5 Jahre camper.help – Was wir uns wünschen
Fünf Jahre camper.help: 13 Wünsche fürs Camping, von Mülltrennung über Toleranz bis zur Wartung der Dieselheizung, dazu 5 Ziele für die nächsten 5 Jahre.

Beim Schreiben des Beitrags zu 5 Jahren camper.help kam in mir ein Wunsch auf. Eigentlich ganz viele davon. Zwar schreibe ich (Flo) diesen Beitrag, aber die Wünsche der camper.help Autoren liegen nahe beieinander.
Hätte ich ein paar Wünsche frei, würde ich die folgenden gerne wählen. Zwar klingen viele der Wünsche selbstverständlich, aber dennoch ist das Bewusstsein vorhanden, dass diese utopisch sind. Denn da ist noch viel Luft nach oben. Dennoch könnten wir, inklusive mir selbst, immer wieder daran arbeiten.
Mal sehen, was du dazu sagen wirst. Wie bei jedem Beitrag gibt es die Kommentare ganz unten.
Wo müssen wir Camper dran arbeiten?
Hier ist die Camping-Wunschliste.
Nachhaltigkeit und Ressourcen
Nachhaltigkeit und sinnvoller Umgang mit Ressourcen beim Camping. Viele Ideen zur Nachhaltigkeit warten auf camper.help auf dich.
Leere PET-Flaschen im Wohnmobil
Respekt vor der Natur
Camper, welche die Natur voll und ganz respektieren. Es wird außer Reifenabdrücken nichts hinterlassen.
Eine Nacht zwischen Pferdekoppel und Sonnenblumenfeld, Pintrip Søndergaard, Dänemark
Camping ist nie perfekt
Camping ist nie perfekt bzw. darf es nie sein. Ein großer Wunsch, denn vielerorts wird mit enormem Aufwand versucht, das Gegenteil zu erreichen. Ich wünsche mir Camper, die verstehen, dass Camping niemals perfekt sein darf und auch nie sein wird. Perfekt ist es dann, wenn mit geringem Aufwand ein Maximum an Campinggefühl und Freiheit entsteht.
Der Wind bürstet die Bäume, Jütland, Dänemark
Camper und Toleranz
Camper, die verstehen, dass Camping nichts mit Egoismus zu tun hat, sondern Camper ein Kollektiv bilden (sollten). Vom Zelter bis zum Nobelhobel-Camper. Es spielt einfach keine Rolle, wer du bist oder was du fährst.
Die Auswahl ist unendlich, vom Kastenwagen bis zum Liner
Räumt euren Scheiß weg
Und nehmt diesen auch wieder mit. Sowohl im wahrsten Sinne des Wortes als auch im übertragenen Sinne.
Müll, Dosen und Plastik kann man als Camper immer entsorgen
Mülltrennung macht nicht Aua
Mehr Erkenntnis dafür, dass Mülltrennung niemandem wehtut. Auf Camping- und auf manchen Stellplätzen hat man es schon recht einfach. Mülltrennung (ausgenommen Biomüll) ist selbst im europäischen Ausland kein größeres Problem mehr. Es muss halt auch genutzt werden.
Toiletten-Recycling mal anders
Lesen bildet
Und hilft allen weiter. Machen wir es den Campingplatz-, Stellplatz- und weiteren Angestellten in ihrer Arbeit etwas leichter. Wer nicht nachhaltiger leben möchte, darf das für sich selbst so festlegen. Anderer Mühen jedoch absichtlich zunichtezumachen, ist schon sehr ignorant.
Lesen hilft auch beim Camping
Support the locals
Kostenfrei übernachten ist kein Synonym für gratis. Die Einheimischen mit einem kleinen Trinkgeld, Frühstück oder Abendessen zu unterstützen, schadet nie. Auch werden Supermärkte und Konzerne nicht arm, wenn man die Einheimischen direkt am Straßenrand unterstützt.
Support the locals, am Straßenrand ist es meist auch frischer
Mehr Toleranz
Ja, Schubladen sind immer erlaubt und a bisserl lästern geht immer. ABER. Egal, wen du vor dir hast. Jeder hat ein individuelles Leben und eigene Regeln. Dein Lebensgefühl und deine Regeln NICHT auf andere abzubilden, sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Peace and Love als Schattenbild
Wartung ist alles: die Dieselheizung
Dieselheizungen benötigen im festen Intervall eine DIY-Wartung. Ist so, ohne Wenn und Aber. Die laufen oft über Wochen nur auf kleinen Leistungsstufen. Und genau da sammelt sich Kondensat und Rußschmodder im System. Darum einmal bewusst über normaler Temperatur laufen lassen. 1 Stunde mit Wumms. Wann das vor der Saisonpause dran ist, steht in der Winter-Checkliste.
Dieselheizung ohne Wartung raucht
Traut euch zu campen
Ein Campingplatz ist in manchen Fällen wie „betreutes Campen“. Die Welt bietet so viel mehr.
Weingut in der Sierra Nevada, Spanien
Die Welt braucht keine Zwänge
Die Welt ist frei und braucht keine Zwänge. Ob kinder(frei), hunde(frei), FKK-(frei) oder U50- oder Ü50-Campingplatz. Alles ist erlaubt. Neid, Häme und zu viel Geschimpfe sind eine Verschwendung von Lebenszeit. Die Welt ist groß genug, sodass jegliche Möglichkeiten gegeben sind, seinen innersten Monk auszuleben.
Hund Ella mit den Kids im Wohnmobil
Make love, not Gartenzaun
Nun ja. Ein Campingplatz ist kein Schrebergarten.
