Gaswarner im Wohnmobil und Wohnwagen: Einbau und Empfehlung

Gaswarner im Wohnmobil und Wohnwagen: wohin der Gasmelder gehört, was er gegen Narkosegas kann und warum wir zweimal den Thitronik GBA-I eingebaut haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Gaswarner gehört in jedes Wohnmobil und jeden Wohnwagen. Im Schlaf riecht man kein Gas, und an Bord sind in der Regel 2 × 11 Kilogramm Flüssiggas.
  • Propan und Butan sinken zu Boden, Kohlenmonoxid steigt zur Decke. Der Gaswarner kommt auf ca. 30 Zentimeter über dem Boden, der CO-Melder an die Decke oder Wand.
  • Unser Gaswarner ist der GBA-I von Thitronik, zweimal eingebaut. Einer im Eingangs-, einer im Schlafbereich, am 12-V-Bordnetz und bislang ohne jedes Problem.
  • Ob Narkosegas Mythos oder Wahrheit ist, spielt keine Rolle. Die 2 Gasflaschen an Bord sind die deutlich größere Gefahr.
  • Der G.A.S.-pro III vereint beide Funktionen. Stand-alone oder mit Funkanbindung an die Thitronik WiPro III, dazu ist ein CO-Sensor möglich.
Schwarzer Gaswarner unter einer 10-A-Steckdose neben einem Lüftungsgitter am Eingang des Wohnmobils

Unser Gaswarner auf einen Blick

Der G.A.S.-pro III von Thitronik vereint den Gaswarner mit eigener Sirene und die Funkanbindung an die Alarmanlage.

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Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Beitrag etwas brachial beginnen lasse, und mich für den direkten Weg entschieden. Denn als ehemaliger Feuerwehrler kann ich über diese Präventionsmassnahmen gar nicht oft genug aufklären. Denn Gasmelder sind wichtig.

Warum ein Gasmelder ins Wohnmobil gehört

Da es unmöglich ist, im Schlaf Gas oder Rauch zu riechen, überrascht mich das Gegenteil in den Facebook-Diskussionen immer wieder. Pro Jahr haben hunderte Menschen diese Fähigkeit nicht, sondern ein anderes grausiges Schicksal.

Rauch- und Feuertote waren es 343 im Jahr 2015, CO-Tote 648 im Jahr 2018.

Ich diskutiere übrigens die Notwendigkeit für Gas- oder Rauchmelder mit niemandem mehr! Dazu habe ich zu vieles erlebt, welches ich hier aber nicht schildern werde. Wer meint, das wäre Geldmacherei der Industrie, der soll seine Meinung für sich behalten und nicht andere Leute davon abhalten, für mehr Sicherheit zu sorgen. Sobald ich als Fahrer oder Halter Verantwortung für andere in unserem Wohnmobil trage, sind diese Melder an Bord.

Viel Flüssiggas an Bord

Wir transportieren alle eine grosse Menge Flüssiggas für Herd, Kühlschrank und Heizung mit. Das sind unsere Wohn- und Schlafräume, die einen Schutzbedarf haben. Ein unentdecktes Leck in den Anschlussleitungen oder an den Schraubgewinden an den Geräten verheisst da meist nichts Gutes.

Zwei graue Gasflaschen mit Füllstandsanzeigern, festgezurrt im offenen Gaskasten eines Wohnmobils

Zwei Gasflaschen im Gaskasten unseres Wohnmobils

Gasprüfung nur alle 2 Jahre

Zwischen den Gasprüfungen liegen bis zu 2 Jahre, in denen sich der Zustand des Systems durch Alterung oder Verschleiss durchaus verschlechtern kann. Ein fabrikneues Wohnmobil brannte nach erst 58 gefahrenen Kilometern auf der A49 komplett aus. Selbst fabrikneue Fahrzeuge sind also nicht vor technischen Defekten sicher.

