Katadyn Pocket Wasserfilter im Test: Trinkwasser unterwegs

Der Katadyn Pocket im Camper: Keramikfilter mit 0,2 µm, bis 1 Liter pro Minute, bis zu 50.000 Liter. Wie wir filtern und was gegen modrigen Geruch hilft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trinkwasser geht unterwegs zuverlässig aus. Nicht rechtzeitig nachgekauft, an einem heissen Tag mehr verbraucht oder eine ungeplante Übernachtung auf einem schönen Stellplatz.
  • Abkochen genügt nicht. Es entfernt weder Schwebeteilchen noch Verfärbungen oder einen modrigen Geruch, der Trinkgenuss leidet.
  • Der Katadyn Pocket filtert mit 0,2 µm Porengrösse. Bakterien, Protozoen, Zysten, Algen, Sporen und Sedimente bleiben zurück, Verfärbungen ebenso. Viren nennt Katadyn nicht.
  • 20 Jahre Garantie, bis zu 50.000 Liter. Massiver Metallkörper, das Keramikmodul muss selbst bei häufiger Verwendung nur sporadisch getauscht werden.
  • Er taugt auch ausserhalb des Campers. In einer Alphütte mit in der Nebensaison ungeniessbarem Wasser und zuhause für den empfohlenen Notvorrat.
Katadyn Pocket Set auf einem Holztisch, Pumpfilter mit Keramikelement, Ansaugschlauch mit Vorfilter, Beutel mit Zubehör, Anleitung und schwarze Tasche mit Katadyn-Schriftzug

Katadyn Pocket und Aktivkohle auf einen Blick

Mit dem Katadyn Pocket filtern wir unser Trinkwasser im Camper, den Aufsatz mit Aktivkohle haben wir gegen den Geruch dazugekauft.

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Damit ist es möglich, aus jeder beliebigen Wasserquelle Trinkwasser herzustellen.

Porengrösse

0,2 µm

Leistung

bis 1 Liter pro Minute

Kapazität

bis 50.000 Liter

Garantie

20 Jahre

Warum uns unterwegs das Trinkwasser ausgeht

Immer wenn wir unterwegs sind, ist es unsere Bestimmung, dass uns früher oder später das Trinkwasser ausgeht.

Sei es, dass wir unsere Trinkwasservorräte in Flaschen mal wieder nicht rechtzeitig nachgekauft haben oder der Trinkwasserverbrauch an einem heissen Tag ungeplant angestiegen ist. Oder die Planung der Trinkwasservorräte ist aufgrund einer ungeplanten Übernachtung auf einem schönen Stellplatz in der Natur nicht aufgegangen.

Hinzu kommen Fehlplanungen beim Einkauf des falschen Wassers (ja, das gibt es!), welches wegen dem Geschmack niemand so wirklich mag (z. B. St. Yorre Wasser in Frankreich, dieses sehr mineralreiche Wasser war nun wirklich nicht unser Geschmack).

Weisses Wohnmobil auf einem Campingplatz, ein orangefarbener Wasserschlauch führt über die Wiese zum Einfüllstutzen an der Seitenwand

Wasser tanken mit dem Schlauch auf dem Campingplatz

Wasser trinkbar machen: Abkochen reicht nicht

Nun befinden wir uns an einem wunderschönen Ort, meistens sogar an einem See oder Fluss, und müssen diesen verlassen, um Trinkwasser zu organisieren. Zwar hätten wir noch unsere Wasserkanister, welche sicher immer sehr gepflegt sind, aber die Quelle, von welcher das Wasser für die Füllung stammt, ist auch nicht immer über allen Zweifel erhaben.

Nun gibt es sicherlich die Möglichkeit, Wasser aus der unbekannten Quelle abzukochen, um den Rest eines schönen Campertages nicht auf der Campingtoilette verbringen zu müssen. Bei Wasser aus einem Fluss oder See wäre dies sicher möglich, nur werden dabei nicht die Schwebeteilchen, Verfärbungen oder ein allenfalls modriger Geruch entfernt, was den Trinkgenuss sicherlich etwas reduziert.

Bergsee in der Abendsonne, dahinter dunkler Nadelwald und ein felsiger Gipfel, im Vordergrund Schilf und Gras am Ufer

Wasser wäre fast überall vorhanden

Wasserfilter im Camper: warum der Pocket

Neben all den spannenden Installationen für Camper und Wohnmobile ist es für unser, doch eher knapp bemessenes Fahrzeug leider nicht möglich, eine fest installierte Trinkwasserversorgung zu installieren.

Aus diesem Grund haben wir uns für einen Katadyn Pocket Filter mit einem Keramikfilter entschieden. Dieser verfügt über eine Porengrösse von 0,2 µm und ist dabei auch in der Lage, Bakterien, Protozoen, Zysten, Algen, Sporen und Sedimente zu entfernen.

Zudem werden auch Verfärbungen des Wassers entfernt. Dieser Filter überzeugt mit einem massiven Metallkörper, welcher absolut solide verbaut wurde. Neben einer Garantie von 20 Jahren können, je nachdem was gefiltert wird, bis zu 50.000 Liter Trinkwasser hergestellt werden.

