War man früher schon ein Reisevogel wird man nicht plötzlich zum Dauercamper. Daher ist gut zu überlegen, ob Agilität vor Platzkomfort steht. Über diesen Punkt entscheidet sich sehr stark, welche Art von Fahrzeug es werden könnte. Die Auswahl ist gross, daher schauen wir uns die Details an.

Davor ist jedoch einer der ganz wichtigen Themen zu klären. Das Gewicht.

Welchen Führerschein besitzt du und deine Mitlenker?

Hier kommt nämlich das Gewicht des neuen Fahrzeugs ins Spiel. Ein unendlich weitreichendes Thema. Wenn Du eine schnelle umkomplizierte Entscheidung suchst, ist ein meist ein Fahrzeug unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zu wählen. Das Leergewicht sollte bei bei einer 3-köpfigen Familie ca. 2.800 Kilogramm nicht überschreiten. (Was das Leergewicht ist, wird gleich erklärt.) Sonst wird es ganz schnell mit zusätzlich notwendiger Ausstattung, der Personenn, Essen, Wasser, Reisegepäck und Fahrrädern schnell schwierig. Die 3,5 Tonnen sind schneller überschritten als man wahr haben möchte.

Deine persönliche Lösung zu diesem Thema Auflastung und Gewicht findest du in einem eigenen Beitrag.

Weiter mit dem Fahrzeug-Typ. Die Auswahl und Möglichkeiten sind schier unendlich. Expeditionsfahrzeuge und Kastenwagen mit flexiblen Campermodulen sind hier jedoch ausgeklammert, da dem camper.help Team keine Erfahrungen diesbezüglich vorliegen.

Alkoven

Sowohl wir (Florian und Sophie), als auch camper.help Autor Ade fahren Alkoven.

Zum wirken lassen sind sicherlich diese Beiträge gut geeignet.
Die Vor- und Nachteile
  • Dank der Betten über dem Fahrerhaus gibt es 4 Betten ohne Umbau.

  • Maximaler Wohnraum und sehr gutes Raumgefühl.

  • Meist über 3 Meter und daher mehr Aufmerksamkeit bei Brücken oder Seitenwind notwendig.

  • Es gibt Länder, wo 3 Meter eine höhere Maut bedeuten und der Spritverbrauch ist leicht erhöht.

Campervan / Campingbus

Die VW Caravelle unserer Freunde. Teils genial selbst ausgebaut von den Betten, der Küche, der Auszüge, Porta Potti, Dachzelt, Heizung, Elektrik. Dank der kompakten Masse nicht nur im Urlaub, sondern auch in der Freizeit- und im Beruf nutzbar.

VW_Caravelle_Arcos_de_Valdevez
Die Vor- und Nachteile
  • Meist Alltags- und auch Stadt tauglich. Ggf. sogar für Park- und Tiefgaragen geeignet.

  • Spritverbrauch deutlich geringer. Trotz möglicher hoher Reisegeschwindigkeit.

  • Stark beengter Komfort ohne Nasszelle und ohne echte Toilette.

  • Für grosse Menschen und Familien eher nicht geeignet. Unsere Freunde aus Kassel widerlegen eindrucksvoll diesen Punkt. Man muss halt dafür gemacht sein, dann geht alles.

Integrierte

Kassel_Campingplatz_Stellplatz_Parzelle
Die Vor- und Nachteile
  • Wirken innen deutlich grösser und bieten im vorderen Bereich deutlich mehr Platz als Teilintegrierte.

  • Toller Überblick. Auch während der Fahrt.

  • Preislich immer ein kleiner Schock, denn die Qualität ist grundsätzlich in dieser Preisklasse auch höher.

  • Meist nicht sinnvoll unter 3,5 Tonnen nutzbar und optisch nicht immer jedermanns Geschmack.

Kastenwagen

Christoph unser camper.help Autor fährt einen ziemlich genialen Kastenwagen von Pössl.

Die Vor- und Nachteile
  • Gerade gross genug, um auch eine komfortable Nasszelle und eine gute Küchenzeile einzubauen. Selbst Kühlschrank und Kleiderschrank sind in Modellen der letzen Jahre eine Selbstverständlichkeit.

  • Kompakte Masse, agile Wendigkeit und stabile Blech-Karosse.

  • Nur für eine kleine Familie oder Paare geeignet. Es fehlt sehr oft eine Möglichkeit eines 4.ten Betts.

  • Selbst bei diesem Volumen, gibt es keine Modelle mit seitlich zugänglichen Garagen. Das schliesst Fahrräder nach längerem Suchen in der Praxis aus. Das war für meinen Spezl Roland ein Dauerproblem, denn er wollte sein teures E-Bike unbedingt im Fahrzeug unterbringen. Das wäre fast ein eigener Beitrag, welche Hersteller was anbieten. Mal sehen.

Liner

Liner_Morello_Palace
Die Vor- und Nachteile
  • Die Zuladung. Das Platzgefühl. Die Qualität. Der Wahnsinn.