Runde Prüfplakette der Gasprüfung mit Jahreszahl 2021 und Monatsring an der weißen Außenwand eines Wohnmobils

Die Plakette der Gasprüfung an unserem Wohnmobil

Gaswarner oder CO-Melder: was wohin gehört

  • Propan und Butan sinken zu Boden. Propan- und Butangas sind schwerer als Luft und sinken zu Boden.
  • Kohlenmonoxid steigt nach oben. CO ist geringfügig leichter als Luft und steigt Richtung Decke.
  • Der Gaswarner kommt nach unten. Propan- und Butan-Gaswarner werden nach Anleitung meist auf ca. 30 Zentimeter über dem Boden installiert.
  • Der CO-Melder kommt nach oben. Der Kohlenmonoxid-Melder kommt nach Anleitung meist an die Decke oder Wand.
  • Schon wenig Gas ist explosiv. Propan- oder Butangas ist hochentzündlich und bereits ab 2 % Volumenanteil in der Luft ein explosionsfähiges Gemisch.
  • Zwei Flammen an Bord. Wir haben in der Regel 2 Flammen im Wohnmobil. Beim Kühlschrank während des Gasbetriebs und bei der Gas- oder auch Dieselheizung. Bei einem Defekt und jeder unvollständigen Verbrennung kann somit Kohlenmonoxid entstehen.
  • Im Schlaf riecht man nichts. Der Geruchssinn ist im Schlaf ausgeschaltet. Wir Menschen können Gas im Schlaf nicht riechen.

Laut Thitronik gehört der Sensor für Flüssiggas und Betäubungsgase an eine senkrechte Fläche unterhalb der Schlafplätze, etwa 10 bis 30 Zentimeter über dem Boden, mit Abstand zu Heizungsausströmern und gasenden Batterien. Trennen Vorhänge oder Schiebetüren den Innenraum, empfiehlt Thitronik einen weiteren Sensor.

Narkosegas im Wohnmobil: Mythos oder Wahrheit?

Gaswarner und Narkosegas. Wer sich die Diskussion unter dem Beitrag vom Globetrotter durchliest, der weiss vermutlich danach nicht mehr, wo die Wahrheit liegt. Globetrotter schreibt Mythos, und darunter antworten, mal mehr, mal weniger glaubwürdig, betroffene Camper.

Es spielt, ohne diesen beiden Parteien nahezutreten, einfach auch keine Rolle. Der Grund ist äusserst einfach. Du hast in der Regel 2 × 11 Kilogramm Flüssiggas dabei. Das ist die deutlich grössere Gefahr als Narkosegas. Eine Undichtigkeit ist für alle Beteiligten und Unbeteiligten eine Katastrophe. Von daher ist es absolut notwendig, einen Gaswarner an Bord zu haben. Ob der dann Narkosegas kann oder nicht, das ist deine Entscheidung. Eine Antwort auf Mythos oder Wahrheit bleibe ich dir somit schuldig.

Unsere Empfehlung: Gaswarner von Thitronik

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass wir für den Gaswarner einen recht klassischen von Thitronik empfehlen. Für das CO-Gas nehmen wir einen Rauchmelder von Nest her, der beides kombiniert. Google hat die Produktion des Nest Protect im März 2025 eingestellt.

Unser GBA-I im Alltag

  • Integrierte Sirene, nur beim GBA-I. Diese empfinden wir als laut genug, aber nicht zu laut. Der Funk-Gaswarner 868 ist nur in Verbindung mit der Thitronik-Alarmanlage einzusetzen, da dieser keinen eigenen Piezo-Lautsprecher hat.
  • Erkennt Propan, Butan und Betäubungsgase.
  • Ständiger Sensorselbsttest.
  • Temperaturkompensation. Das ist gerade im Winter nicht unwichtig.
  • Optionales 230-V-Netzteil. Mit dem optionalen 230-V-Netzteil ideal für Dauercamper.
  • Klein und schlank. Der Sensor ist wirklich klein und findet durch den schlanken Aufbau immer einen Platz.
  • Preislich okay. Der Sensor ist preislich okay und verrichtet bislang ohne jedes Problem seinen Dienst.

So haben wir ihn eingebaut

Eingebaut haben wir den GBA-I zweimal. Einen im Eingangs- und einen im Schlafbereich, jeweils auf ca. 30 cm über dem Boden. Ausser einem 12-V-Stromanschluss (z. B. am EBL oder über einen abgesicherten Abzweiger) wird nichts benötigt.

Nach etwa 3 Minuten sind der Selbsttest und die Warmlaufphase des Detektors abgeschlossen, das signalisiert er mit einem kurzen Signal. Getestet werden kann er mit ganz normalem Feuerzeuggas.