Zwei Gläser auf einem Holztisch, links klares gefiltertes Wasser mit dem Auslassschlauch, rechts trübes braunes Wasser mit dem Vorfilter des Ansaugschlauchs, dahinter der Pumpfilter

Links gefiltert, rechts das Wasser vor dem Filtern

Handhabung: so filterst du mit dem Pocket

Der Filter ist sehr einfach zusammenzuschrauben. Danach wird der Auslassschlauch, welcher mit einer praktischen Drahthalterung mitgeliefert wird, sowie der Ansaugschlauch angeschlossen.

Ansaugschlauch und Auslass trennen

Dabei (und auch beim Einpacken des Filters) ist es wichtig, dass der Ansaugschlauch nicht mit dem Auslass in Berührung kommt. Andernfalls könnten Bakterien und Viren in das filtrierte Wasser oder den Schlauch gelangen.

Grundsätzlich ist immer darauf zu achten, dass möglichst sauberes Wasser filtriert wird. Dieses könnte vor dem Filtern zudem etwas stehen gelassen werden, damit sich erste Schwebeteilchen absetzen können. Dabei kann der Vorfilter etwas über dem Gefässboden angesetzt werden, um nicht die Sedimente in den Filter einzuziehen.

Mit leichtem Pumpen kann dabei bis zu 1 Liter Wasser pro Minute filtriert werden.

Katadyn Pocket Pumpfilter von oben, der Ansaugschlauch hängt in einem Glas mit braunem Wasser, der Auslassschlauch füllt ein Glas mit klarem Wasser

Mit leichtem Pumpen bis zu 1 Liter pro Minute

Aktivkohlefilter gegen modrigen Geruch

Die ganze Filtrationsgeschichte klingt zu schön, um wahr zu sein. Jedoch gibt es hier einen Haken, und das war bei unserer ersten Anwendung der Geruch des Wassers. Sofern dieses aus einem fliessenden Gewässer wie z. B. einem Bach stammt, fällt der Geschmack nicht so stark auf. Kommt dieses jedoch aus einem modrigen Tümpel, kann das Wasser schon eine etwas unangenehme Note aufweisen.

Aus diesem Grund haben wir für die Geruchsreduktion den passenden Katadyn Aufsatz mit Aktivkohle dazugekauft. Der Aktivkohlefilter wird einfach an den Wasserausgangsschlauch angesteckt. Dieser sollte jedoch zwischendurch ausgetauscht und aufgefüllt werden, was aber weiter nicht problematisch ist und auch nicht viel Platz wegnimmt.

Zwei silberne Beutel Katadyn Carbon Cartridge und ein schwarzer Aktivkohleaufsatz mit zwei Schlauchanschlüssen auf einem Holztisch

Aktivkohle zum Nachfüllen und der Aufsatz für den Schlauch

Lieferumfang des Katadyn Pocket

Der Katadyn Wasserfilter wird in einem umfangreichen, aber trotzdem kompakten Set geliefert. In der Lieferung enthalten sind:

  • Der Katadyn Pocket Filter
  • Ein Auslaufschlauch mit Flaschenclip
  • Ein Ansaugschlauch mit Vorfilter, Schwimmer und Gewicht
  • Silikonfett für den Kolben
  • Eine Messlehre für den Keramikfilter
  • Die Tasche, um das Zubehör zu verstauen
  • Sowie eine Bedienungsanleitung für den Filter
Katadyn Pocket zerlegt auf einem Holztisch, links das schwarze Gehäuse mit Schriftzug und Schweizer Kreuz, rechts die Pumpe mit dem braun verfärbten Keramikelement

Gehäuse und Pumpe mit dem Keramikelement

Mein Fazit

Für den Katadyn Wasserfilter in der «Rolls-Royce» Version haben wir uns bewusst aufgrund der Langlebigkeit entschieden. So muss das Keramikmodul nur sporadisch bei häufiger Verwendung ausgetauscht werden. Die Teile bestehen aus massivem Material und sind (fast) unzerstörbar.

Wenn wir eine Anschaffung tätigen, überlegen wir uns immer auch weitere Anwendungszwecke. So haben wir den Filter erfolgreich auch in einer Alphütte verwendet, bei welcher das Wasser in der Nebensaison nicht geniessbar wäre.

Zudem erlangen wir damit auch zuhause ein gewisses Mass an Unabhängigkeit, indem wir wissen, dass wir bei fehlender Wasserversorgung den empfohlenen Notvorrat mit dem Filter selber herstellen können.

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Häufige Fragen

Wie lange hält der Katadyn Pocket Filter?

Das Keramikmodul muss nur sporadisch bei häufiger Verwendung ausgetauscht werden, je nach Wasserqualität reicht es für bis zu 50.000 Liter. Laut Katadyn lässt sich die Keramik mehrfach reinigen, auch unterwegs, vor der erneuten Verwendung wird sie nach Anleitung gereinigt und geprüft. Die Messlehre dafür liegt im Set, auf den Filter gibt es 20 Jahre Garantie.

