Auf dem Weg durch das Outback von Western Australia reifte bei uns der Wunsch mit einem eigenen, ausgebauten Fahrzeug auch Europa auf diesem Weg zu entdecken und erkunden.
Nachdem wir uns einige Monate mit der Suche eines passenden Fahrzeuges beschäftigten, wurde uns schliesslich klar, dass es einen solchen Camper nicht von der Stange gibt.

Individueller Ausbau zu einem Elektro-Camper

Unsere Idee eines ausgebauten Fahrzeuges mit Heckküche, welches zugleich auf einem vollelektrischen Fahrzeug basiert und erst noch alltagstauglich sein sollte, grenzte fast schon an eine unmögliche Aufgabe.
So kam es, dass der Ausbau unseres autarken Wohnmobil mit einem Individualausbau realisiert wurde. Soviel schon vorneweg: der Elektro- Camper wird schon bald auf der Strasse unterwegs sein!

Auto-Einsam-Outback-Wueste-Strasse

Camper mit Elektroantrieb

Zuerst sollte es nur ein einfaches Fahrzeug wie ein Vanster oder Campster sein, welches primär im Alltag verwendet wird. Im laufe der Recherche, welches Fahrzeug für unsere Bedürfnis am ehesten in Frage kommen würde, kamen wir dann auf den Geschmack eines Dreamer Cap Land. Vor allem das Layout mit der Küche auf der Seite, welche bei ausgefahrenem Tisch und sitzenden Personen immer zugänglich ist, hat uns dabei sehr gefallen. Jedoch war das Fahrzeug für unsere Tiefgarage ein paar cm zu hoch. Auch die Alltagsfähigkeiten schienen uns etwas eingeschränkt.

Recherche Plug-in-Hybrid

Im Laufe unsere Recherche über zwei Jahre, erschien der Detleff Globevan mit einem e.Hybrid Antrieb auf dem Markt. Dieses Modell begeisterte uns, da der Plug-in-Hybrid an der heimischen Solaranlage für eine Reichweite von ca. 50 Kilometer hätte geladen werden können. Für den Alltagsgebrauch also eine spannende Möglichkeit. Dabei hätte zudem der Standard Antrieb auf 1.0 Liter Benzinbasis als Range Extender für Reichweite gesorgt.

Hoher Benzinbrauch und keine Einsparungen

Jedoch überzeugte uns erstens der Benzinverbrauch für das verstromen des Brennstoffes nicht so wirklich. Zweitens ist bei Service und Ersatzteilen nach wie vor ein Verbrenner zu warten. Dies bringt keine Kosteneinsparung mit sich. Drittens entsprach das Modell bezüglich dem Layout nicht unseren Vorstellungen zugänglicher Fächer und Küche. Als letzter, vierter Punkt wurde mit diesem Modell unsere Vorstellung an Nachhaltigkeit nicht erfüllt.

Vollelektrische Transporter- Modelle

Mit dem erscheinen weiterer vollelektrischer Transporter- Modelle wie dem EQV von Mercedes, VW ID. Buzz, Renault Trafic, Toyota proace, dem Peugeot e-Traveller und e-Expert sowie dem Nissan e-NV200 (um nur einige zu nennen), reifte bei uns der Entscheid ein eigenes Fahrzeug auf Elektrobasis ausbauen zu lassen.

Peugeot-Frontansicht-Camper-Elektroantrieb

Individualausbau und Planung des Campers

Zum Entscheid eines Individualausbaus führten im wesentlichen auch unsere Anforderungen an ein alltagstaugliches Fahrzeug. Dieses sollte:

  • unter einer Höhe von 2.10 m sein
  • immer zugänglichen Schränke, Kofferraum und Küche aufweisen
  • über eine einfache Toilette verfügen
  • autonom und vollelektrisch sein

Also die Eierlegende Wollmilchsau, ganz nach dem Motto

Geht nicht gibt’s nicht!

Meinungen zum Küchenausbau und elektrischem Fahrzeug

Spannend zu erwähnen ist, dass uns einzelne Ausbauer (aus nicht nachvollziehbaren Gründen) dringend von einer Heckküche abgeraten haben. Zudem hatte ein Camperbauer an einer Messe einem Lachanfall als wir ihn auf die Möglichkeiten zum Ausbau eines vollelektrischen Fahrzeuges angesprochen haben. Dieser meinte lapidar (nachdem er sich erholt hatte) wie wir denn mit solch einem Fahrzeug überhaupt in die Ferien fahren wollen. Unser Ehrgeiz gerade ein solches Auto bauen zu lassen war damit definitiv geweckt!

Camper-Hochstelldach-SCA-Elektroantrieb-Peugeot

Gründe für einen elektrischer Antrieb

Aspekte für einen elektrischen Antrieb des Campers

Folgende Aspekte und Überlegungen haben bei uns zum Entscheid für den Ausbau eines vollelektrischen Camperfahrzeuges geführt:

  • Städte können ev. in Zukunft nicht mehr mit Dieselfahrzeugen bzw. nur noch unter Auflagen oder mit Umweltplaketten besucht und befahren werden.

  • Günstigeres Roadpricing und Fahrzeugsteuern.

  • Hoher Wiederverkaufswert des Fahrzeuges in Zukunft.

  • (Noch) viele kostenlose Elektrotankstellen.

  • Geringere Treibstoffkosten im Gegensatz zu Diesel oder Benzin.

  • Fahrzeug aufladen auf dem Zeltplatz und an jeder Steckdose möglich.

  • Standheizung und Klimatisierung des Fahrzeuges inklusive.

  • Geräuschloses Fahren auf Zeltplätzen und in Städten.

  • Reisen statt Rasen. Zeit zum Laden sollte ist in den Ferien vorhanden sein.

  • Vergünstige Versicherungsangebote und Pakete für Elektrofahrzeuge.

  • Beim Laden zuhause das gute Gefühl den eigenen Strom von der Sonne im Tank zu haben.

Wir werden sicherlich noch die eine oder andere Herausforderung antreffen

  • Defekte Ladestationen und Ladeweile.
  • Herausforderung der Berechnung der Reichweite in abgelegenen Gebieten.
  • Für gewisse Regionen wie Afrika oder Teile im Osten ist ein Elektrofahrzeug aufgrund der Ladeinfrastruktur sicherlich noch nicht die ideale Lösung.

Wir sind überzeugt, dass beide Listen, sowohl positiv wie auch negativ, noch nicht abgeschlossen sind und freuen uns auf unsere Abenteuer mit unserem individuell ausgebauten Elektro-Camper.

Demzufolge werden wir sicherlich noch einige weitere Erfahrungen mit den Ausbau und wie es sein wird mit einem Elektro-Camper unterwegs zu sein sammeln dürfen. Folglich werden wir euch zu unserem individuellen Ausbau, dem Laden und Leben sowie der Ausstattung eines elektrischen Wohnmobils auf dem Laufenden halten.

Camper-Ausbau-Plan-Layout

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