Der Thitronik G.A.S.-plug „all in one“ war mein erster Warner. Er braucht Dauerstrom auf der Steckdose, und die Dose muss auf der Idealhöhe von ca. 30 cm für Propan und Butan sitzen. Wer hat schon einen freien Anschluss auf der richtigen Höhe? Für mich war es dann ein Leichtes, einen abgesicherten Abzweiger mit Wago-Klemmen für den GBA-I vom EBL zu basteln. Bist du dir unsicher, brauchst du einen Fachmann, der dir hilft.

Schwarzer Gaswarner an einer Holzwand neben dem Truma-Schieberegler der Heizung

Unser GBA-I im Schlafbereich neben der Heizungsbedienung

G.A.S.-pro III vereint beides

Seit Ende 2020 gibt es ein neues Produkt namens G.A.S.-pro III, das beide Funktionen vereint. Stand-alone oder mit Funkanbindung an die Thitronik WiPro III. Laut Thitronik erkennt er Propan, Butan und Narkosegase, hat eine integrierte Sirene mit 94 dB und läuft an 12 oder 24 Volt. In der Fassung G.A.S.-pro III CO oder mit einem zusätzlichen CO-Sensor erkennt er auch Kohlenmonoxid.

Der Funk-Gaswarner ist bei einer Wahl klar zu bevorzugen. Ist dieser doch dann bei einem Gasalarm mit der WiPro direkt verbunden und dadurch lauter.

Der G.A.S.-pro III erkennt Propan, Butan und Narkosegase und meldet stand-alone oder über die Thitronik WiPro III.

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Mein Fazit

Ein echtes essenzielles Thema und für uns ein Muss. Wer es ausblendet, riskiert viel für sich und seine Mitreisenden. Mehr will ich das Thema auch gar nicht ausreizen. Das ist eine Entscheidung, die jeder selbst für sich und seine Begleiter oder Familie treffen mag. Ich hoffe, du konntest ein paar Hilfen oder gar Entscheidungshilfen finden.

Wer Hilfe beim Einbau benötigt, der schreibt das einfach in die Kommentare. Ich kann das gerne mit Fotos und Material beschreiben.

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Häufige Fragen

Wo hängt der Gasmelder im Wohnwagen?

Im Wohnwagen wie im Wohnmobil kommt der Gaswarner für Propan und Butan auf ca. 30 Zentimeter über dem Boden, laut Thitronik an eine senkrechte Fläche unterhalb der Schlafplätze. Wir haben zwei, einen im Eingangs- und einen im Schlafbereich.

Steigt Propangas nach oben?

Nein. Propan ist 1,55-mal so schwer wie Luft und sinkt zu Boden, Butan sogar 2,09-mal. Nach oben steigt Kohlenmonoxid, das geringfügig leichter als Luft ist.

Erkennt ein Gaswarner Kohlenmonoxid?

Ein Gaswarner für Propan und Butan nicht. Für Kohlenmonoxid haben wir einen Rauchmelder mit CO-Melder an der Decke. Den G.A.S.-pro III gibt es laut Thitronik auch mit CO-Sensor.

Gibt es Gaswarner gegen Narkosegas?

Ja, unser GBA-I detektiert Betäubungsgase, der G.A.S.-pro III laut Thitronik auch. Ob Narkosegas Mythos oder Wahrheit ist, spielt für mich keine Rolle. Die 2 Gasflaschen an Bord sind die grössere Gefahr.

Braucht der Gaswarner 12 Volt?

Unsere Thitronik-Gaswarner hängen am 12-V-Bordnetz, ausser dem Stromanschluss wird nichts benötigt. Wir nehmen dafür einen abgesicherten Abzweiger vom EBL. Für Dauercamper gibt es ein optionales 230-V-Netzteil.

Wie teste ich den Gaswarner?

Mit ganz normalem Feuerzeuggas. Nach dem Einschalten dauern Selbsttest und Warmlaufphase etwa 3 Minuten, danach meldet sich der Gaswarner mit einem kurzen Signal.

Aus euren Kommentaren

Wir haben alle 3 Kommentare bis zum 25. Oktober 2026 ausgewertet.

  • Jürgen, Februar 2020: Er wollte den Funk-Gaswarner von Thitronik ohne Alarmanlage betreiben und fragte, wo er das Kabel anschliesst. Thitronik hat auf meine Nachfrage geantwortet. Der Funk-Gaswarner hat keinen eigenen Piezo und alarmiert nur über die WiPro III, der GBA-I arbeitet als Stand-alone-Gerät. Statt einer Steckdose auf 30 cm Höhe nehmen wir einen abgesicherten Abzweiger vom EBL.

