Katadyn Pocket Wasserfilter im Test: Trinkwasser unterwegs
Der Katadyn Pocket im Camper: Keramikfilter mit 0,2 µm, bis 1 Liter pro Minute, bis zu 50.000 Liter. Wie wir filtern und was gegen modrigen Geruch hilft.

Katadyn Pocket und Aktivkohle auf einen Blick
Mit dem Katadyn Pocket filtern wir unser Trinkwasser im Camper, den Aufsatz mit Aktivkohle haben wir gegen den Geruch dazugekauft.
Damit ist es möglich, aus jeder beliebigen Wasserquelle Trinkwasser herzustellen.
Warum uns unterwegs das Trinkwasser ausgeht
Immer wenn wir unterwegs sind, ist es unsere Bestimmung, dass uns früher oder später das Trinkwasser ausgeht.
Sei es, dass wir unsere Trinkwasservorräte in Flaschen mal wieder nicht rechtzeitig nachgekauft haben oder der Trinkwasserverbrauch an einem heissen Tag ungeplant angestiegen ist. Oder die Planung der Trinkwasservorräte ist aufgrund einer ungeplanten Übernachtung auf einem schönen Stellplatz in der Natur nicht aufgegangen.
Hinzu kommen Fehlplanungen beim Einkauf des falschen Wassers (ja, das gibt es!), welches wegen dem Geschmack niemand so wirklich mag (z. B. St. Yorre Wasser in Frankreich, dieses sehr mineralreiche Wasser war nun wirklich nicht unser Geschmack).
Wasser tanken mit dem Schlauch auf dem Campingplatz
Wasser trinkbar machen: Abkochen reicht nicht
Nun befinden wir uns an einem wunderschönen Ort, meistens sogar an einem See oder Fluss, und müssen diesen verlassen, um Trinkwasser zu organisieren. Zwar hätten wir noch unsere Wasserkanister, welche sicher immer sehr gepflegt sind, aber die Quelle, von welcher das Wasser für die Füllung stammt, ist auch nicht immer über allen Zweifel erhaben.
Nun gibt es sicherlich die Möglichkeit, Wasser aus der unbekannten Quelle abzukochen, um den Rest eines schönen Campertages nicht auf der Campingtoilette verbringen zu müssen. Bei Wasser aus einem Fluss oder See wäre dies sicher möglich, nur werden dabei nicht die Schwebeteilchen, Verfärbungen oder ein allenfalls modriger Geruch entfernt, was den Trinkgenuss sicherlich etwas reduziert.
Wasser wäre fast überall vorhanden
Wasserfilter im Camper: warum der Pocket
Neben all den spannenden Installationen für Camper und Wohnmobile ist es für unser, doch eher knapp bemessenes Fahrzeug leider nicht möglich, eine fest installierte Trinkwasserversorgung zu installieren.
Aus diesem Grund haben wir uns für einen Katadyn Pocket Filter mit einem Keramikfilter entschieden. Dieser verfügt über eine Porengrösse von 0,2 µm und ist dabei auch in der Lage, Bakterien, Protozoen, Zysten, Algen, Sporen und Sedimente zu entfernen.
Zudem werden auch Verfärbungen des Wassers entfernt. Dieser Filter überzeugt mit einem massiven Metallkörper, welcher absolut solide verbaut wurde. Neben einer Garantie von 20 Jahren können, je nachdem was gefiltert wird, bis zu 50.000 Liter Trinkwasser hergestellt werden.
Links gefiltert, rechts das Wasser vor dem Filtern
Handhabung: so filterst du mit dem Pocket
Der Filter ist sehr einfach zusammenzuschrauben. Danach wird der Auslassschlauch, welcher mit einer praktischen Drahthalterung mitgeliefert wird, sowie der Ansaugschlauch angeschlossen.
Ansaugschlauch und Auslass trennen
Dabei (und auch beim Einpacken des Filters) ist es wichtig, dass der Ansaugschlauch nicht mit dem Auslass in Berührung kommt. Andernfalls könnten Bakterien und Viren in das filtrierte Wasser oder den Schlauch gelangen.
Grundsätzlich ist immer darauf zu achten, dass möglichst sauberes Wasser filtriert wird. Dieses könnte vor dem Filtern zudem etwas stehen gelassen werden, damit sich erste Schwebeteilchen absetzen können. Dabei kann der Vorfilter etwas über dem Gefässboden angesetzt werden, um nicht die Sedimente in den Filter einzuziehen.
Mit leichtem Pumpen kann dabei bis zu 1 Liter Wasser pro Minute filtriert werden.
Mit leichtem Pumpen bis zu 1 Liter pro Minute
Aktivkohlefilter gegen modrigen Geruch
Die ganze Filtrationsgeschichte klingt zu schön, um wahr zu sein. Jedoch gibt es hier einen Haken, und das war bei unserer ersten Anwendung der Geruch des Wassers. Sofern dieses aus einem fliessenden Gewässer wie z. B. einem Bach stammt, fällt der Geschmack nicht so stark auf. Kommt dieses jedoch aus einem modrigen Tümpel, kann das Wasser schon eine etwas unangenehme Note aufweisen.
Aus diesem Grund haben wir für die Geruchsreduktion den passenden Katadyn Aufsatz mit Aktivkohle dazugekauft. Der Aktivkohlefilter wird einfach an den Wasserausgangsschlauch angesteckt. Dieser sollte jedoch zwischendurch ausgetauscht und aufgefüllt werden, was aber weiter nicht problematisch ist und auch nicht viel Platz wegnimmt.
