten vorne und seitlich, für unter 30 Euro.

Metallscheiben und Magnete auf einen Blick
Die selbstklebenden Metallscheiben mit 40 und 50 mm und die beiden Neodym-Magnete mit 32 mm, als Haken und mit Öse.
Wenn die Sonne beim Frühstück oder Abendessen trotz Markise blendet oder einem während des Tages drauf brennt. Wer kennt das nicht. Dann ist ein weiterer Sonnenschutz an der Markise hilfreich, um sich etwas mehr Schatten zu verschaffen.
Warum kein Thule- oder Dometic-Sunprotect?
Die Profiversionen wie ein Thule- oder Dometic-Sunprotect sind natürlich immer eine Idee. Zwar haben wir die Investition getätigt, aber im Alltag spricht einiges dagegen.
Gleichzeitig wandert die Lösung bei Bedarf von morgens bis abends mit dem Sonnenstand auch noch einfach mit.
Sonnenschutz an der Markise selber machen
Zwar mit provisorischem Charakter, aber seit vielen Jahren sehr bewährt. Schnell versetzt und ohne Aufwand schnell wieder weggebaut. Unsere Lösung aus 4 cm kleinen Metallscheiben mit fertig beklebten 3M Klebepads, ein paar Magneten und einer leichten Microfaser-Decke. Denn eine leichte Decke hat vermutlich bereits jeder an Bord.
Somit ist der Sonnenschutz fast fertig. Für die allermeisten Fälle ist das nicht nur vollkommen ausreichend, sondern hat auch noch andere super Vorteile.
Scheiben mit Klebepads, Magnete und eine leichte Decke.
Tuch vorne und seitlich an der Markise befestigen
Die Haltekraft von Neodym-Magneten ist beeindruckend. Das grösste Problem dabei ist, das passende Gegenstück zu finden. Im Wohnwagen und Wohnmobil ist nur selten dort Metall verbaut, wo der Magnet benötigt wird. Daher habe ich mir kleine Metallscheiben mit einem Durchmesser von 40 mm bzw. 50 mm gesetzt, sodass die Nutzung der Magnetkraft im Prinzip überall im Wohnmobil und Wohnwagen möglich ist. Selbst hinter den Markisenstangen (drittes Bild unten) ist Platz genug.
Die Metallscheibe sitzt aussen am Markisenkasten.
Vorne und seitlich zugleich, über Eck an der Markise.
Unauffällig hinter der Markisenstange platziert.
Metallscheiben als Gegenpol für den Magneten
Kleine Metallscheiben aus Zink in unterschiedlichen Grössen ermöglichen es, jeden Ort im Wohnwagen und Wohnmobil zu verwenden. Die Magnetgrösse und die Grösse der Metallscheiben müssen nicht übereinstimmen. Die Grundplatte sollte ein klein wenig grösser als der Magnet sein. Je dicker die Scheibe, desto mehr Haltekraft.
Meine Wahl an der Markise sind die mit 40 mm Durchmesser und 2 mm Stärke. Der 32 mm Neodym-Magnet weiter unten im Beitrag passt dort ideal. Leider passte an der Markise die 50 mm x 2,5 mm Version nicht. Die klein wenig bessere Stärke macht richtig etwas aus.
Über die Jahre können Zink und Regenwasser leicht oxidieren. Es färbt zwar nicht ab, aber wer optisch perfekte Scheiben sucht, muss sich eine Edelstahlversion suchen. Jedoch ist auf Amazon nichts Selbstklebendes oder in erforderlicher Dicke angeboten.
Die selbstklebenden Metallscheiben mit 40 mm x 2 mm für die Markise und mit 50 mm x 2,5 mm für mehr Haltekraft.
Die passenden Neodym-Magnete
Mindestens ein Dutzend Magnete habe ich über die Monate, wenn nicht gar über Jahre ausprobiert. Meines Erachtens habe ich nun die Passenden gefunden. Auf den nur 2 mm dicken Metallscheiben können diese allerdings nur maximal rund 10 kg statt 32 kg halten. Und das auch nur, wenn diese vollständig vertikal belastet werden. Für das volle Gewicht müssten diese eine Stärke von rund 5 mm aufweisen.
Auf der dünnen Scheibe hält der Magnet nur knapp 10 kg.
Der Neodym-Magnet ist auch in einer geschlossenen Version mit Öse erhältlich. Diese beiden Varianten passen mit ihren 32 mm Durchmesser auch perfekt auf die runde 40 mm Metallscheibe.
Die Haken bzw. Ösen sind einerseits gut zum Entfernen der Magnete und andererseits gut zum Zweckentfremden geeignet. Wie z. B. etwas dran hängen, aufhängen, trocknen usw.
Die beiden Neodym-Magnete mit 32 mm Durchmesser, einmal mit Haken und einmal mit geschlossener Öse.
Magnetgläser sind das kleinste Problem
Dafür gibt es einen eigenen Beitrag. Die vielen verschiedenen Magnetgläser von Silwy sind nicht nur der Hingucker schlechthin, sondern auch beim Camping eine geniale Erfindung. Keine umgefallenen Gläser und weiterhin kein Geklimper während der Fahrt. Ganz einfach umzusetzen.
Montage in 10 Minuten Schritt für Schritt
Die Hilfsmittel
Wer nicht zu IKEA kommt, um eine günstige Decke zu holen, der kann auch ein XXL-Microfaser-Badehandtuch nehmen und es doppelt auch als Sonnenschutz verwenden. Wir haben die farbigen Eono von Amazon. In 8 Farben hat jedes Familienmitglied seine Lieblingsfarbe bekommen. Extrem schnell trocknend und von sehr guter Qualität.