Filtert der Katadyn Pocket auch Viren?

Laut Katadyn wirkt der Pocket gegen Bakterien, Protozoen, Zysten und Sedimente, Viren stehen nicht in der Liste. Im Wohnmobil von Flo macht UV-C Licht am Wasserhahn Bakterien und Viren unschädlich, mehr dazu bei den Wasserfiltern fürs Wohnmobil.

Wie viel Wasser filtert der Pocket pro Minute?

Mit leichtem Pumpen bis zu 1 Liter pro Minute. Lässt du trübes Wasser vorher etwas stehen und setzt den Vorfilter über dem Gefässboden an, gelangen weniger Sedimente in den Filter.

Reicht es, Wasser unterwegs abzukochen?

Abkochen ist bei Wasser aus einem Fluss oder See möglich, entfernt aber weder Schwebeteilchen noch Verfärbungen oder einen modrigen Geruch. Der Pocket nimmt Verfärbungen mit, gegen den Geruch hilft der Aufsatz mit Aktivkohle.

Taugt der Katadyn Pocket auch für zuhause?

Ja. Wir haben ihn in einer Alphütte mit in der Nebensaison ungeniessbarem Wasser genutzt, und zuhause können wir bei fehlender Wasserversorgung den empfohlenen Notvorrat damit selber herstellen.

Aus euren Kommentaren

Wir haben den Kommentar bis zum 30. Oktober 2026 ausgewertet.

  • Wolfgang, November 2021: Er hat den Katadyn Pocket schon und bestätigt die Empfehlung. Als Ergänzung empfiehlt er ein paar faltbare Wasserbehälter, um das gefilterte Wasser zu transportieren und aufzubewahren. Im Wohnmobil hängt bei ihm ein Kombi-Filter von Alb (Nano und Kohle) an der Einfüllöffnung, eine Silberkugel von Dr. Keddo im Tank und der Biolite UV-Filter von WM aquatec am Auslass, zusammen rund 800 €. So trinkt er das Wasser aus der Leitung wie zuhause und kauft keine Plastikflaschen mehr.

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Letzte Aktualisierung am 31.10.2026 um 09:24 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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2 Kommentare

  1. Wolfgang Pecher 15.11.2021, 5:56 UhrAntworten

    Hallo, ich bin neuer Abonnent, habe Eure Informationen heute das erste Mal erhalten und gelesen, finde das alles sehr gut und nützlich und auch optisch gut aufbereitet und (jetzt ist der „Bandwurm-Satz“ zu Ende ;-) ) ich bedanke mich sehr für diese Leistung!
    Leider habe ich den Katadyn-Pocket schon, sonst hätte ich ihn selbstverständlich über Euren Link gekauft.
    Somit kann ich aber die Gedanken in obigem Artikel und die Empfehlung voll bestätigen.
    Als Ergänzung würde ich ein paar faltbare Wasserbehälter empfehlen, um das gefilterte Wasser a) transportieren und b) aufbewahren zu können, denn ich will ja nicht wegen jeder Tasse wieder neu anfangen ;-).
    Zum Thema „Wasserversorgung im WoMo“ kann ich noch eine andere Empfehlung beitragen:
    Am Ende des Schlauchs, also direkt an der Einfüll-Öffnung des Wassertanks hängt bei uns der Kombi-Filter von Alb (Nano + Kohle).
    Im Tank hängt eine Silberkugel von Dr. Keddo.
    Am Auslass des Frischwassertanks wird das Wasser nochmal durch den Biolite UV-Filter von WM Aquatec geleitet.
    Kosten für alles zusammen ca. 800 €.
    Ich weiß, das klingt alles sehr aufwändig, aber die einzige Installation war der kleine Biolite.
    Die beiden Kartuschen von Alb müssen vor dem Wasserfüllen angeklickt werden, der Wasserdurchfluss dauert etwas länger, aber wir sind ja (noch) nicht auf der Flucht. Die Kartuschen müssen 1-2x im Jahr gewechselt werden.
    Das lohnenswerte Ergebnis ist jedenfalls:
    Wir können das Wasser im WoMo aus der Leitung wie zuhause trinken und sparen uns das lästige (und umweltschädliche) Kaufen von Wasser in Plastikflaschen.
    Wir sind damit jedenfalls sehr zufrieden und würden das immer wieder so machen.

    • Michael 15.11.2021, 7:23 UhrAntworten

      Hallo Wolfgang

      Vielen Dank für deine Rückmeldung welche mich/uns sehr freut! Deine Ergänzungen finde ich sehr wertvoll und ich werde mir diese gerne noch anschauen, schon mal vielen Dank dafür!

      Auf der camper.help Homepage findest du noch weitere Infos zum Thema Wasser und deren Aufbereitung welche mir persönlich auch immer wieder weiterhelfen.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit deiner tollen Installation und beim Wasserfiltern.

      Viele Grüsse
      Michael

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