Aktivkohle zum Nachfüllen und der Aufsatz für den Schlauch
Mein Fazit
Für den Katadyn Wasserfilter in der «Rolls-Royce» Version haben wir uns bewusst aufgrund der Langlebigkeit entschieden. So muss das Keramikmodul nur sporadisch bei häufiger Verwendung ausgetauscht werden. Die Teile bestehen aus massivem Material und sind (fast) unzerstörbar.
Wenn wir eine Anschaffung tätigen, überlegen wir uns immer auch weitere Anwendungszwecke. So haben wir den Filter erfolgreich auch in einer Alphütte verwendet, bei welcher das Wasser in der Nebensaison nicht geniessbar wäre.
Zudem erlangen wir damit auch zuhause ein gewisses Mass an Unabhängigkeit, indem wir wissen, dass wir bei fehlender Wasserversorgung den empfohlenen Notvorrat mit dem Filter selber herstellen können.
Häufige Fragen
Wie lange hält der Katadyn Pocket Filter?
Das Keramikmodul muss nur sporadisch bei häufiger Verwendung ausgetauscht werden, je nach Wasserqualität reicht es für bis zu 50.000 Liter. Laut Katadyn lässt sich die Keramik mehrfach reinigen, auch unterwegs, vor der erneuten Verwendung wird sie nach Anleitung gereinigt und geprüft. Die Messlehre dafür liegt im Set, auf den Filter gibt es 20 Jahre Garantie.
Filtert der Katadyn Pocket auch Viren?
Laut Katadyn wirkt der Pocket gegen Bakterien, Protozoen, Zysten und Sedimente, Viren stehen nicht in der Liste. Im Wohnmobil von Flo macht UV-C Licht am Wasserhahn Bakterien und Viren unschädlich, mehr dazu bei den Wasserfiltern fürs Wohnmobil.
Wie viel Wasser filtert der Pocket pro Minute?
Mit leichtem Pumpen bis zu 1 Liter pro Minute. Lässt du trübes Wasser vorher etwas stehen und setzt den Vorfilter über dem Gefässboden an, gelangen weniger Sedimente in den Filter.
Reicht es, Wasser unterwegs abzukochen?
Abkochen ist bei Wasser aus einem Fluss oder See möglich, entfernt aber weder Schwebeteilchen noch Verfärbungen oder einen modrigen Geruch. Der Pocket nimmt Verfärbungen mit, gegen den Geruch hilft der Aufsatz mit Aktivkohle.
Taugt der Katadyn Pocket auch für zuhause?
Ja. Wir haben ihn in einer Alphütte mit in der Nebensaison ungeniessbarem Wasser genutzt, und zuhause können wir bei fehlender Wasserversorgung den empfohlenen Notvorrat damit selber herstellen.
Aus euren Kommentaren
Wir haben den Kommentar bis zum 30. Oktober 2026 ausgewertet.
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Letzte Aktualisierung am 31.10.2026 um 09:24 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API















Hallo, ich bin neuer Abonnent, habe Eure Informationen heute das erste Mal erhalten und gelesen, finde das alles sehr gut und nützlich und auch optisch gut aufbereitet und (jetzt ist der „Bandwurm-Satz“ zu Ende ;-) ) ich bedanke mich sehr für diese Leistung!
Leider habe ich den Katadyn-Pocket schon, sonst hätte ich ihn selbstverständlich über Euren Link gekauft.
Somit kann ich aber die Gedanken in obigem Artikel und die Empfehlung voll bestätigen.
Als Ergänzung würde ich ein paar faltbare Wasserbehälter empfehlen, um das gefilterte Wasser a) transportieren und b) aufbewahren zu können, denn ich will ja nicht wegen jeder Tasse wieder neu anfangen ;-).
Zum Thema „Wasserversorgung im WoMo“ kann ich noch eine andere Empfehlung beitragen:
Am Ende des Schlauchs, also direkt an der Einfüll-Öffnung des Wassertanks hängt bei uns der Kombi-Filter von Alb (Nano + Kohle).
Im Tank hängt eine Silberkugel von Dr. Keddo.
Am Auslass des Frischwassertanks wird das Wasser nochmal durch den Biolite UV-Filter von WM Aquatec geleitet.
Kosten für alles zusammen ca. 800 €.
Ich weiß, das klingt alles sehr aufwändig, aber die einzige Installation war der kleine Biolite.
Die beiden Kartuschen von Alb müssen vor dem Wasserfüllen angeklickt werden, der Wasserdurchfluss dauert etwas länger, aber wir sind ja (noch) nicht auf der Flucht. Die Kartuschen müssen 1-2x im Jahr gewechselt werden.
Das lohnenswerte Ergebnis ist jedenfalls:
Wir können das Wasser im WoMo aus der Leitung wie zuhause trinken und sparen uns das lästige (und umweltschädliche) Kaufen von Wasser in Plastikflaschen.
Wir sind damit jedenfalls sehr zufrieden und würden das immer wieder so machen.
Hallo Wolfgang
Vielen Dank für deine Rückmeldung welche mich/uns sehr freut! Deine Ergänzungen finde ich sehr wertvoll und ich werde mir diese gerne noch anschauen, schon mal vielen Dank dafür!
Auf der camper.help Homepage findest du noch weitere Infos zum Thema Wasser und deren Aufbereitung welche mir persönlich auch immer wieder weiterhelfen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit deiner tollen Installation und beim Wasserfiltern.
Viele Grüsse
Michael