Das Eono Microfaser-Badehandtuch in 8 Farben, bei uns doppelt im Einsatz, auch als Sonnenschutz.
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Das Eono Badehandtuch mit seinem Etui.
So klebst du die Scheiben an
Am Markisenarm sitzt die Scheibe auf der flachen Seite.
Fertig montiert hält ein Hakenmagnet die Decke an der Scheibe.
Weitere Einsatzzwecke
Zwei der Metall-Klebepads habe ich unten an der Markise angebracht, um unsere Bügelflaschen-LEDs dranhängen zu können. Schönere Stimmung mit Ambiente-Licht geht kaum.
Die Bügelflaschen-LED hängt am Magnethaken unter der Markise.
Die Klebepunkte wieder loswerden
Etwas mühsam, aber geht. Der Trick ist eine Japanspachtel (Metall und Plastik). Die geeignete Japanspachtel ist im Beitrag der Silwy Magnetgläser zu finden.
Mehr Haftung geht auch. Wer sich schwerere Supermagnete besorgt und mehrere Kilogramm dran hängt, der findet im gleichen Beitrag noch die ganz extremen 3M Klebepads.
Der richtige Umgang mit Magneten
Zum Beitrag noch ein paar wichtige Hinweise zum Umgang mit Neodym-Magneten und den Metallscheiben.
Kein Spielzeug für Kinder
Gefahr durch Verschlucken und grosse Quetschungsgefahr! Gefährlich sind die Magnete unter anderem für elektrische Geräte, magnetische Speicher und Magnetkarten sowie Mobiltelefone und Computer, die beschädigt oder zerstört werden können. Träger von Herzschrittmachern sollten sich explizit von diesen Magneten fernhalten.
Mein Fazit
Für die allermeisten Fälle reicht uns die Magnetlösung vollkommen aus, und das seit vielen Jahren. Eine leichte Microfaser-Decke, ein paar Neodym-Magnete und Metallscheiben mit 3M Klebepads, zusammen für unter 30 Euro. Die Montage dauert einmalig rund 10 Minuten. Danach ist der Sonnenschutz in Sekunden vorne oder seitlich an der Markise und genauso schnell wieder weg, er wandert mit dem Sonnenstand mit, und die Aussicht bleibt frei, wenn wir sie wollen.
Ein Thule- oder Dometic-Sunprotect haben wir auch, aber auf unseren Etappen ist mir der Zeitaufwand für Front- und Seitenteil zu hoch. Grenzen hat die Magnetlösung trotzdem. Schwerer Stoff hält nicht, auf den 2 mm dünnen Scheiben schaffen die Magnete nur rund 10 kg, und für starken Wind ist sie nicht geeignet.
Häufige Fragen
Wie befestigt man ein Sonnensegel am Wohnmobil?
Ohne Kederleiste und ohne Bohren geht es mit Neodym-Magneten. Kleine Metallscheiben mit 3M Klebepads kommen vorne und seitlich an die Markise, das Tuch hält dann mit den Magneten. Es darf kein schwerer Stoff sein, eine leichte Microfaser-Decke reicht.
Welche Magnete eignen sich für den Sonnenschutz an der Markise?
Neodym-Magnete mit 32 mm Durchmesser, mit Haken oder mit geschlossener Öse. Sie passen auf die runden Metallscheiben mit 40 mm. Auf den 2 mm dicken Scheiben halten sie rund 10 kg statt 32 kg, und das nur bei vertikaler Belastung.
Was nimmt man als Gegenstück für den Magneten?
Kleine selbstklebende Metallscheiben. Die Grundplatte sollte ein klein wenig grösser als der Magnet sein, und je dicker die Scheibe, desto mehr Haltekraft. An der Markise passen bei uns die mit 40 mm Durchmesser und 2 mm Stärke.
Hält der Sonnenschutz mit Magneten bei Wind?
Bei mässigem Wind bleiben leichte Microfaser-Decken hängen. Weitere Magnete zum Beschweren helfen gegen das Flattern. Für starken Wind ist die Lösung nicht geeignet.
Bei welcher Temperatur klebt man die Metallscheiben an?
Bei mindestens 15 Grad, sonst klebt es nicht optimal. Die Stelle fett- und staubfrei machen, die Scheibe rund 10 Sekunden fest andrücken und eine halbe Stunde anziehen lassen.
Was kostet ein selbst gemachter Sonnenschutz für die Markise?
Unter 30 Euro für Metallscheiben, Magnete und Decke. Eine leichte Microfaser-Decke von IKEA kostet keine 3 Euro, und vermutlich hat sowieso jeder schon eine an Bord.
Aus euren Kommentaren
Wir haben alle 3 Kommentare bis zum 15.10.2026 ausgewertet.
Bevor du unten fragst
Schreib dazu, welche Markise du hast und ob der Sonnenschutz vorne oder seitlich hängen soll. Dann kann ich dir gezielt antworten.
Letzte Aktualisierung am 29.10.2026 um 21:25 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


















Hallo an Alle,
welche Art von Magneten kann man denn für die Befestigung verwenden ?
Danke für Euren Tipp
… und wenn man nun noch ein paar Gewichte für Gartentischdecken ( gibts als Clip oder Magnet) am unteren Rand anbringt, flattert der Windschutz weniger oder gar nicht. 👍
Hallo Sabine,
Ja absolut guter Tipp von dir. Wir nehmen bislang immer 2 weitere Magneten. Man sieht es auf dem Bild mit der grünen und blauen Decke an der unteren Ecke. Deine Lösung gefällt mir aber sehr.
Viele Grüsse
Flo