Es mag einen Grund für Zäune am Campingplatz geben
5 Jahre, 5 Ziele
Lasst uns die nächsten 5 Jahre starten, wieder gemeinsam und mit neuen Ideen.
Den besten Campergruß vom Flo
Aus euren Kommentaren
Wir haben alle 6 Kommentare bis zum 01.11.2026 ausgewertet.


















Lieber Flo (und auch deine Familie),
zunächst mal herzlichen Dank für deine Mühe in der ganzen Arbeit. Ich spüre immer die Freude, die hinter deiner Arbeit steckt. Mach(t) bitte weiter so, deine Seite und auch der Newsletter sind mein ständiger Begleiter zum Thema Camping geworden. Viele Anregungen und Ideen die vorstellt wurden, habe ich mittlerweile selbst erfolgreich adaptiert.
Deine / eure Campergrundsätze unterschreibe ich 1:1. Leider ist es in meiner Wahrnehmung so, dass dieses teilsweise unsägliche Verhalten nicht nur auf einzelne Camper zutrifft, sondern in der Summe das Verhalten großer Teile unserer Gesellschaft widerspiegelt. Sei es ein ichbezogenes Verhalten, mangelnde Achtsamkeit, Neid auf alles was andere haben und ich nicht, oder die Tendenz zu Bevormundungen bzw. Verbotskultur mit Maßregelungen. Da werden dann Gruppen wie in unserem Fall z.B. Camper als Zielscheibe zum Abreagieren verwendet – ob sie es nur waren oder nicht (z.B. Hinterlassenschaften von Müll) spielt dann keine Rolle.
Daher gilt es für mich solche Gegebenheiten loszulassen und mich beim campen auf der Basis z.B eurer Grundsätze zu verhalten. Wenn ich dann Situationen vorfinde die ich nicht mittrage, ziehe ich einfach weiter. In Diskussionen zur Verhaltensänderung steige ich nicht mehr ein.
Liebe Grüße
Michael
Hallo Michael,
Uff. Ich kann es nachvollziehen. Bei deinem Kommentar habe ich erstmal geschluckt, denn genau die Diskussion wäre wichtig. Ruhig sein, gibt nur dem Verhalten und den umtrieben dieser Menschen recht. Narzissmus ohne Gegenwehr endet nie gut.
Ich weiss, dass ist einfach gesagt und auch ich kann deine Haltung verstehen. Aber lasse es nie ganz verstummen.
Ein englischer Kollege hat mir vor gut 10 Jahren einen Satz gesagt.
„Choose the battle you want to win“. „Wähle den Kampf, den du gewinnen willst“.
Klar nicht alle Kämpfe kann man gewinnen. Es heisst aber im Umkehrschluss, dass man selektiv für s(eine) Sache kämpft.
Ebenso einen lieben Gruss zurück.
Flo
Lieber Flo,
Lieben Dank für deine Mühen in diesen fünf Jahren und deine Bereitschaft, deinen Newsletter fortzusetzen! Und was eure Campergrundsätze anbetrifft, komplett der gleichen Meinung. Wir werden unsere Stellplatz und Camping Möglichkeiten nur erhalten können, wenn wir uns umsichtig verhalten. In Berlin gehen die ersten Wohnmobile durch Brandstiftung in Flammen auf. Es gilt, denke ich, auch bei der Wahl der Abstellplätze jenseits rechtlicher Fragen, rücksichtsvoll zu sein und Belastungen von Anwohnern möglichst gering zu halten.
Lieben Gruß
Rudi
Hallo Rudi,
Danke für dein Danke :-)
Ja, davon habe ich gehört und bin schockiert.
Zu dem zweiten Teil.
Aber ehrlich gesagt (meine subjektive Meinung) ist die städtische Infrastruktur in vielen Städten ein Witz. Es wird Parkraum ständig weiter verknappt und die Ersatzflächen für Autos und Wohnmobile bleiben aus. Es werden keine Anreize für Investoren gesetzt. Verbote ohne Ausweichmöglichkeiten aussprechen oder anzubieten, sind im Leben generell keine gute Idee.
Ich bekomme nicht mal für viel Geld eine Freifläche geschweige denn einen überdachten Stellplatz. Ich habe 500 ! Euro Provision geboten und bei dem damaligen E-Bay Kleinanzeigen für 75 Euro Premiumanzeigen geschaltet. Flyer ausgedruckt und in dutzende Briefkästen geworfen. Und, und, und.
Jetzt festhalten. Es gab eine einzige Rückantwort. 93 km von meinen Wohnort entfernt. Nun ja.
Genug gelästert ;-) Dir eine gute Zeit und gute Reisen.
Viele Grüsse
Flo
Hallo Flo du sprichst mir aus der Seele, ich kann das alles nur unterstützen, uns geht das auf den Keks das Stellplätze zu Camping Plätzen mutieren. Für was hat mein Womo eine Toilette, Küche?
Jeder kann ja machen was er will, aber wundern tue ich mich schon für was so mancher sich ein Womo kauft.
Macht weiter so ich bin ein treuer Leser.
Gruß Michael
Hallo Michael,
Es freut mich sehr, dass der erste Kommentar mir nicht gleich Vorwürfe macht. (Aber auch das ist erlaubt).
Umso mehr freut es mich, wenn du dir dieselben Fragen stellst. Ich vielen Fällen bin ich überzeugt davon, dass man braucht oft nur einen kleinen Schubs im Leben braucht. Ich hoffe das meine Worte und Sätze Menschen inspiriert und sie nicht abschreckt. Es soll Menschen einfach dazu bringen, sich mehr zu trauen, aber auch verantwortungsvoller unser gemeinsames Hobby zu betreiben.
Sehr gerne machen wir weiter.
Viele Grüsse
Flo