Als ehemaliger Feuerwehrler kann man über diese Präventionsmassnahmen gar nicht oft genug aufklären, wie wichtig Gasmelder sind. Überraschenderweise gibt es auf Facebook Diskussionen mit Menschen, die riechen wohl Gas- und Rauch auch im Schlaf. Pro Jahr haben hunderte Menschen diese Fähigkeit nicht, sondern ein anderes grausiges Schicksal.

Ich diskutiere übrigens die Notwendigkeit für Gas- oder Rauchmelder mit niemanden mehr! Dazu habe ich zu vieles erlebt, welches ich hier aber nicht schildern werde. Wer meint das wäre Geldmacherei der Industrie, der soll seine Meinung für sich behalten und nicht andere Leute davon abhalten für mehr Sicherheit zu sorgen. Sobald ich als Fahrer oder Halter hier Verantwortung für andere in unserem Wohnmobil trage, sind diese Melder an Bord.

Zwischen den Inspektionen oder TÜV Prüfungen liegen meist 1-2 Jahre, wo sich der Zustand des Systems durch Alterung oder Verschleiss durchaus verschlechtern kann. Am Beispiel eines fabrikneuen Wohnmobils zeigt sich, dass selbst fabrikneue Fahrzeuge nicht vor technischen Defekten sicher sind.

Gasverhalten

  • Propan- und Butangas sind schwerer als Luft und sinken zu Boden.

  • CO / Kohlenmonoxid ist geringfügig leichter als Luft und steigt Richtung Decke.

  • Somit werden Propan- und Butan-Gaswarner nach Anleitung meist auf ca. 30 Zentimeter über dem Boden installiert.

  • Der Kohlenmonoxid- / CO-Melder kommt nach Anleitung meist an die Decke oder Wand.

  • Propan- oder Butangas ist hochentzündlich und bereits ab 2% Volumenanteil in der Luft ein explosivfähiges Gemisch.

  • Wir haben in der Regel 2 offene Flammen im Wohnmobil beim Kühlschrank während des Gasbetriebs und bei der Gas- oder Dieselheizung. Bei einem Defekt und jeder unvollständigen Verbrennung kann somit Kohlenmonoxid entstehen.

  • Der Geruchssinn ist im Schlaf ausgeschaltet. Wir Menschen können Gas im Schlaf nicht riechen.

Rauchverhalten

  • Rauch steigt nach oben. Verwirbelungen sind nicht berechenbar.

  • Der Rauchmelder kommt nach Anleitung meist an die Decke.

  • 40 bis 70 Prozent der eingelieferten Patienten sterben nicht wegen der Verbrennungen am Körper, sondern wegen Lungenkomplikationen infolge von giftigen Brandrauch.

  • Der Geruchssinn ist im Schlaf ausgeschaltet. Wir Menschen können Rauch im Schlaf nicht riechen.

  • Bereits 3 Atemzüge von hochgiftigen Brandrauch können tödlich sein. Die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Rauch- und CO-Melder als Smarthome Lösung

Es brennt nicht plötzlich. Ein Entstehungsbrand ist meist schleichend und bietet in der Regel eine gewisse Vorlaufzeit sich in Sicherheit zu bringen oder den Brand aktiv zu bekämpfen. Wichtig zu wissen ist, dass im Schlaf unser Geruchsinn nicht funktioniert und wir daher nicht aufwachen. Verbrennungsgase wirken zudem betäubend, sodass uns nur unser Gehör wirklich aus dem Schlaf reissen kann.

Ein Rauchmelder ist dann auch idealerweise ein Kohlenstoffmonoxid (CO) Melder. Denn CO steigt auf, da leichter als Luft. Warum also nicht beide Funktionen in einem Gerät unterbringen.

Viele Recherchen später haben wir zu einer sehr ungewöhnlichen SmartHome Lösung gegriffen. Seit knapp einem Jahr ist diese Lösung von Nest bei uns in Betrieb. Der Rauchmelder ist gleichzeitig auch CO Melder. Also ideal um an der Decke beides zu erkennen. Nest ist ein Tochterunternehmen von Google.

Das Produkt

Als Rauchmelder kommt SmartHome Gerät von Google Nest zum Einsatz. Voraussetzung für diesen ist – zumindest für die Installation – ein WLAN. Dies ist keine Bedingungen für den späteren Betrieb, aber praktisch.
Eine dauerhafte Lösung für verfügbares WLAN im Reisemobil haben wir mit dem Hotspot Router namens GlocalMe gefunden. Ihr merkt langsam, dass wir durchaus den Hotspot nicht nur zum surfen, sondern auch für SmartHome Geräte hervorragend nutzen können. Zum Beispiel im Artikel der NetAtmo fürs Wintercampen.

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Google Nest SmartHome CO- und Rauchmelder
  • Erkennt offenes Feuer als auch langsame Schwelbrände.
  • Erkennt Kohlenmonoxid (CO) mit einem Langzeitsensor.
  • Spricht in Signalen und Wörtern und stellt den Status in Farben dar.
  • Sendet Warnungen auf dein Smartphone, wenn ein Problem vorliegt und du nicht im Reisemobil bist.
  • Testet sich 400-mal am Tag selbst und macht automatisch einmal im Monat den Lautsprecher und den Sirenentest.
  • Konfiguration über die Nest App.
  • Ein Bewegungsmelder für das Nachtlicht ist eingebaut. Die Intensität des Lichts ist einstellbar von niedrig, mittel und hoch.
  • Dampferkennung in Küche oder Bad einstellbar.

Befestigung
Wer den Rauchmelder nicht anschrauben will, der kann dieses Klebepad von 3M aus Acrylschaum nehmen. Hält seit Ende 2017 zuverlässig. Leider sind die magnetischen Klebepads für diesen Rauchmelder zu klein und finden nicht genügend halt am Rahmen.

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Konfigurationsmöglichkeiten

Im Gegensatz zum Gaswarner muss der Rauchmelder konfiguriert werden. Die Konfiguration des Nest Protect ist denkbar einfach über die App möglich. Die Ersteinrichtung ist simpel über WLAN zu bewerkstelligen. Die Statistiken geben Auskunft darüber, ob auch in Abwesenheit ein Alarm ausgelöst wurde. Auch wird die Meldung eines Alarm über Pushnachrichten auf dem Smartphone angezeigt.

Nest protect settings
Nest protect statistik

Fazit – Ein Muss

Ein echtes essentielles Thema und für uns ein muss. Wer es ausblendet riskiert viel für sich und seine Mitreisenden. Mehr will ich das Thema auch gar nicht ausreizen. Das ist eine Entscheidung die jeder selbst für sich und seine Begleiter oder Familie treffen mag und hoffe ihr konntet ein paar Hilfen oder gar Entscheidungshilfen finden.

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