Meine Familie und ich lieben es in einer Stadt die Altstadt zu entdecken. Daher wollte ich einen camper.help-Guide für meine Geburts- und Heimatstadt München machen, so wie ich einen Guide gut finden würde. Knapp, ein paar Bilder und vollkommen subjektiv. Getreu dem Grundsatz von camper.help das wir nur etwas schreiben, was wir auch wirklich selbst kennen.

Die Altstadt mit ihren vielen Gesichtern. Von Mainstream bis super urig werdet ihr alles finden. Es gibt mehrere Spots die man gesehen haben muss – wenn man will. Enthalten ist etwas Mainstream, etwas Geheimtipp – gemischt mit „Das sollte man gesehen haben“. Viele schöne Eindrücke wünsche ich euch in meiner Heimatstadt München.

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Die Tour startet am Stachus

Wenn euch dabei der Gedanke „Ganz schön voll hier“ durch den Kopf geht liegt ihr richtig. Nicht umsonst gibt es die Redewendung „Da geht’s ja zua wia auf’m Stachus.“ Hier ist die Stadt schwer beschäftigt. Autos, S-Bahn, U-Bahn, Tram und die grosse Masse an Touristen und Münchner treffen sich hier zum shoppen, arbeiten, reisen, verweilen und schauen.

Wer vom Stachus aus startet durchschreitet gleich zu Anfang das schöne alte Karlstor. Wir sind erst 200 Meter vom Karlstor weg und schon Hunger? Ein Bierchen, Brotzeit oder ein Essen im Augustiner Restaurant (nicht in der Bierhalle) ist schon etwas sehr leckeres. Das ist mehr München als das Hofbräuhaus, denn das Augustiner-Bräu ist die älteste noch bestehende Brauerei Münchens. Wer Ruhe braucht, geht durch das Lokal ans Ende und findet einen der schönsten Restaurant-Innenhöfe der ganzen Stadt vor.

Das ist der Klassiker. Mit ihren markanten Zwiebeltürmen ist diese 109 Meter lang, 40 Meter breit und 98,5 Meter hoch. Und nein, die Türme sind bis auf knapp 10 Zentimeter gleich hoch. Das Gerücht gab es bereits weit vor meiner Kindheit und es wird das Gerücht auch weiterhin geben, dass ein ganzer Meter Unterschied zu sehen sei. Auch gibt es dort Geschichten zum stauen, denn der Teufel hat hier seinen Fussabdruck hinterlassen.

Wer schon wieder etwas zu essen sucht, dann bietet sich gleich gegenüber für eine Brotzeit oder Schmankerl das Nürnberger Bratwurstglöckl an. Für den Nachschwärmer wäre das Kilians etwas. Aber Achtung es ist meisten sehr voll, aber auch sehr unterhaltsam. Wer den edelsten (nicht den besten) Ausblick auf die Frauenkirche und auf die Stadt sucht, der geht kurz nach Norden in den Bayrischen Hof, wo ganz oben eine sehr elegante Dachterasse auf euch wartet.

Weiter zum alten und neuen Rathaus

durch die Gassen zum Marienplatz. Der Touristenklassiker wäre das Glockenspiel um 11, 12 und 21 Uhr. Im Sommer bis Oktober auch um 17 Uhr. Ganz sicher nichts für den Einheimischen, aber für Fans von ausserhalb schon etwas hörenswertes, wenn 43 Glocken loslegen.

Ein Abstecher in die Residenzstrasse oder Theatinerstrasse

Auf dem Weg liegt der sehr bekannte Kaffee Dallmayr, wo einkaufen lohnt wenn man Feinschmecker ist. Weiter hoch geht es zum Odeonsplatz, vorbei an der Residenz und der sehenswerten Schatzkammer. Parallel dazu läuft die Theatinerstrasse, wo viele Geschäfte auf Besucher und Käufer warten. Als Abschluss wartet bei beiden Strassen die Feldherrnhalle. Direkt und unscheinbar daneben – der Eingang zum Feldherrnkeller. Ein uriges Gewölbe und mittelalterliches Ambiente zum Essen in der lustigen Gruppe (mit Reservierung) geeignet.

Wer nun nach Norden blickt, der sieht die Ludwigstrasse, welche durch das Siegestor unterbrochen wird. Das Siegestor muss man nicht unbedingt sehen, ausser man möchte in einen der vielfältigen Stadtteile – nach Schwabing. Ich würde eher eine gezogene Kurve rechts durch die kleine Stadtoase den Hofgarten in Richtung „Am Platzl“ einschlagen. So kreuzt man die Edelmeile Münchens – die Maximillianstrasse – und bekommt doch noch die echte Touristenmeile von München mit dem Hofbräuhaus noch zu Gesicht.

Auf dem Weg zum Vikualienmarkt

Der Camper von Welt (haha) kann noch einen Schlenker zum Globetrotter am Isartor machen. Ansonsten gleich runter in den Süd-Westen und schon ist man am Viktualienmarkt. Ich habe schon viele Märkte dieser Welt gesehen, aber dieser ist einzigartig. Die Stände bieten von Hausmannskost bis zu den Delikatessen der Region und aller Welt alles an. Irgendwie zu klein und zu gross zugleich. Ihr werdet sehen was ich meine. Für einen Essen-Insider seid ihr hier richtig. Mein Favorit Zwickl ist leicht abseits des Trubels in einem schönen verwinkelten Innenhof.

Himmel, was könnte ich zwischen all den Stationen noch schreiben. Das war sie – die Altstadttour. Der Sinn einer Tour ist jedoch auszubrechen und nach links und rechts zu gehen und die vielen schönen Geheimnisse der Stadt selbst zu entdecken. Viel Spass mit den weiteren Beiträgen rund um München.

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