Bevor du unten fragst

Schreib dazu, welches Fahrzeug du hast, wo Gaskasten und Schlafplätze liegen und ob eine Alarmanlage an Bord ist. Dann kann ich dir gezielt antworten.

Letzte Aktualisierung am 29.10.2026 um 21:19 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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3 Kommentare

  1. Jürgen Wagner 04.02.2020, 20:51 UhrAntworten

    Hallo Florian,

    ich habe den Beitrag mit großem Interesse gelesen und möchte den Gaswarner von Thitronik auch verbauen.

    Nun habe ich 2 Fragen:
    Bei Thitronik steht:
    „Der Funkgaswarner ist die ideale Ergänzung zum Alarmsystem. Er erkennt schon kleinste Mengen Narkosegase in der Atemluft und alarmiert zuverlässig bei erhöhter Propan- und Butankonzentration durch eventuelle Gaslecks.
    Selbstverständlich benötigt der Funkgaswarner einen Anschluß an die Spannungsversorgung, benutzt aber den Funkweg, um einen Gasalarm kabellos zur Zentrale zu melden.“

    – Funktioniert das Gerät also trotzdem „solo“ auch wenn da von Alarmsystem bzw. „Zentrale“ die Rede ist?

    – Und wie/wo schließe ich es an? Ich habe andere Warner gesehen die einen Stecker für den Zigarettenanzünder haben. Das scheint mir einfacher.
    Hier ist wohl ein blankes Kabel dabei – aber wohin damit?

    • Flo 04.02.2020, 21:41 UhrAntworten

      Hallo Jürgen,

      leider kann ich deine Fragen nicht mit voller Sicherheit beantworten und ich leite daher den offen Punkt an Thitronik weiter.

      Zu 1.) Der Funk-Gaswarner 868 steckt im gleichen Gehäuse wie der autarke GBA-I. Ich konnte damals noch nicht wissen eine Thitronik Alarmanlage einzubauen, daher habe ich noch 2x den GBA-I. Daher fehlt mir die Erfahrung mit dem Funk-Gaswarner, auch wenn ich mir fast sicher bin das gehört bzw. schon gewusst zu haben. Vermutlich ist der gleiche Piezo-Lautsprecher wie im GBA-I drin. Das kläre ich gerade mit Thitronik ab und schreibe einen Update, wenn ich die Antwort habe.

      Zu 2.) Der Thitronik G.A.S.-plug „all in one“ war mein erster Warner und ich hatte folgende Probleme, welche du mit Sicherheit auch haben wirst. Du benötigst Dauerstrom auf der Dose (kleines Problem) und die Dose muss ja auf der Idealhöhe von ca. 30cm für Propan / Butan verbaut werden (grosses Problem). Wer hat schon einen freien Anschluss auf der richtigen Höhe. Für mich ist es dann ein leichtes einen abgesicherten Abzweiger mit Wago-Klemmen für den GBA-I vom EBL zu basteln, aber wenn Du dir unsicher bist brauchst Du einen Fachmann der dir hilft.

      Update, wenn die Antwort vorliegt.

      Viele Grüsse und viel Erfolg. Florian

    • Flo 05.02.2020, 9:55 UhrAntworten

      Ich lag mit dem Piezo beim Funk-Gaswarner 868 nicht richtig. Hier die Antwort „Der Funkgaswarner hat keinen Piezo integriert. Er alarmiert ausschließlich über die Funkverbindung zu WiProIII und löst damit grundsätzlich einen Vollalarm aus. Der GBA-I hat einen integrierten Piezo und arbeitet ausschließlich als stand-alone Gerät.

      Ende März kommt unsere neue G.A.S.ProIII in den Handel, die dann alles vereint. Hier besteht die Möglichkeit sie stand-alone oder per Funkanbindung an die WiProIII zu betreiben. Ebenso ist ein zusätzlicher, externer Sensor für Kohlenmonoxid möglich und vieles mehr.

      Hier ein Link zu unserem aktuellen Katalog, ab Seite 68 sind alle Daten und Funktionen beschrieben.

      http://www.thitronik-automotive.de/fileadmin/media/Kataloge/Thitronik-Katalog_1.2-2019_DE.pdf„

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