Published On: 7. Nov 20
Kategorien: Energie | Licht

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Ein zusätzliches Batterieladegerät fürs Auto und Wohnmobil

Unser Auto ein VW Touran (2014) und unser Wohnmobil ein Adria Coral (2015) kommen „in die Jahre“. Genauer gesagt die eingebauten Blei-Starterbatterien. Statt die Batterien beim ersten negativen Anzeichen für Geld auszutauschen oder gar den Pannendienst zu rufen, habe ich seit Jahrzehnten immer ein Batterieladegerät im Einsatz. Damit lassen sich vielerlei Probleme lösen.

Hersteller können anscheinend nur billig

Eingebaute Batterieladegeräte kennen ab Werk nur funktionierende neue Batterien. Anfangs passt ja auch noch alles. Die Probleme kommen erst mit den Jahren. Mir ist kein einziger Auto-, Wohnwagen- oder Wohnmobilhersteller bekannt, der sich um angepasste Ladeprogramme bei älteren Batterien kümmert. Seltsam oder?!

Schade, denn so könnten Batterien wieder in einen vernünftigen Betriebszustand gebracht werden und deutlich länger funktionieren. Daher muss ich mich selbst darum kümmern die Ursachen zu minimieren.

Externes Batterieladegerät verlängert Lebenszeit

Beim unserem Auto zögere ich den Batterieaustausch schon wieder einmal hinaus. Seit über 1 Jahr lade ich alle 2 bis 3 Monate die Batterie mit einem externen Batterieladegerät von NOCO wieder anständig auf. Der Repair-Modus bringt die längst angeschlagene Batterie immer wieder auf Vordermann und noch kein Ende der Lebenszeit in Sicht.

Die Ursachen lassen sich damit immer noch gut ausgleichen.

Noco-Genius-G15000-im-Einsatz-Bleibatterie-am-Auto

Ursache Sulfatierung bei Blei-, Gel- oder AGM-Batterien

  • Das Problem der Batterie-Chemie

    Wir entnehmen der Batterie Energie. Dabei entstehen bei Bleibatterien an den Elektroden sogenannte Bleisulfat-Kristalle, die sich zu immer grobkörnigeren Ablagerungen zusammenschliessen.

  • Die Batterie wird kleiner und kleiner

    Bei reinen Bleibatterien fallen diese durch Erschütterungen während der Fahrt ab und sammeln sich am Boden der Batterie. Grundsätzlich gilt bei alle 3 Batterietypen. Sulfatierte Bereiche der Batterie speichern keine Energie mehr. Die Batterie wird ständig kleiner und kleiner.

Überraschende Ursachen, Selbstentladung, Minustemperaturen

  • Unser neues Sommerproblem – viele Kurzstrecken beim Auto leeren die Batterie

    Diesen Sommer 2020 kam bei uns ein weiterer eher überraschender Punkt durch die Corona Pandemie hinzu. Wir fahren mit dem Auto deutlich weniger Mittelstrecken und fast keine Langstrecken mehr. Die Kurzstrecken bleiben und die Fahrzeugbatterie kann gar nicht mehr voll aufladen werden.

    Anschieben mit Schaltgetriebe geht schon auch. Aber einmal vollladen ist schon deutlich sinnvoller und zudem einfacher.

  • Ein Problem wird oft übersehen – die Selbstentladung

    Viele Wohnwagen und Wohnmobile werden im Herbst für den Winter ausser Betrieb genommen. Bleibatterien haben eine Selbstentladung von rund 3% im Monat. Die Maximalentnahme bei Blei-, Gel-, oder AGM-Batterien liegt eh nur bei 50%. Wer mehr entnehmen würde, wird mit einer Tiefentladung die Batterie nachhaltig schädigen.

    Falsche Verkabelung an der Batterie

    Die Fahrzeug- bzw. Aufbauelektronik sollte eigentlich eine Tiefentladung durch eine Programmierung im EBL (Elektroblock) verhindern. Das Problem dabei ist, dass der ein oder andere Verbraucher direkt an der Batterie angeschlossen wird und somit den EBL umgeht. Die EBL Abschaltung bleibt bei diesen Stromverbrauchern wirkungslos. Auch löst die Abschaltung die Problematik der Selbstentladung nicht.

    Winterquartier + kleine Verbraucher + Selbstentladung = Tiefentladung

    Auch an der Fah